Cipriani Feinkost, die kleine Speisekammer aus Venedig
Hier findest du acht Feinkost-Produkte von Cipriani: Saucen und Pesto für die Pasta, Risottoreis für den cremigen Klassiker, Olivenöl und Rotweinessig für alles dazwischen. Kleine Speisekammer, große Wirkung – so lässt sich diese Kollektion in einem Satz beschreiben.
Cipriani Feinkost versammelt jene Produkte des venezianischen Hauses, die keine Pasta sind, aber jede Pasta erst vollenden: Saucen, Pesto, Risottoreis, Olivenöl und Essig. Acht Artikel, vier Kategorien, ein gemeinsamer Anspruch an Reduktion und Geschmack.
Feinkost, die im Hintergrund die Hauptrolle spielt
Eine gute Sauce, ein gutes Öl, ein guter Reis – das sind die Dinge, die selten im Rampenlicht stehen, aber jedes Gericht tragen. Wer schon einmal denselben Teller Pasta einmal mit mittelmäßiger und einmal mit sorgfältig gemachter Sauce gegessen hat, weiß, wie groß dieser Unterschied tatsächlich ist.
Cipriani nennt das selbst eine Frage der Zurückhaltung: Was wirklich verfeinert ist, braucht kein Übermaß, sondern die richtige Auswahl an wenigen, guten Zutaten. Diese Haltung, geboren aus der Küche von Harry's Bar in Venedig, zieht sich durch das gesamte Feinkost-Sortiment, von der Basilikum-Sauce bis zum Rotweinessig.
In der italienischen Küche nennt man diese unterstützenden Zutaten gern condimenti, das, was den Geschmack rundet, statt ihn zu ersetzen. Genau das ist auch der rote Faden dieser Kollektion.
Solche Details, wie stark die Tomate oder das Kraut in einer Sauce hervortritt, erschließen sich ohnehin erst am eigenen Herd, nicht auf dem Etikett. Deshalb lohnt es sich, mit einem kleinen Glas anzufangen und die eigene Vorratskammer nach und nach um die Variante zu ergänzen, die am besten zum eigenen Kochstil passt.
Eine gute Speisekammer erkennt man nicht an ihrer Größe, sondern an ihrer Auswahl: wenige, aber verlässliche Grundzutaten, auf die man sich verlassen kann, wenn spontan gekocht wird. Vier Kategorien, acht Produkte, das reicht für erstaunlich viele Abende.
Wer neu bei Cipriani einsteigt, muss sich also nicht durch ein riesiges Sortiment kämpfen. Acht Produkte lassen sich an einem Nachmittag durchprobieren, und schon nach der ersten Pasta mit Sansovina-Sauce oder dem ersten selbst gekochten Risotto wird klar, welche der vier Kategorien zur eigenen Küche passt.
Vier Kategorien unter einem Dach
Das Cipriani Feinkost Sortiment gliedert sich in vier kleine Gruppen: Saucen und Pesto für die Pasta, Risottoreis, Olivenöl und Rotweinessig.
Bei den Saucen stehen drei Tomaten-Varianten zur Wahl: die milde Pastasauce Pomod'oro mit 340 Gramm, die mit Basilikum verfeinerte Pastasauce Sansovina, ebenfalls 340 Gramm, und die passierte Tomatensugo Passata mit 690 Gramm für größere Portionen oder zum Einkochen eigener Saucen. Dazu kommt das Basilikum Pesto mit 180 Gramm, besonders, weil es ganz ohne Knoblauch und ohne Käse auskommt.
Beim Reis bietet Cipriani die Sorte Risottoreis Carnaroli in der 1-Kilogramm-Packung an, unter Kennern oft als König der Risottoreissorten bezeichnet, weil er beim Kochen besonders viel Stärke abgibt und dabei trotzdem bissfest bleibt. Angebaut wird Carnaroli hauptsächlich in der Poebene Norditaliens, in den Provinzen zwischen Novara und Vercelli, wo die Reisfelder seit Jahrhunderten Tradition haben.
Olivenöl gibt es als Olivenöl extra vergine in der 500-Milliliter-Flasche, mild und mittelfruchtig im Charakter, und für die Essig-Note im Salat oder in der Sauce steht der Rotweinessig aus Cabernet-Trauben bereit, ebenfalls 500 Milliliter.
