Oberhöller, handgeschöpfte Schokolade aus dem Sarntal
Oberhöller ist eine kleine Schokoladenmanufaktur aus dem Sarntal in Südtirol. Aus einer Konditorei von 1988 wurde ein Familienbetrieb, der seit 2017 bean to bar arbeitet, von der rohen Kakaobohne bis zur handgeschöpften Tafel, verfeinert mit alpinen Zutaten.
Oberhöller Schokolade steht für handgeschöpfte Schokolade und Nusscreme aus dem Südtiroler Sarntal, gemacht von der Familie Oberhöller. Aus edlen Kakaobohnen entstehen bean to bar Tafeln, Pralinen, Dragées und Streichcremes, oft verfeinert mit regionalen Zutaten wie Latschenkiefer, Zirbe oder Südtiroler Marille. Klein, familiengeführt und mit viel Handarbeit, so schmeckt hier jede Tafel nach ihrem Tal.
1988 eine Konditorei, dann die Latschenkiefer
Angefangen hat alles 1988, als Anton und Paula Oberhöller in Sarnthein eine Konditorei eröffneten.
Anton, den alle Toni nennen, lernte sein Handwerk als Konditor in Südtirol und vertiefte es an der renommierten Richemont-Fachschule in der Schweiz. Jahrelang führte er mit Paula ein gut gehendes Café mit einer traumhaften Tortenauswahl. Doch irgendwann hatte er keine Lust mehr, mitten in der Nacht aufzustehen und Torten zu backen, und dachte über etwas Eigenes nach.
Schokolade war in der Backstube ohnehin sein liebstes Material, eine seiner Spezialitäten war eine Sachertorte mit Latschenkiefer-Schokolade. Von dort war es kein weiter Weg zur eigenen Tafel.
Auf einer Wanderung durch die Sarntaler Alpen kam ihm die Idee: der harzige Duft der Latschenkiefer, eingefangen in einer Schokolade, die nach Südtirol schmeckt und die Gäste als Souvenir mit nach Hause nehmen. Die Latschenkiefer-Schokolade wurde in seiner Konditorei zum Topseller und sogar auf der Messe Tutto Food ausgezeichnet.
2010 zog Toni die Konsequenz, schloss die Konditorei und widmete sich ganz der Schokolade. Sohn Michael stieg mit ein, 2016 zog die Manufaktur in ein neues Haus in Sarnthein, und seit 2019 arbeitet auch Sohn Hannes im Betrieb mit. Aus dem Konditor wurde ein Chocolatier, aus dem Café eine Manufaktur, aus der Idee die Oberhöller Schokolade.
Heute ist aus dem kleinen Café eine Manufaktur mit Namen geworden, deren Schokolade in ganz Italien, in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu finden ist. Die Wurzeln aber liegen weiter im Sarntal.
Von der Tafel bis zur Nusscreme
Bei Oberhöller findest du zwei Welten: handgeschöpfte Schokoladentafeln und streichzarte Nusscremes, dazu Pralinen, Dragées und Bruchschokolade.
Bei den Streichcremes reicht die Spanne von der herben dunklen Schokocreme mit hohem Nussanteil über die laktosefreie Haselnuss Schokocreme und die leuchtend grüne Pistaziencreme mit 45 % Pistazien bis zur feinen Mandel Tonka Creme und der süßen weißen Schokocreme. Sechs Sorten, sechs Charaktere, alle ohne Palmöl. Alle Aufstriche findest du bei den Nusscremes.
Auf den Tafeln kommt Südtirol dazu. In der Haselnuss Schokolade stecken geröstete Piemont-Nüsse, in der Vollmilchschokolade mit Marille getrocknete heimische Aprikosen. Dazu kommen Klassiker mit Latschenkiefer, Zirbe, Südtiroler Apfel, Walnuss und Erdbeere, jede Tafel von Hand geschöpft und belegt.
Wer es feiner mag, greift zu Pralinen oder zu Dragées wie den Kakaobohnen im Schokomantel; wer teilen möchte, zur Bruchschokolade. So deckt Oberhöller Schokolade vom schnellen Frühstücksglück bis zum Geschenk viele Anlässe ab.
Dazu kommen wechselnde Saisonprodukte, etwa zu Weihnachten und Ostern, und immer wieder neue Kreationen, an denen Michael und Hannes tüfteln. Langweilig wird das Regal bei Oberhöller selten.
Was alle Sorten verbindet, ist der hohe Anteil echter Zutaten: viel Nuss in den Cremes, echte Frucht auf den Tafeln, keine künstlichen Aromen. Das schmeckt man in jedem Löffel und in jedem Stück.
