Tartine à la Réunion von Rue Traversette mit Chayote Ingwer und Chili
Die Tartine à la Réunion von Rue Traversette ist ein veganer Gemüseaufstrich aus Chayote, Zwiebel und Tomate, scharf gewürzt mit Chili, Ingwer und Curry. Limette hält ihn frisch, Rosinen geben ihm eine dunkle Süße, und der Hersteller selbst vergleicht ihn mit einem Rougail.
Tartine à la Réunion von Rue Traversette ist der Aufstrich, der die kreolische Küche des Indischen Ozeans in ein Glas holt. Chayote stellt mit 36 Prozent den Hauptteil, dazu kommen Zwiebel, Tomate, Paprika und Ingwer, während Limette, Rosinen und ein Löffel Rum die Schärfe abrunden.
Scharf, limettenfrisch, mit Rosine dahinter
Stückig statt cremig liegt der Aufstrich im Glas mit 105 g, mit erkennbaren Gemüsestücken aus dem Handschnitt. Die Chayote schmeckt für sich genommen mild, irgendwo zwischen Kartoffel und Zucchini, und nimmt deshalb jede Würze bereitwillig auf. Limette hält die Mischung hell, Curry und Kurkuma geben ihr eine erdige Wärme. Die Rosinen federn den Pfeffer mit einer dunklen Süße ab.
Chili, Ingwer und schwarzer Pfeffer sorgen für eine Schärfe, die erst nach dem Schlucken richtig ankommt und dann eine Weile nachhängt. Rue Traversette kündigt sie auf dem Etikett selbst an, und die Ansage ist ernst gemeint. Vom Rum ist nur ein Löffel im Glas, gerade genug für einen karamelligen Zug hinter der Schärfe.
Auf Baguette, zu Fisch und unter den Reis
Unter unseren Gemüseaufstrichen und Cremes ist die Tartine à la Réunion die einzige, die von jenseits des europäischen Festlands erzählt.
Auf geröstetem Baguette zum Apéritif ist sie der kürzeste Weg, dazu ein kaltes Bier. Zu gegrilltem Fisch wird sie zur Sauce, die niemand mehr kochen muss, und neben kurzgebratenem Hähnchen tritt sie an die Stelle jedes Chutneys. Ein Löffel unter warmen Reis gerührt macht daraus eine kleine kreolische Beilage, und zu eingelegtem Gemüse passt sie ebenso. Alle Zutaten sind pflanzlich, sie kommt also auch auf einen veganen Tisch.
Chouchou, das Lieblingsgemüse der Insel
Die Chayote ist ein Kürbisgewächs und damit mit Gurke, Zucchini und Melone verwandt, ursprünglich stammt sie aus Mittelamerika. Als Kletterpflanze rankt sie an Spalieren, unter denen man hindurchgehen kann, und trägt birnenförmige, blassgrüne Früchte mit einem einzigen weichen Kern. Auf La Réunion heißt sie Chouchou, gilt als Lieblingsgemüse der Insel und kommt fast vollständig aus dem Talkessel von Salazie, wo es so viel regnet wie kaum sonst wo auf der Welt.
Ein Stück Frankreich im Indischen Ozean
Die Insel lag unbewohnt östlich von Madagaskar, als Frankreich sie im 17. Jahrhundert in Besitz nahm und Île Bourbon taufte; ihren heutigen Namen bekam sie erst in der Revolution. Seit 1946 ist La Réunion ein französisches Übersee-Département mit dem Euro als Währung und einer Küste, die zugleich Außengrenze der Europäischen Union ist. Wer von Paris nach Saint-Denis fliegt, bleibt elf Stunden lang im selben Land.
Die Menschen dort stammen aus Europa, Ostafrika, Madagaskar, Indien und China, und genau diese Mischung liegt auf dem Teller. Rougail nennt man auf der Insel die scharf gewürzten Zubereitungen aus Tomate, Zwiebel und Gewürzen, die zu fast jedem Gericht gereicht werden.
Neuntausend Kilometer bis in den Hérault
Gekocht wird diese Tartine trotzdem in Saint-André-de-Sangonis, von Hand geschnitten und im Kessel eingekocht, danach sanft pasteurisiert. Auf künstliche Aromen oder Konservierungsstoffe sowie auf Farbstoffe wird bei Rue Traversette bewusst verzichtet. Zimmerwarm treten Ingwer und Chili deutlicher hervor, kalt bleibt die Limette vorn. Nach dem Öffnen kühl lagern und in wenigen Tagen aufbrauchen. Wer es milder mag, wird bei den übrigen Regionen in der Reihe von Rue Traversette fündig.