Jörg Geigers Cuvées verbinden Frucht mit feiner Würze
Was zeichnet Jörg Geigers Cuvées aus? Die nummerierten, alkoholfreien Kompositionen verbinden Fruchtsäfte mit Kräutern, Blüten oder Gewürzen und prickeln. Ihre Geschmacksrichtungen reichen von Rhabarberfrische über herbe Waldnoten bis zu malziger Tiefe mit Kaffee oder geröstetem Getreide.
Cuvées sind in der Manufaktur Jörg Geiger eine eigene Familie alkoholfreier Getränke für Aperitif und Essen. Jede Nummer bezeichnet eine bestimmte Rezeptur. Apfel und Birne aus schwäbischem Wiesenobst bilden häufig die Grundlage; weitere Früchte und aromatische Zutaten geben den einzelnen Sorten ihren Charakter.
Die Cuvées lassen sich nach ihrem Geschmack wählen
Die alkoholfreien Cuvées von Jörg Geiger unterscheiden sich vor allem durch das Zusammenspiel von Frucht, Säure und Würze, welches jede nummerierte Rezeptur bestimmt. Wer eine frische, säurebetonte Richtung sucht, findet sie etwa in der Nr. 23 mit Rhabarber und Apfel. Bei der Nr. 11 kommen zur Apfelfrucht die würzigen Noten von Eichenlaub. Die Nr. 25 verbindet dunkle Beeren mit dem Duft junger Douglasientriebe, während die Nr. 15 Birne und Apfel mit Kaffee zusammenführt. So lässt sich die Auswahl bereits über vertraute Aromen eingrenzen, bevor einzelne Kräuter oder Blüten ins Spiel kommen. Für den Tisch ist diese Unterscheidung hilfreich: Eine herbe, beerige Begleitung erfüllt eine andere Aufgabe als eine helle, blumige oder eine malzig geprägte. Die Nummer gehört deshalb immer zum Namen. Sie führt zur jeweiligen Komposition zurück und hilft dabei, eine gefundene Lieblingssorte beim nächsten Mal wiederzuerkennen. Das gemeinsame Prickeln verbindet die Familie, die Rezepturen sorgen für Abwechslung.
Rhabarber und Eichenlaub zeigen die frische Seite
Ein paar Gläser stehen nebeneinander auf dem Tisch, und schon beim ersten Riechen beginnt die Unterhaltung. Die säurebetonte Rhabarbercuvée Nr. 23 duftet nach Rhabarber, Apfelblüte und Rose. Frischer Apfel und ein Anklang von Vanille begleiten die anhaltende Säure. Blütenduft bedeutet hier also keineswegs, dass im Geschmack vor allem Süße wartet; Rhabarber gibt deutlich die Richtung vor.
Daneben wirkt die Nr. 11 mit ihrem satten Apfelgeschmack und zitroniger Säure anders würzig. Das Eichenlaub bringt Holznoten und Gerbstoffe hinein, jene leicht herbe Empfindung, welche nach dem Schluck bleibt. Bei der Cuvée mit Grüntee und Gartenmelisse Nr. 31 stammen die länger anhaltenden herben Noten dagegen vom Tee. Ihr Duft erinnert an Melisse und Ringelblume, der Ausklang ist rund. Drei helle Richtungen, drei recht verschiedene Ideen von Frische.
Jörg verbindet Obst mit Kaffee und Getreide
Bei Jörg Geiger darf auch die Vorratskammer mitreden. In der Cuvée mit Birne, Apfel und Kaffee Nr. 15 treffen Frucht und Röstnoten aufeinander. Das wirkt malzig, mit Anklängen von Karamell und einem rauchigen Zug. Der Kaffee bleibt als eigene Stimme erkennbar, statt hinter der Birne zu verschwinden. Für Menschen, die beim Aperitif gern etwas würziger trinken, ist das eine andere Spur als Blüten oder Beeren.
Geröstete Gerste gibt der Nr. 21 ihren weichen, malzigen Ton; Apfel, Birne, Heu und Blüten ergänzen ihn. In der Nr. 28 tritt Emmer an die Seite von Obst und Kräutern. Das Getreide bringt eine nussige Note, Giersch erinnert an Petersilie. Die Nr. 25 führt schließlich wieder nach draußen: Schlehe und schwarze Johannisbeere treffen auf Apfel, Birne und zitrische Waldnoten. Die ausdrücklich als Bio ausgewiesenen Sorten finden sich zusätzlich bei den alkoholfreien Bio-Getränken. Die Zertifizierung gehört jeweils zur einzelnen Rezeptur.
Das Essen gibt der Auswahl eine Richtung
Wenn du eine Cuvée zum Menü auswählst, hilft der Blick auf die prägende Zutat im Essen. Kaffee und geröstete Nüsse greifen die Aromatik der Nr. 15 auf; zu Tiramisu oder einem Gericht mit gerösteten Haselnüssen ist diese Verbindung besonders nachvollziehbar. Wild und Lamm bringen die beerig-herbe Nr. 25 an den Tisch. Für Fisch und Meeresfrüchte eröffnet die kräuterige Nr. 28 eine andere Möglichkeit, während Nr. 31 bei Sushi und Sashimi ihre Teearomen einbringt.
Du kannst auch mit zwei sehr verschiedenen Gläsern beginnen und zum Essen vergleichen, welches Gespräch zwischen Teller und Getränk entsteht. Gut gekühlt und im Sektglas lässt sich die Auswahl pur verkosten; bei der kaffeebetonten Nr. 15 kommt auch ein Burgunderglas infrage.
Von der ersten Vorspeise bis zum Kuchenteller
Im Frühjahr steht Rhabarber neben einer fruchtigen Vorspeise, im Herbst kommen Wild und dunkle Beeren zusammen. Später wandert der Kuchenteller in die Mitte. Solche kleinen Wechsel geben den Cuvées ihren Platz im Jahr, ohne jede Sorte auf eine Jahreszeit festzulegen. Die frische Nr. 23 begleitet auch Desserts und Kuchen, die malzige Nr. 15 führt den Gedanken bei Kaffee und Nüssen weiter.
Zur größeren Familie gehören die prickelnden alkoholfreien Getränke; die gesamte Bandbreite der Manufaktur aus Schlat reicht darüber hinaus. Hier bleiben die Nummern der rote Faden. Auf dem Tisch darf es gern ein kleiner Vergleich werden – mit Rhabarber auf der einen und Kaffee auf der anderen Seite.