Acht Produkte, vier Kategorien, ein Ziel: eine Speisekammer, die für die gesamte Bandbreite der italienischen Küche reicht, von der schnellen Pasta bis zum aufwendigen Risotto.
Welche Sauce zu welcher Pasta?
Bei drei Tomatensaucen im Sortiment stellt sich schnell die Frage, welche wozu passt. Die Pastasauce Pomod'oro ist die klassische, unkomplizierte Basis, ideal zu Spaghetti oder Penne, wenn es schnell gehen soll. Die Pastasauce Sansovina bringt durch das Basilikum eine kräuterige Tiefe mit, die besonders gut zu Fusilli passt, deren Spiralen das Kraut in jeder Windung mitnehmen.
Die Tomatensugo Passata ist die Rohware unter den dreien: passierte Tomaten ohne viel Zutat, die sich hervorragend als Basis für eigene Kreationen eignet, etwa verfeinert mit frischem Knoblauch, Chili oder Oliven. Wer 690 Gramm auf einmal öffnet, kocht meist für mehr als eine Person, oder friert einen Teil für später ein.
Das Basilikum Pesto wiederum ist keine Tomatensauce, sondern eine eigene Kategorie: warm duftend, ohne Knoblauch und Käse, wodurch es sich auch für alle eignet, die einen dieser beiden Zutaten sonst meiden. Zu Bio Fusilli oder Trofie gehört es zu den unkompliziertesten Kombinationen überhaupt.
Eine kleine Faustregel für die Praxis: Wer wenig Zeit hat, greift zur Pastasauce Pomod'oro oder zum Pesto, direkt aus dem Glas erwärmt. Wer mehr Zeit hat und eine eigene Sauce ansetzen möchte, beginnt mit der Tomatensugo Passata als Basis und verfeinert sie nach eigenem Geschmack mit frischen Kräutern, Chili oder einem Schuss Rotwein.
Auch die Pastaform selbst spielt eine Rolle, welche Sauce gut hält. Glatte, lange Nudeln wie Spaghetti brauchen eine flüssigere Sauce, die sich gleichmäßig verteilt, während kurze, geriffelte Formen wie Penne rigate oder Fusilli auch dickere, stückige Saucen gut aufnehmen. Eine dickflüssige Tomatensugo Passata, leicht eingekocht, passt darum eher zu Rigatoni als zu dünnen Spaghettini.
Von Harry's Bar auf die Speisekammer-Regale
Giuseppe Cipriani eröffnete seine Bar 1931 in einer Gasse nahe der Piazza San Marco, benannt nach dem Amerikaner Harry Pickering. Was als Bar begann, wurde über die Jahrzehnte zu einer festen Größe der venezianischen Küche, in der Gäste wie Ernest Hemingway ein und aus gingen, bis das italienische Kulturministerium den Ort 2001 zum nationalen Kulturdenkmal erklärte.
Aus dieser Küche heraus entstand Cipriani Food, geführt von Giuseppes Sohn Arrigo Cipriani, der das Haus auf fast dreißig Standorte weltweit ausbaute. Die Feinkost-Linie, die heute Saucen, Pesto, Reis, Öl und Essig umfasst, ist die logische Fortsetzung dieser Küchenphilosophie: Was in Venedig auf den Tisch kam, sollte auch anderswo nachgekocht werden können, ohne Kompromisse bei der Qualität der Grundzutaten.
Arrigo Cipriani hat die Haltung seines Vaters immer wieder auf eine einfache Formel gebracht: „Einfachheit ist das Schwierigste, was es gibt." Genau diese Einfachheit, drei bis fünf Zutaten pro Sauce, kein unnötiger Zusatz, findet sich in jedem Glas der Feinkost-Linie wieder.
Neben der Küche machte Harry's Bar auch als Geburtsort des Bellini Geschichte, jenes Cocktails aus Prosecco und Pfirsichpüree, den Giuseppe Cipriani 1948 erfand. Wer nach dem Pasta-Abend Lust auf einen Aperitivo bekommt, findet die passenden Zutaten dafür in unserer Kollektion Cipriani Aperitivo & Getränke.
Mehr aus diesem Haus, einschließlich der Hartweizen- und Eiernudeln, findest du in der Cipriani Food Kollektion, während die Pasta selbst in unseren Kollektionen Cipriani Hartweizennudeln und Cipriani Eiernudeln auf dich wartet.
