Weihnachtliche Tischdeko, gewebt für den Festtagstisch
Weihnachtliche Tischdeko von nur Gutes ist Tischwäsche für Advent und Weihnachten, von der Tischdecke über den Tischläufer bis zum Tischset und Geschirrtuch. Die meisten Muster sind eingewebt, aus Bio-Baumwolle oder Halbleinen, und zeigen Wichtel, Wintervögel, Lucia und die Achtblattrose.
Weihnachtliche Tischdeko ist zuerst eine Frage des Stoffs, auf dem alles Weitere steht. Tischdecke, Mitteldecke, Tischläufer und Tischset geben dem Festtagstisch Farbe und Muster, bevor Kerzen und Geschirr dazukommen. Das Geschirrtuch mit Weihnachtsmotiv trägt dieselbe Stimmung in die Küche, an den Haken neben dem Herd.
Gewebte Tischwäsche trägt ihr Weihnachtsmuster im Stoff
Kaum ein Handgriff verwandelt ein Esszimmer so schnell in ein Weihnachtszimmer wie die Tischdecke, welche im Advent aus dem Schrank kommt und bis ins neue Jahr liegen bleibt. Mit ihr ziehen Läufer, Tischsets und das Geschirrtuch mit Wintermotiv ein. Plötzlich sieht der Tisch, an dem sonst Zeitung gelesen und Hausaufgaben gemacht werden, nach Fest aus.
Bei fast aller Tischwäsche auf dieser Seite sitzt das Weihnachtsmotiv im Gewebe selbst. Sie ist im Jacquard gewebt, also mit einem Muster, das schon beim Weben aus farbigen Fäden entsteht und nicht nachträglich auf den Stoff gedruckt wird. Figur und Grund sind deshalb aus einem Guss, und wer einen Läufer umdreht, findet das Motiv auf der Rückseite wieder, dort in anderen Farbanteilen.
Die Weberei, aus welcher fast alle diese Stücke kommen, hat für mehrfarbige Stoffe ein eigenes Verfahren patentieren lassen. Drei oder mehr verschiedenfarbige Kettfäden, also die längs im Webstuhl gespannten Fäden, folgen dabei in fester Reihe aufeinander und werden mit einem einfarbigen Schussfaden, der quer durch die Kette läuft, verwebt. Je nachdem, wie Kette und Schuss sich kreuzen, tritt eine Farbe hervor oder mehrere mischen sich zu einem neuen Ton, und so entstehen Dompfaffen, Kerzenflammen und Wichtelmützen im Stoff.
Die Motive mit Wichteln, Vögeln und Lucia sind aus reiner Bio-Baumwolle gewebt. Die Achtblattrose dagegen besteht aus Halbleinen, einem Gewebe aus Bio-Baumwolle und Bio-Leinen, welches die Festigkeit des Leinens mit der Weichheit der Baumwolle verbindet. Beide Qualitäten der Weberei sind GOTS-zertifiziert, und das Kürzel steht für den Global Organic Textile Standard.
Tischdecken, Läufer und Tischsets mit Rose, Wichteln und Wintervögeln
Wer die Auswahl nach Farben ordnet, findet drei Stimmungen für den Festtagstisch. Rot steht für das Fest selbst, der Naturton der Fasern für Schnee und gestärktes Leinen im Wäscheschrank. Auf schwarzem Grund leuchtet jedes Ornament, als stünde eine Kerze gleich daneben.
Das Muster mit der größten Spannweite ist die Åttebladrose, die achtblättrige Rose, ein altes Muster aus dem Norden. Gewebt ist sie in Rot und im Naturton, vom Tischset über den Läufer und die Mitteldecke bis zur großen Tischdecke. Dazu kommen Geschirrtücher in zwei Größen, sodass sich ein ganzer Tisch in ein und demselben Muster decken lässt. Der rote Tischläufer mit Achtblattrose bringt mit einem Handgriff Farbe auf das Holz.
Aus dem winterlichen Garten vor dem Fenster kommen die Motive Domherre und Julia. Domherre zeigt einen Dompfaff, den man auch Gimpel nennt, auf Tannenzweigen, Julia die Stechpalme mit roten Beeren und Farn in winterlichem Grün. Beide Motive kommen ohne Kugeln und Sterne aus und dürfen deshalb liegen bleiben, wenn der Januar grau vor dem Fenster steht und der Baum längst abgeschmückt ist.
Julnatt, die Weihnachtsnacht, setzt rote und weiße Kugeln, Herzen, Tannenbäume, Pfefferkuchen und Schneeflocken auf schwarzen Grund. Am Abend, wenn außer den Kerzen kein Licht mehr brennt, tritt das Muster fast plastisch hervor. Auf einem hellen Holztisch liegt ein Julnatt-Läufer dann wie ein Band aus Weihnachtsmarkt zwischen den Tellern.
