{"title":"Marisol","description":"\u003ch2 id=\"speakable-headline\"\u003eMarisol, Meersalz aus den Salzgärten der Algarve\u003c\/h2\u003e\n\n\u003cblockquote id=\"speakable-summary\"\u003e\n  \u003cp\u003eMarisol ist eine Salzmanufaktur aus Olhão an der portugiesischen Algarve. Erfahrene Salineros ernten dort von Hand naturbelassenes Meersalz aus traditionellen Salinen in den Naturschutzgebieten Ria Formosa und Castro Marim, sonnengetrocknet, unraffiniert, ohne Waschen und ohne Bleichen.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/blockquote\u003e\n\n\u003cp id=\"speakable-definition\"\u003e\u003cstrong\u003eMarisol\u003c\/strong\u003e steht für Meersalz, wie es an der Algarve seit vorrömischer Zeit gewonnen wird: Atlantikwasser, flache Salinenbecken, Sonne und Wind, mehr braucht es nicht. Hinter der Marke steht die Böer \u0026amp; Siebert Lda. aus Olhão in Südportugal, welche das alte Salzhandwerk der Region seit dem Jahr 2000 in die Gegenwart trägt.\u003c\/p\u003e\n\n\u003ch3\u003eZwei, die sich beim Urlaubplanen in die Quere kamen\u003c\/h3\u003e\n\n\u003cp\u003eGegründet haben Marisol im Jahr 2000 Andrea Siebert und Hans-Nico Böer, damals noch in Tavira, dem alten Salzstädtchen der Ostalgarve.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eKennengelernt hatten sich die beiden zehn Jahre zuvor, 1990, durch einen Zufall bei einer Urlaubsplanung. Aus dem anfänglichen Ärger darüber wurde eine Freundschaft fürs Leben, wie Andrea Siebert es in der Firmenchronik erzählt. Böer brachte den unternehmerischen Übermut mit, sie das lange Auge fürs Handwerk. Zehn Jahre später standen die beiden gemeinsam an den ersten Becken.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eSeit 2006 sitzt das Unternehmen in Olhão, einer Fischerstadt direkt an der Lagunenlandschaft der Ria Formosa. 2008 kam ein eigenes Lagerhaus dazu, 2018 ein größerer Hauptsitz, beides im selben Ort. Hans-Nico Böer starb 2011. Andrea Siebert führt die Marke seither weiter, mit einer kleinen Mannschaft und derselben Handschrift.\u003c\/p\u003e\n\n\u003ch3\u003eSalinen zwischen Ria Formosa und Castro Marim\u003c\/h3\u003e\n\n\u003cp\u003eDie Salinen von Marisol liegen in zwei Naturschutzgebieten der östlichen Algarve, der Ria Formosa und dem Sapal do Castro Marim, dort wo der Atlantik in flache Lagunen ausläuft.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eWer einmal an der Ostalgarve unterwegs war, kennt das Bild: stilles Wasser in eckigen Becken, weiße Salzhügel am Rand, Flamingos, welche im Flachen stochern. Die Lagune der Ria Formosa zieht sich über rund 60 Kilometer an der Küste entlang, von Faro bis fast an die spanische Grenze. Genau dort, zwischen Olhão und Castro Marim, wächst das Salz.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eDie Algarve gehört zu den ältesten Salzregionen Europas. Die Phönizier brachten das Verfahren mit, die Römer bauten es aus, und seit rund 2.000 Jahren hat sich am Prinzip wenig geändert. Das Meerwasser wandert durch immer flachere Becken, allein von der Schwerkraft getrieben, und je länger Sonne und Wind daran arbeiten, desto höher steigt der Salzgehalt, bis die ersten Kristalle stehen.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eDass es ausgerechnet hier so gut geht, hat mit dem Sommer zu tun. Zwischen Juni und September fällt an der Ostalgarve kaum Regen, dafür weht beständig Wind, und beides zusammen nimmt dem Wasser die Feuchtigkeit schneller ab als die Sonne allein. Die Becken selbst sind flach angelegte Wannen aus Lehm und Ton, seit Generationen an derselben Stelle, und sie stören das Leben in der Lagune nicht, sondern gehören dazu. Wo Salz wächst, brüten Vögel.