Italianavera, die wahre Italienerin aus San Marzano sul Sarno
Italianavera ist die Tomatenmarke von Diana Attianese aus San Marzano sul Sarno, gegründet 2014 in der dritten Generation einer Tomaten-Familie. Vom ganzen Pomodoro bis zum fertigen Sugo vereint die Marke traditionelles Handwerk mit einem eigenständigen, oft weiblich geprägten Blick auf die neapolitanische Küche.
Die Marke Italianavera stellt Tomatenkonserven und Sughi aus der Region rund um San Marzano sul Sarno her, zwischen der Amalfiküste im Westen und dem Vesuv im Osten, einem der fruchtbarsten Anbaugebiete Kampaniens. Gegründet hat sie Diana Attianese 2014, nachdem sie zuvor als Betriebswirtin gearbeitet hatte, aber schon als Kind mit dem Konservengeschäft ihrer Familie aufgewachsen war. Der Name Italianavera, die wahre Italienerin, ist dabei Programm: für Tomaten, wie sie über Generationen von Frauen eingekocht wurden, nur in einem moderneren Gewand.
Drei Generationen Tomatenliebe
Bei Diana Attianese ist die Marke kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis dreier Generationen einer Familie, die ihr Leben der Tomate gewidmet hat. Ihr Großvater gründete einst die industrielle Konservenfirma Fratelli Attianese, ihr Vater eröffnete rund 15 Jahre später ein eigenes Unternehmen zur Tomatenverarbeitung, und Diana selbst gründete 2014 mit Italianavera ihre eigene Marke, bewusst abseits der beiden Familienbetriebe.
Aufgewachsen zwischen den Tomatenfeldern von San Marzano sul Sarno, lernte sie schon als Kind von ihrer Mutter und ihrer Tante, wie man reife Tomaten erkennt, wie man sie einkocht und welche Sorte sich für welches Rezept eignet. Diese Sommer auf den Feldern, oft schon vor Sonnenaufgang, prägten ihren Blick auf die Tomate mehr als jedes spätere Wirtschaftsstudium.
Auch die Firma Fratelli Attianese, aus der einige der San Marzano Tomaten im Sortiment stammen, reicht weit zurück, bis auf das Jahr 1959. Beide Familienzweige, Attianese und Italianavera, teilen bis heute denselben Anspruch an die Tomate, auch wenn sie unter unterschiedlichen Namen im Regal stehen. Für Kundinnen und Kunden bedeutet das: Wer die San Marzano Tomaten unter dem Namen Attianese kauft, bekommt dieselbe Sorgfalt wie bei einem der jüngeren Sughi aus Dianas eigener Produktion.
Anders als ihr Vater und ihr Großvater wollte Diana Attianese die industrielle Logik hinter sich lassen und stattdessen an das Handwerk anknüpfen, das sie als Mädchen auf den Feldern kennengelernt hatte. „Ich habe immer den intensiven Tomatenduft im Hinterkopf gehabt, den ich auf den Feldern verspürte", sagt Diana Attianese über ihre Kindheit, bevor sie mit rund 30 Jahren den Schritt in die eigene Konservenproduktion wagte.
Diesen persönlichen Anspruch hat Diana Attianese bis heute nicht abgegeben: Auch nach mehr als zehn Jahren wählt sie die Lieferanten für die Tomaten jede Saison selbst aus, bevor die Ernte beginnt.
Vom ganzen Pomodoro bis zum fertigen Sugo
Das Sortiment von Italianavera reicht von ganzen, geschälten Tomaten wie San Marzano, Datterino, Corbarino oder der gelben Pummarulella über Passata di Pomodoro bis hin zu küchenfertigen Sughi mit Basilikum, Aubergine, Oliven und Kapern oder Chili. Insgesamt umfasst die Marke mehr als 25 verschiedene Rezepturen, viele davon unter dem Familiennamen Attianese, andere unter Italianavera selbst oder unter der jüngeren Linie Napoleta'.
Jede Sorte wird zum Zeitpunkt ihrer vollen Reife von Hand geerntet, bevor sie unmittelbar danach frisch verarbeitet wird, um möglichst wenig vom ursprünglichen Aroma zu verlieren. Bei den fertigen Saucen setzt Diana Attianese zudem auf ein langsames Einkochen, bei dem sich der Geschmack binnen 10 Minuten pro Kochgang voll entfalten kann, statt auf schnelle industrielle Verfahren.
Das Ergebnis sind Sughi wie das Tomaten Sugo Mamma Mia mit handgeschnittener Aubergine, das es 2015 sogar bis zu den Finalisten der Sofi Awards in New York schaffte, oder die San Marzano Tomaten unter dem Familiennamen Attianese, die auf die noch längere Firmentradition von 1959 zurückgehen.
