NURI, handgemachte Sardinen aus Matosinhos in Portugal
NURI ist die Kult-Marke für portugiesische Fischkonserven aus Matosinhos, hergestellt von der Manufaktur Conservas Pinhais. Seit 1920 werden die Sardinen dort fast vollständig von Hand verarbeitet – die berühmten gelben Dosen sind heute weltweit ein Begriff für Handwerk und Genuss.
NURI steht für portugiesische Fischkonserven, wie es sie kaum noch gibt: ganze Sardinen und Makrelen, von Hand in die Dose gelegt, in mildem oder scharfem Olivenöl, in Tomate oder mit Zitrone. Hinter der Marke steht die Manufaktur Conservas Pinhais im Fischerhafen Matosinhos bei Porto, gegründet 1920 – eine der letzten in Portugal, welche ihre Fische noch komplett in Handarbeit verarbeitet.
1920 gegründet, seit 1935 die Marke NURI
Die Geschichte beginnt 1920, als in Matosinhos die Konservenmanufaktur Pinhais entsteht, gegründet von Fischern und Kaufleuten am Atlantik.
Matosinhos war damals das Herz der portugiesischen Fischindustrie, ein Hafen voller Boote, Salz und Betriebsamkeit. An der Küste arbeiteten um die fünfzig Konservenfabriken nebeneinander, jede mit ihren eigenen Marken. Über die Jahrzehnte schlossen fast alle, doch Pinhais blieb – und verarbeitet seine Sardinen bis heute so wie vor über hundert Jahren.
Wer heute durch Matosinhos geht, riecht noch immer das Meer und hört die Möwen über dem Hafen. Genau hier, wenige Schritte vom Wasser, steht die Manufaktur seit über hundert Jahren und lässt sich täglich frischen Fisch aus dem Atlantik anliefern.
Die Marke NURI kam 1935 dazu und wurde rasch zum Aushängeschild des Hauses. Um den Namen ranken sich zwei Legenden. Die eine erzählt, ein arabischer Händler habe beim Öffnen einer Dose „Nuri!" gerufen – ein Wort für Licht und Reinheit, so hell glänzten die Sardinen darin. Die andere führt ihn auf die Liebe zu einer Spanierin namens Nuria zurück, Liebe auf den ersten Blick mitten auf einer Verkaufsreise.
Seit 2016 führt der Österreicher Jakob Glatz das Traditionshaus. Er habe nichts erfinden, sondern das Alte bewahren wollen, sagt Jakob Glatz – und trägt die Handwerkskunst behutsam in die Welt. So bleibt die kleine Manufaktur, was sie immer war: ein großer Name mit ganz eigenem Charakter. Dass eine Handvoll Menschen ein solches Erbe über hundert Jahre lebendig hält, ist in einer Welt der Fließbänder alles andere als selbstverständlich.
Sardinen, Makrelen und ein Geschenkset
Das Sortiment umfasst elf Dosen, von den Klassikern über würzige Varianten bis zu einer limitierten Sommer-Edition, dazu ein hübsches Geschenkset. Für nahezu jeden Geschmack ist etwas dabei, von zurückhaltend mild bis richtig feurig.
Der Liebling sind die klassischen Sardinen in Olivenöl, buttrig, zart und wunderbar unkompliziert. Wer es würziger mag, findet die Sardinen in scharfem Olivenöl mit angenehmer Piri-Piri-Schärfe und, für die mutigen Zungen, eine extra scharfe Version obendrauf.
Fruchtig wird es mit den Sardinen in Tomatensauce, mild und familientauglich, sowie ihrer feurigen Schwester in scharfer Tomate. Hell und spritzig zeigt sich die Sommer-Edition mit Zitrone, eine limitierte Dose für warme Tage.
Neben den Sardinen gibt es zarte Makrelenfilets ohne Gräten sowie ganze kleine Makrelen, jeweils mild oder scharf. Und wer verschenken oder gleich mehrere Sorten probieren möchte, greift zum Sardinen Geschenk in der 4er Box, das vier Klassiker in einem Karton vereint.
Die Makrelen sind der etwas kräftigere Gegenpol zur Sardine: mehr Fett, mehr Biss, dabei genauso zart am Gaumen. Als ganze kleine Makrelen oder als grätenfreie Filets sind sie ideal für alle, die Abwechslung auf dem Brot suchen und den Fisch etwas herzhafter mögen.