\u003c\/p\u003e\n\n\u003ch3\u003eVon Juni bis September mit dem Holzrechen\u003c\/h3\u003e\n\n\u003cp\u003eGeerntet wird nur im Sommer, von Juni bis September, und zwar auf zwei verschiedene Weisen, je nachdem ob das Salz oben schwimmt oder unten liegt.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eDie zarte Salzblüte schöpfen die Salineros täglich ab, an stillen Abenden, wenn die Kristalle als dünne Haut auf der Wasseroberfläche treiben. Das schwerere Sal Tradicional sinkt zu Boden und wird drei- bis fünfmal in der Saison mit langstieligen Holzrechen zusammengezogen, ein Bild, welches auf jedem Anhänger der Manufaktur klebt.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eDanach passiert erstaunlich wenig. Das Salz trocknet in der Sonne, wird von Hand verlesen, durch die Metallkontrolle geschickt, sanft gebrochen und von Hand abgefüllt. Gewaschen oder gebleicht wird nichts. Handgeerntet, sonnengetrocknet, unraffiniert, so kommt das Korn zu dir, wie die Saline es hergibt.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eWas übrig bleibt, ist messbar: über 94 Prozent Natriumchlorid in der Trockenmasse, höchstens sechs Prozent Restfeuchte beim groben Salz und höchstens acht bei der Salzblüte. Der Rest ist das, was der Atlantik mitbringt.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eIn der Küche gehen die beiden Salze getrennte Wege. Das Sal Tradicional ist das Arbeitssalz, es löst sich langsam und würzt kräftig durch, im Nudelwasser, in der Marinade, in der Salzkruste. Die Flor de Sal kommt erst zum Schluss auf den fertigen Teller, wo sie zwischen den Zähnen knirscht und einen feinen, fast süßlichen Ton setzt. Zwei Salze aus demselben Becken, zwei völlig verschiedene Aufgaben.\u003c\/p\u003e\n\n\u003ch3\u003eVier Prüfzeichen und eine kleine Mannschaft\u003c\/h3\u003e\n\n\u003cp\u003eDie Erntetechnik ist Jahrhunderte alt, die Kontrolle darüber ist es nicht. Marisol lässt sich seit 2006 jährlich prüfen, inzwischen gleich vierfach.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eCertiplanet Portugal und das koschere Apple K begleiten das Haus seit 2006, der Lebensmittelstandard IFS Food seit 2013 auf der höchsten Stufe, die EU-Bio-Zertifizierung seit 2023. Für ein Produkt, welches aus nichts als Meerwasser besteht, ist das ein erstaunlicher Papierstapel, und genau der macht den Unterschied zwischen romantischem Handwerk und verlässlicher Ware.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eAbgefüllt wird trotzdem von Hand, nach HACCP und IFS, Sack für Sack und Dose für Dose. Es gibt Betriebe, welche bei dieser Stückzahl längst auf eine Maschine umgestiegen wären, doch feuchtes Salz und schnelle Anlagen vertragen sich schlecht, und der Name Marisol ist in Europa wie in den USA geschützt. Was da draufsteht, soll drin sein.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eGeführt wird das Haus heute von Inácio Valle, und wie Andrea Siebert und ihr Team es halten, merkt man an den Kleinigkeiten: Rita kümmert sich um den Vertrieb, Mira Diana um die Qualitätskontrolle, vier Leute für ein Salz, das die halbe Welt bereist. Auf ihrer Firmenseite zeigt die Manufaktur Küchen mit Michelin-Sternen, welche damit würzen, von der Algarve bis nach Kyoto. Alle Achtung.\u003c\/p\u003e\n\n\u003ch3\u003eBei uns im Baumwollsack, grob und ehrlich\u003c\/h3\u003e\n\n\u003cp\u003eBei nur Gutes findest du von Marisol das \u003ca href=\"\/products\/marisol-grobes-meersalz-im-baumwollsack-500g\"\u003eSal Tradicional, grobes Meersalz im Baumwollsack\u003c\/a\u003e mit 500 Gramm, ein Salz für die Mühle, das Nudelwasser und die Salzkruste.