Drei Verpackungen, eine Philosophie
Statt der klassischen, schlichten Konservendose entschied sich Diana Attianese für auffällige, poppige Veropop-Dosen, die schon im Regal auf den ersten Blick anders wirken als gewöhnliche Tomatenkonserven. Für die jüngere Napoleta'-Linie, benannt nach einer nostalgischen Hommage an Neapel, wählte sie stattdessen kleine Milchflaschen, die an vergangene Zeiten erinnern, etwa beim Sugo alla Siciliana. Wer zum ersten Mal bei der Marke bestellt, erkennt oft schon an der Verpackung, welche Art von Sugo oder Tomate sich darin verbirgt.
Die schlichteste Sauce im Sortiment, die Tomaten Basilikum Sauce, kommt dagegen in klaren, schmucklosen Gläsern daher, ganz ohne zusätzliches Design. Diese drei Verpackungswelten stehen nicht zufällig nebeneinander: Sie erzählen jeweils eine eigene Geschichte, von der modernen, quirligen Seite der Marke über die nostalgische Erinnerung an Neapel bis zur puristischen Reduktion auf Tomate und Basilikum. Gemeinsam ist allen drei Linien dieselbe Sorgfalt bei Auswahl, Ernte und Verarbeitung der Tomaten.
Namen mit Haltung
Bei mehreren ihrer Sughi verzichtet Diana Attianese bewusst auf die eingeführten italienischen Namen der jeweiligen Rezeptur. Die Sauce aus Oliven und Kapern, klassisch als Puttanesca bekannt, heißt bei ihr Aulive und Chiappariell, schlicht Oliven und Kapern im neapolitanischen Dialekt, weil ihr der Wortstamm des gängigen Namens nicht gefiel.
Die scharfe Variante mit Chili, sonst als Arrabbiata bekannt, nennt sie stattdessen Audace, mutig oder kühn, nie zornig. Auch andere Namen im Sortiment tragen ihre eigene, oft spontane Geschichte: Das Tomaten Sugo Mamma Mia ist nach dem Ausruf benannt, den viele beim ersten Probieren nicht unterdrücken konnten.
Das Tomaten Sugo Sciue Sciue wiederum trägt den neapolitanischen Ausdruck für Einfachheit und Leichtigkeit im Namen, ohne Umwege gemacht, und das Tomaten Sugo Napule e teilt seinen Namen mit einem der bekanntesten neapolitanischen Lieder überhaupt. Diese Namensfindung ist bei der Marke kein Zufall, sondern ebenso Teil des Handwerks wie die Auswahl der Tomate selbst. Wer die Rezepturen nacheinander durchprobiert, entdeckt darin auch ein Stück gelebter Sprachgeschichte des Neapolitanischen.
Pomodoro vera, die Werte hinter der Marke
„Pomodoro vera", wahre Tomate, sagt Diana Attianese über den Anspruch, den sie an jede einzelne Rezeptur im Sortiment stellt, ganz gleich ob als ganze Frucht, als Filet oder als fertiges Sugo. Verarbeitet wird die Ernte von rund 10 Mitarbeiterinnen in der Manufaktur bei Nocera Inferiore, denn das Haltbarmachen von Tomaten war in Italien traditionell immer schon ein Handwerk der Frauen.
Ob als ganze Frucht, als Filet oder als fertiges Sugo: würzig, ehrlich und unverfälscht soll jede einzelne Rezeptur schmecken, ganz gleich unter welchem Namen sie im Regal steht. Diesen Anspruch überprüft Diana Attianese nach eigener Aussage noch immer selbst, bevor eine neue Rezeptur überhaupt in den Verkauf geht, und verkostet dafür jede Charge persönlich mit.
Genau darauf verweist auch der Markenname selbst: Italianavera, die wahre Italienerin, als Bekenntnis zu genau dieser Tradition und den Frauen, die sie über Generationen weitergegeben haben. Zusammengenommen tragen die Familien Attianese und Italianavera heute mehr als 60 Jahre Erfahrung im Umgang mit der Tomate in sich, von der ersten Konservenfirma bis zur jüngsten Sugo-Rezeptur.
Jede Konserve und jedes Sugo von Italianavera bringt dir damit nicht nur eine Zutat für die Pastaküche, sondern ein Stück der Geschichte von drei Generationen einer Tomaten-Familie aus San Marzano sul Sarno, die sich mit jeder neuen Rezeptur weiterschreibt. Das gesamte Sortiment findet sich in der Kategorie Pasta, Risotto und Sugo im Shop.