Bemerkenswert ist, dass Cipriani die Feinkost-Linie erst später aufgebaut hat, aufbauend auf dem Ruf, den sich das Haus über Jahrzehnte in der Küche selbst erarbeitet hatte. Nicht die Marketingabteilung entschied, was ins Sortiment kommt, sondern die Frage, was in der eigenen Küche tatsächlich gebraucht wurde – ein Unterschied, den man schmeckt.
Risotto, Pasta und Salat richtig verfeinern
Für einen klassischen Risotto brauchst du den Carnaroli-Reis ungewaschen, damit die Stärke an der Kornoberfläche erhalten bleibt, welche dem Gericht seine cremige Konsistenz gibt. Geröstet in etwas Butter oder Olivenöl, dann löffelweise mit heißer Brühe abgelöscht und ständig gerührt, entsteht in rund achtzehn Minuten ein Risotto, das seinen Namen verdient.
Das Olivenöl extra vergine eignet sich weniger zum scharfen Anbraten als zum Verfeinern am Ende: ein Schuss über die fertige Pasta, über den Risotto oder über ein einfaches Bruschetta bringt das milde, mittelfruchtige Aroma erst richtig zur Geltung. Für den Rotweinessig gilt Ähnliches: ein Spritzer im Salatdressing oder zum Ablöschen einer Pfanne mit gebratenem Gemüse reicht meist schon aus.
Wer alle drei kombiniert, hat mit Risotto, einem einfachen grünen Salat und einem Glas Wein ein vollständiges italienisches Menü beisammen, ganz ohne stundenlanges Kochen.
Ein typischer Fehler beim Risotto: zu viel Brühe auf einmal. Löffelweise nachgießen, warten bis die Flüssigkeit fast vollständig aufgenommen ist, erst dann den nächsten Schuss zugeben, so entsteht die berühmte all'onda-Konsistenz, cremig-wellenförmig, die sich beim Schwenken der Pfanne leicht bewegt, statt fest zu stehen. Zum Schluss gehört ein Stück kalte Butter untergerührt, die sogenannte mantecatura, sie bindet die Stärke und rundet das Aroma ab.
Für ein schnelles Wochenmenü lässt sich die Vier-Kategorien-Logik gut durchdenken: montags Fusilli mit Basilikum Pesto, mittwochs Risotto mit Carnaroli und einem Schuss Weißwein, freitags ein einfacher Salat mit Olivenöl und Rotweinessig, dazwischen Reste der Tomatensugo Passata für ein schnelles Abendessen unter der Woche. Vier Produkte, drei Abende, kaum Aufwand.
Cipriani Feinkost für die eigene Vorratskammer
Eine gut sortierte Speisekammer macht den Unterschied zwischen einem improvisierten und einem durchdachten Abendessen, und genau dafür ist diese Kollektion gedacht: ein paar Grundzutaten, die immer griffbereit sind, wenn spontan gekocht werden soll.
Als Geschenk eignet sich eine kleine Auswahl besonders gut, etwa eine Sauce, das Olivenöl und eine Packung Pasta zusammen verpackt – ein italienischer Kochabend im Karton, mehr braucht es nicht. Wer noch weitere italienische Feinkost entdecken möchte, wird in unserer Auswahl unter italienische Spezialitäten fündig.
Haltbarkeit spielt bei einer Vorratskammer immer eine Rolle: Die Saucen und das Pesto im Glas sind ungeöffnet mehrere Monate lagerfähig, Reis, Öl und Essig noch deutlich länger, sodass sich ein kleiner Vorrat ohne Zeitdruck anlegen lässt. Einmal geöffnet gehört das Basilikum Pesto in den Kühlschrank, die Tomatensaucen ebenfalls, während Öl und Essig auch außerhalb problemlos stehen bleiben.
Arrigo Cipriani beschreibt seine Küche gern mit einem Satz, der sich leicht merken lässt: „Gutes Essen braucht vor allem drei Dinge, gute Zutaten, Geduld und jemanden, der isst." Die Feinkost-Linie liefert die erste Zutat, um die anderen beiden kümmerst du dich selbst.
Fülle den Vorratsschrank, und der nächste spontane Kochabend ist schon halb gewonnen.