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eSal Tradicional heißt bei Marisol das klassische Meersalz der Salinen, angeboten je nach Mahlung grob, mittel oder fein. Daneben führt die Manufaktur die Salzblüte Flor de Sal, das grobkristalline Flos Salis, aromatisierte Salze mit Piri-Piri, dazu Tellicherry-Pfeffer und schwarzen Knoblauch. Bei uns steht das grobe Korn, und das ist das Arbeitstier unter den dreien.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eAm schönsten mahlt man es über Ofengemüse und gegrillten Fisch, dort zeigt es seinen klaren, sauberen Geschmack ohne jede Bitterkeit. Und weil ein Vorratssack Geduld hat, ist er auch ein hübsches Mitbringsel für alle, die viel und gern kochen. Der Stoffbeutel sieht dabei so gut aus, dass er gar nicht erst in den Schrank wandern muss.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eMehr pure Salze aus Salinen in Frankreich, Spanien und Deutschland warten in unserer Kategorie \u003ca href=\"\/collections\/meersalz\"\u003eMeersalz grob und fein\u003c\/a\u003e, die von Hand geschöpfte Königin findest du beim \u003ca href=\"\/collections\/fleur-de-sel\"\u003eFleur de Sel und Flor de Sal\u003c\/a\u003e, und die ganze Vielfalt versammelt unsere \u003ca href=\"\/collections\/salz\"\u003eSalzwelt\u003c\/a\u003e.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eWenn du beim Salz schon in Portugal bist, bleib ruhig dort: Die \u003ca href=\"\/collections\/a-banca-da-sardinha\"\u003eSardinen von A Banca da Sardinha\u003c\/a\u003e kommen aus derselben Küstenküche, und das Geschirr von \u003ca href=\"\/collections\/costa-nova-portugal\"\u003eCosta Nova\u003c\/a\u003e stellt sie passend auf den Tisch. Salz, Sonne, Atlantik, Olhão schickt Grüße.\u003c\/p\u003e\n","products":[{"product_id":"marisol-grobes-meersalz-im-baumwollsack-500g","title":"Grobes Meersalz im Baumwollsack","description":"\u003ch2 id=\"speakable-headline\"\u003eGrobes Meersalz von der Algarve, sonnengetrocknet im Baumwollsack\u003c\/h2\u003e\n\n\u003cblockquote id=\"speakable-summary\"\u003e\n  \u003cp\u003eSal Tradicional Grosso ist das grobe Meersalz der portugiesischen Algarve, mit dem Holzrechen von Hand geerntet und allein von Sonne und Wind getrocknet. Kein raffiniertes Siedesalz, keine Rieselhilfe, kein Jod – nur das Korn, wie es im Becken gewachsen ist.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/blockquote\u003e\n\n\u003cp id=\"speakable-definition\"\u003e\u003cstrong\u003eGrobes Meersalz\u003c\/strong\u003e ist die Alltagswürze der portugiesischen Salinen, und dieses hier stammt aus den Salzgärten der östlichen Algarve, zwischen der Lagune Ria Formosa und dem Sapal do Castro Marim. Marisol füllt es in einen Baumwollsack mit 500 Gramm, zugebunden mit Bastband, am Anhänger ein Foto des Salineros mit seinem Rechen. Ein Vorratssack, welcher in der Küche stehen bleiben darf.\u003c\/p\u003e\n\n\u003ch3\u003eKörnig, feucht, unaufdringlich\u003c\/h3\u003e\n\n\u003cp\u003eDas Korn ist unregelmäßig groß, strahlend weiß und trägt noch Restfeuchte in sich, höchstens sechs Prozent, mehr lässt die Sonne der Algarve nicht übrig.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eIm Mund löst es sich langsam und schmeckt sauber salzig, ohne die metallische Schärfe, welche man von manchem Siedesalz kennt. Das liegt an der Geduld im Becken, denn je langsamer das Atlantikwasser verdunstet, desto ruhiger wächst der Kristall und desto klarer bleibt der Geschmack.