Pasta von Azienda Guerrieri beginnt auf den eigenen Weizenfeldern am Metauro und wird in einer befreundeten Manufaktur in Fano gefertigt. Dort wird der Teig seit über 40 Jahren durch Bronzematrizen gezogen und trocknet anschließend langsam bei niedriger Temperatur. In jeder 500-Gramm-Packung stecken genau zwei Zutaten, Hartweizengrieß und Wasser – das Korn dafür wächst auf dem eigenen Gut.
Vom Hartweizen bis zum Königskorn
Die klassische Linie reicht von Spaghetti n.7 über Penne Rigate und Mezze Maniche bis zu den gedrehten Strozzapreti. Deren Name „Priesterwürger" stammt aus einer über 800 Jahre alten Legende der Marken, welche man sich dort bis heute mit einem Augenzwinkern erzählt. Die raue Oberfläche aus dem Bronzeverfahren nimmt Saucen deutlich besser auf als glatt gepresste Industriepasta, und keine zwei Strozzapreti sehen exakt gleich aus.
Dazu kommt das Königskorn Senatore Cappelli, 1915 vom Agronomen Nazareno Strampelli selektiert. Die alte Sorte wächst mit bis zu zwei Meter hohen Halmen, bringt wenig Ertrag und schmeckt dafür kräftig und nussig. Die Guerrieri bauen die fast vergessene Sorte bewusst wieder an, und die Penne Rigate aus Senatore Cappelli tragen damit selbst eine schlichte Butter-Salbei-Sauce mit Bravour. Zu einem Ragù gehört ein Glas aus der Wein-Auswahl des Guts. Pasta und Wein von einem einzigen Hof sind ein selten stimmiges Paar.