Bean to bar, von der Bohne bis zur Tafel
Seit 2017 arbeitet Oberhöller bean to bar, also von der rohen Kakaobohne bis zur fertigen Tafel im eigenen Haus.
Früher wurde mit fertiger Kuvertüre von Valrhona gearbeitet, heute kaufen Toni und Michael rohe Kakaobohnen aus besten Anbaugebieten ein: aus Nicaragua, Venezuela, Ecuador und Peru, aus São Tomé, Tansania und Madagaskar, sogar von den Solomon Islands im Südpazifik. Geröstet, conchiert, temperiert wird alles selbst, danach schöpft die Familie die Schokolade von Hand.
Bean to bar heißt, dass jeder Schritt in einer Hand bleibt. Je sorgfältiger die Bohnen geröstet und je länger sie conchiert werden, desto runder und feiner wird am Ende der Schmelz. Genau diese Kontrolle über den ganzen Weg macht den Unterschied zu Schokolade aus zugekaufter Kuvertüre.
„Wir sind immer auf der Suche nach ausgefallenen Kreationen, mit Früchten und Milch aus Südtirol", sagt Hannes Oberhöller. So kommen alpine Zutaten in die Oberhöller Schokolade: Latschenkiefer und Zirbe, Südtiroler Äpfel, Walnüsse, Erdbeeren und Marillen von regionalen Obstbauern. Die Milch stammt aus Südtirol, die Nüsse aus dem Piemont, die Bohnen aus aller Welt.
Rund sechs Tonnen Schokolade und fünf Tonnen Aufstriche entstehen so im Jahr, und doch bleibt jedes Stück Handarbeit. Auf Palmöl und Konservierungsstoffe verzichtet die Manufaktur, viele Cremes sind glutenfrei, die Haselnusscreme sogar laktosefrei. Hier zählt Sorgfalt mehr als Menge.
Heute teilt sich die Familie die Arbeit: Toni steht für die Tafeln und die Entwicklung, Paula für Verpackung und den Verkauf im Geschäft in Sarnthein, Michael für Pralinen und gefüllte Tafeln, Hannes für die Aufstriche und die Rohschokolade. Ein echter Familienbetrieb, in dem jeder seinen Platz hat.
Ausgezeichnet bei den International Chocolate Awards
Für ihre bean to bar Schokoladen wurde die Manufaktur mehrfach international ausgezeichnet.
2019 gab es bei den International Chocolate Awards Silber auf Weltebene und Bronze in der italienischen Wertung, 2020 folgte erneut Bronze für Italien. Schon die allererste Latschenkiefer-Schokolade war Jahre zuvor auf der Messe Tutto Food prämiert worden.
Die International Chocolate Awards zeichnen weltweit die besten handwerklichen Schokoladen aus, gerade im Bereich bean to bar. Dass eine so kleine Manufaktur aus dem Sarntal dort mehrfach auf dem Treppchen steht, ist keine Selbstverständlichkeit.
Dazu kommen das Qualitätszeichen Südtirol, das für geprüfte regionale Herkunft steht, und Rainforest-Alliance-zertifizierter Kakao für einen verantwortungsvolleren Anbau. Für einen so kleinen Familienbetrieb ist das eine ganze Reihe. Alle Achtung.
Unsere Favoriten aus dem Sortiment
Wenn du Oberhöller Schokolade zum ersten Mal probierst, ist eine Nusscreme ein guter Anfang.
Die Pistaziencreme mit ihren 45 % Pistazien schmeckt pur vom Löffel, die Mandel Tonka Creme aufs Frühstücksbrot und die Haselnuss Schokolade zum Nachmittagskaffee. Übrigens ist die Mandel Tonka Creme das Lieblingsprodukt von Hannes, was einiges über sie verrät.
Wer Südtirol verschenken möchte, kombiniert eine Tafel mit Fruchtaufstrichen von Alpe Pragas, die ebenfalls aus Südtirol kommen. Eine Tafel Schokolade, ein Glas Creme, dazu ein Fruchtaufstrich, und schon hat man ein kleines Stück Sarntal im Paket.
Zum Frühstück, zum Kaffee, als Mitbringsel oder im Geschenkkorb, die Cremes und Tafeln von Oberhöller passen zu vielen Gelegenheiten. Und weil alles ohne Palmöl und Konservierungsstoffe auskommt, kannst du guten Gewissens zugreifen.
Wer im Urlaub in Südtirol unterwegs ist, kann die Manufaktur in der Handwerkerzone von Sarnthein besuchen und sich durch das Sortiment kosten. Alle anderen holen sich das Sarntal einfach nach Hause.
Am schönsten probierst du dich einfach durch das ganze Sortiment. Lass dich überraschen, wie viel Südtirol in einer Tafel Schokolade und in einem Löffel Creme stecken kann.