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eÜber 94 Prozent Natriumchlorid, der kleine Rest ist Meer. Zwischen den Fingern fühlt sich das Salz kühl und leicht klamm an, es klebt ein wenig und rieselt trotzdem, körnig, feucht, unaufdringlich. Wer es staubtrocken braucht, breitet es eine Stunde auf einem Blech aus.\u003c\/p\u003e\n\n\u003ch3\u003eIns Nudelwasser, in die Mühle, in die Kruste\u003c\/h3\u003e\n\n\u003cp\u003eGrobes Meersalz gehört dorthin, wo es Zeit zum Auflösen hat, also ins sprudelnde Nudelwasser, an Salzkartoffeln, in Marinaden und in die Salzkruste.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eFür einen ganzen Fisch im Salzmantel brauchst du etwa zwei dieser Säcke, verrührt mit Eiweiß und ein wenig Wasser. Wolfsbarsch oder Dorade, eine knappe Stunde im Ofen, dann die Kruste aufschlagen und den Duft herauslassen. Das Korn mag Hitze und Zeit.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eFür den letzten Streuer über den fertigen Teller ist es zu grob, dafür gibt es die zarte Salzblüte beim \u003ca href=\"\/collections\/fleur-de-sel\"\u003eFleur de Sel und Flor de Sal\u003c\/a\u003e. In der Mühle dagegen macht sich das grobe Korn gut, weil es trocken genug bricht und nicht verklebt.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eFrisch gemahlen findet es seinen Platz über Ofengemüse mit Olivenöl, über Rührei oder über einer reifen Tomate mit Brot. Den Sack bewahrst du kühl und trocken auf, dann bleibt das Salz krümelig und rieselt dir aus der Hand.\u003c\/p\u003e\n\n\u003ch3\u003eSeit dem Jahr 2000 an den Salinen der Ostalgarve\u003c\/h3\u003e\n\n\u003cp\u003eHinter Marisol stehen Andrea Siebert und Hans-Nico Böer, welche die Marke im Jahr 2000 in Tavira gründeten. Seit 2006 sitzt das Unternehmen im Fischerstädtchen Olhão, zwei Erweiterungen später noch immer am selben Ort.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eKennengelernt haben sich die beiden 1990 durch einen Zufall bei einer Urlaubsplanung, aus anfänglichem Ärger wurde eine Freundschaft fürs Leben, wie Andrea Siebert es in der Firmenchronik erzählt. Zehn Jahre später standen sie gemeinsam an den ersten Becken.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eGeerntet wird von Juni bis September, drei- bis fünfmal in der Saison, mit langstieligen Holzrechen, wie es die Römer vor rund 2.000 Jahren an dieser Küste vormachten. Sonnengetrocknet, unraffiniert, ungebleicht kommt das Salz danach in die Halle, wird von Hand verlesen, sanft gebrochen und von Hand abgefüllt.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eAuf ihrer Firmenseite zeigt die Manufaktur Küchen mit Michelin-Sternen, welche mit diesem Salz arbeiten, von der Algarve bis nach Kyoto. Mehr über die Salinen und die Salzblüte liest du bei \u003ca href=\"\/collections\/marisol\"\u003eMarisol\u003c\/a\u003e, und die Nachbarn aus Ibiza, der Guérande und den Alpen stehen in unserer Kategorie \u003ca href=\"\/collections\/meersalz\"\u003eMeersalz grob und fein\u003c\/a\u003e. Sonne, Wind, Handarbeit, ein kürzeres Rezept hat kein Gewürz.\u003c\/p\u003e\n","brand":"Marisol","offers":[{"title":"500 g","offer_id":55293865361742,"sku":"047BOS64031","price":6.4,"currency_code":"EUR","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0905\/1124\/5646\/files\/marisol-grobes-meersalz-im-baumwollsack.jpg?v=1769509060"}],"url":"https:\/\/nurgutes.de\/collections\/marisol.oembed","provider":"nur Gutes","version":"1.0","type":"link"}