37 Arbeitsschritte, fast alles von Hand
Was diese Dosen besonders macht, steckt nicht nur im Fisch, sondern in der Art, wie sie entstehen: in 37 einzelnen Arbeitsschritten, fast alle von Menschenhand.
Erfahrene Frauen stehen seit jeher im Zentrum der Produktion. Sie nehmen die Sardinen aus, köpfen sie, putzen und legen jeden Fisch einzeln in die Dose – mit einer Schnelligkeit und Genauigkeit, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Nur das Auffüllen mit Olivenöl und das Verschließen übernimmt eine Maschine, alles andere bleibt echte Handarbeit.
Auch die berühmte gelbe Dose mit ihren feinen Gravuren gehört zum Markenzeichen. Sie ist so schön gestaltet, dass viele sie sich fast als kleines Sammlerstück ins Regal stellen. Innen wartet Fisch aus portugiesischem Atlantikfang, sorgfältig gegart und in gutes Olivenöl gebettet.
Die Sardinen selbst stammen aus dem Atlantik vor der portugiesischen Küste, wo sie in den Sommermonaten am schmackhaftesten sind. Nur gute Fische kommen in die Dose, denn eine Konserve kann immer nur so gut sein wie ihr Rohstoff. Das milde Olivenöl schützt den Fisch und lässt ihn mit den Jahren sogar noch runder werden.
Diese Sorgfalt kostet Zeit, und genau das schmeckt man später. Wo anderswo Bänder rattern, arbeiten hier Hände, geduldig, sorgfältig, ehrlich. Handwerk, wie es kaum noch jemand pflegt.
Vom Hafen in die ganze Welt
Seit 1935 ist NURI weit über Portugal hinaus ein Begriff und gilt vielen als die Kult-Sardine schlechthin.
Die kleine Manufaktur im Herzen von Matosinhos kann man sogar besichtigen. Wer einmal dort war und den Frauen bei der Arbeit zugesehen hat, versteht sofort, warum diese Dosen so besonders sind: Hier arbeiten Menschen, nicht Fließbänder. Feinkosthändler und Genussmagazine feiern das Ergebnis als Handwerk in der Dose, als kleinen Luxus, der erstaunlich bezahlbar geblieben ist.
In vielen Ländern gehören die gelben Dosen längst zur gut sortierten Vorratskammer, und immer öfter landen sie auch als hübsches Mitbringsel auf gedeckten Tischen. Was einst schlichter Proviant der Fischer war, ist heute ein kleines Stück Esskultur, das Kenner rund um den Globus schätzen.
Diese Mischung aus Tradition, Handarbeit und ehrlichem Geschmack hat die gelbe Dose zu einem der bekanntesten Fischkonserven-Namen der Welt gemacht. Über hundert Jahre nach der Gründung ist sie so lebendig wie eh und je. Daran habe sich bis heute nichts geändert, betont Jakob Glatz. Alle Achtung.
Unser Tipp, erst der Klassiker, dann die Schärfe
Wenn du NURI zum ersten Mal probierst, empfehlen wir dir den Einstieg mit dem Klassiker, bevor du dich durch die würzigen Varianten arbeitest.
Die Sardinen in Olivenöl kommen pur auf gutes Brot mit einem Spritzer Zitrone, dazu ein Glas kühler Weißwein. Für heiße Tage lohnt die spritzige Zitronen-Edition, für den Gabentisch das Geschenkset mit vier Sorten. Magst du noch mehr portugiesischen Dosenfisch, findest du bei uns auch Fischkonserven von Jose Gourmet und viele weitere portugiesische Fischkonserven.
Für ein schnelles Abendbrot greifen wir gern zur scharfen Variante, und wenn Gäste kommen, stellen wir gleich mehrere Dosen mit frischem Brot, Oliven und Zitrone auf den Tisch. So wird aus ein paar Konserven im Handumdrehen ein geselliges kleines Fest.
Ob mild, scharf oder fruchtig – es lohnt sich, mehrere Sorten nebeneinanderzustellen und den eigenen Liebling zu finden. Probier dich durch.