Die Tomtar, die Wichtel der schwedischen Weihnacht, bevölkern Tomtemöte und Långtomtar, während Tomtebyn ein verschneites Dorf mit roten Häusern zeigt. Das Tischset mit Wichteln bringt sie an jeden einzelnen Platz. Vom Luciafest erzählt das Tischset mit Lucia-Prozession, gewebt in Winterweiß, Kerzengelb und festlichem Rot.
Aus einer ganz anderen Werkstatt stammt das Geschirrtuch mit goldenem Weihnachtsbaum, einem geschmückten Baum, ruhig und feierlich gezeichnet. Zwischen all dem Gewebten zeigt es, wie festlich ein Druck in Gold auf schlichter Baumwolle wirken kann.
Die Tischgröße entscheidet zwischen Tischdecke, Mitteldecke und Läufer
Welche weihnachtliche Tischdeko zum eigenen Tisch passt, entscheidet zuerst seine Größe, denn Tischdecke, Mitteldecke, Tischläufer und Tischset bedecken jeweils einen anderen Teil der Fläche. Die große Tischdecke misst 150 mal 150 Zentimeter, liegt über der ganzen Platte und gibt dem Festessen einen ruhigen Grund, auf welchem Teller, Gläser und Kerzen ihren Platz finden.
Die Mitteldecke von 80 mal 80 Zentimetern bedeckt die Tischmitte und lässt das Holz rundherum frei. Das passt zum Couchtisch, zum kleinen Küchentisch oder als Unterlage für den Adventskranz. Die Tischläufer sind 35 Zentimeter breit und zwischen 80 und 140 Zentimeter lang, ein breiterer Läufer von 50 mal 150 Zentimetern zieht sich über lange Tafeln.
Das Tischset im Format 35 mal 48 Zentimeter markiert den einzelnen Platz und schützt die Tischplatte vor Kratzern und Flecken. Wie die große Decke dämpft es außerdem das Klappern von Geschirr und Besteck. Eine schöne Holzplatte kommt deshalb mit Läufer und Sets zur Geltung, während die Decke den ganzen Tisch festlich einkleidet.
Danach entscheidet das Muster über die Stimmung am Tisch, und ein durchgehendes Ornament wie die Achtblattrose wirkt ruhig und verträgt sich mit buntem wie mit weißem Geschirr. Ein Bildmotiv mit Wichteln, Vögeln oder Lucia erzählt dagegen eine kleine Geschichte und kommt neben schlichtem weißem Porzellan und einer roten Kerze am deutlichsten zur Geltung.
Bei den Geschirrtüchern lohnt ein Blick auf das Maß, denn die kleinen Tücher um 35 mal 50 Zentimeter sind handlich für Gläser und Besteck. Die großen bis 50 mal 70 Zentimeter schaffen auch das Abtrocknen nach dem Festessen, wenn sich Bräter, Schüsseln und Dessertteller neben der Spüle stapeln. Ganzjährige Muster für die übrigen Monate stehen unter Tischdecken und Tischläufer fürs ganze Jahr.
Eine Weberei in Horred und eine Siebdruckwerkstatt in Hamburg
Fast alles auf dieser Seite kommt aus Horred, wo Ekelund seine Tischwäsche webt, und zwar vollständig in Schweden. Das Haus nennt sich selbst wohl die älteste Weberei des Landes. In diesem Satz steckt ein bescheidenes „wohl“, welches gut zu einem Betrieb passt, der seine Muster lieber für sich sprechen lässt.
Christer Ekelund ist der Erfinder jenes Webverfahrens für mehrfarbige Stoffe, von dem oben die Rede war, und 1997 meldete die Weberei es zum Patent an. Die Motive entwerfen Designerinnen für das Haus, Domherre etwa stammt aus dem hauseigenen Designstudio. Wer die Weberei und ihre Weihnachtsmuster näher kennenlernen möchte, findet beides unter Weihnachten wie in Schweden von Ekelund.
Die zweite Werkstatt sitzt in Hamburg, wo Anna Upleger im Sommer 2010 das Label 17;30 gegründet hat. Heute führt Quinn Upleger das Haus, in welchem die Motive gestaltet und im Siebdruck von Hand auf Geschirrtücher gebracht werden. Die Tücher aus reiner Baumwolle werden in Indien gewebt und in Hamburg bedruckt. Weil jeder Druck ein eigener Handgriff ist, fällt jedes Tuch ein wenig anders aus.
