Maison Fossier backt in Reims seit 1756
Maison Fossier ist die älteste Biscuiterie Frankreichs. Angefangen hat es allerdings früher, um 1690, als Bäcker in der Champagne die Restwärme ihrer Brotöfen nutzten und einen Teig ein zweites Mal buken, langsam und bei niedriger Hitze. So entstand der Biscuit Rose de Reims, jenes rosa Löffelbiskuit, welches bis heute das Wahrzeichen der Stadt geblieben ist. 1756 gründete sich in Reims unter Ludwig XV. die kleine Biscuiterie, aus welcher das heutige Haus hervorging, damals noch unter dem Namen Noël-Houzeau. Reims ist die Krönungsstadt der französischen Könige, und so lagen 1775 beim Krönungsfest Ludwigs XVI. auch ihre Kekse auf der Tafel. Das Haus wurde Hoflieferant. 1825 kam ein königliches Zeugnis mit dem Siegel Karls X. hinzu.
Den Namen Fossier trägt das Haus seit 1845
1845 übernahm der Bäcker Monsieur Fossier das Unternehmen und gab ihm seinen Namen. Von allen Keksherstellern, die Anfang des letzten Jahrhunderts noch in der Marne arbeiteten, ist Fossier mit seinen rund 100 Mitarbeitern als einziger geblieben. Das rosafarbene Gebäck ist längst zum Markenzeichen des Hauses geworden. Die Biscuit Rose de Reims schmecken zum Tee und, wie es die Tradition verrät, zu Champagner. Auch Desserts lassen sich mit ihnen verfeinern. Dazu kommen die Makronen aus Mandel und Himbeere.