Für diese Seite haben wir aus beiden Werkstätten Stücke ausgesucht, die zusammen einen ganzen Tisch decken, von der großen Decke über Läufer und Sets bis zum Tuch am Herd. Gewebtes und Gedrucktes vertragen sich dabei gut, denn das Gold des Hamburger Baums greift die Kerzenfarben auf, und das Rot der Achtblattrose antwortet den roten Beeren der Stechpalme.
Ein Tischläufer genügt für den Adventskaffee, die Tischdecke kommt zum Festessen
Fang mit dem Läufer an, sobald der erste Advent näher rückt, denn Tischdeko zu Weihnachten darf klein beginnen und mit den Wochen wachsen. Leg ihn längs über den Tisch oder quer vor die Plätze, direkt aufs Holz oder über eine schlichte Tischdecke. Dann stell Kerzen, ein paar Tannenzweige und einen Teller mit Weihnachtsgebäck für den Adventskaffee darauf. Ein kurzer Läufer liegt auch schön auf der Kommode im Flur oder auf dem Couchtisch.
Für das Frühstück an den Adventssonntagen reichen Tischsets, eines für jeden Platz. Misch ruhig die Motive, ein Set mit Wichteln neben einem mit Dompfaff und eines mit der roten Rose dazwischen. Die gemeinsame Webart hält den Tisch zusammen, auch wenn jedes Bild eine andere Geschichte erzählt.
Zum Festessen am Heiligabend kommt dann die große Decke auf den Tisch, in Rot, wenn es feierlich werden soll, im Naturton, wenn Teller, Servietten und Kerzen die Farbe bringen. Darauf weißes Geschirr und etwas Tannengrün, und der Tisch ist bereit für das Menü, zu welchem du Anregungen unter Ideen für das Festtagsmenü findest. Wer am Vorabend Gäste hat, stellt Becher mit Glühwein und Punsch auf den Läufer.
Wenn du eine abwaschbare Decke suchst, hilft ein anderer Gedanke weiter. Die Tischwäsche hier ist gewebter Stoff ohne Beschichtung und darf nach dem Fest bei bis zu 60 °C in die Maschine. Nach dem Waschen schüttelst du sie kräftig aus und hängst sie auf, einen Läufer ziehst du noch feucht in Form, dann liegt er im nächsten Advent wieder glatt.
Das Geschirrtuch mit Wichteln, Vögeln oder goldenem Baum darf auch dann in der Küche hängen bleiben, wenn gerade nichts abzutrocknen ist, oder es liegt gefaltet unter der Plätzchendose. Zum Adventskaffee bei Freunden wird es zu einem Mitbringsel, das länger bleibt als die Plätzchen.
Von Lucia bis Dreikönig liegt der Tisch im Festkleid
Mitten im Advent, am dreizehnten Dezember, feiert Schweden das Luciafest. Frühmorgens zieht Lucia mit einer Lichterkrone durch das Haus, begleitet von den Tärnor, ihren Begleiterinnen mit Kerzen in der Hand. Dazu kommen die Stjärngossar, die Sternknaben mit spitzen Hüten, alle in langen weißen Gewändern und mit Lucia-Liedern auf den Lippen.
Danach gibt es Kaffee und Lussekatter, Weizenbrötchen mit Safran, meist zu einem S gerollt und mit Rosinen besetzt. Der Brauch hat seine Wurzeln im achtzehnten Jahrhundert in Västergötland und wurde im zwanzigsten Jahrhundert zum Fest des ganzen Landes. Wer an diesem Morgen ein Lucia-Set unter die Kaffeetasse legt, holt sich ein wenig von diesem Licht an den eigenen Tisch.
Der Tomte, nach dem die Wichtel auf Tomtemöte und Långtomtar benannt sind, war ursprünglich ein Hofgeist. Sein Name kommt von tomt, dem Grundstück, und er wachte über Haus und Tiere. Die Illustratorin Jenny Nyström holte ihn in ihren Bildern zu Weihnachten ins Haus. Am Heiligabend, dem großen Festtag in Schweden, gehört der Tomtegröt dazu, ein Reisbrei, welcher seinen Namen trägt.
So wandert die Tischwäsche durch die Wochen, der Läufer zum ersten Advent, die Lucia-Sets zum Lichterfest, die große Decke zum Heiligabend. Erst nach Dreikönig, wenn der Baum hinausgetragen ist, kommt alles gewaschen und glatt gezogen in den Schrank zurück. Was sonst zum Fest gehört, vom Gebäck bis zum Likör, versammelt die Seite alles für Weihnachten.
Bis zum nächsten Advent liegt die Weihnachtsdecke dort gefaltet, und wer im November die Schranktür öffnet und das Rot zwischen den weißen Laken entdeckt, weiß sofort, welche Zeit gleich beginnt.