Dutchdeluxes, Küchengerät aus Leder und Holz aus den Niederlanden
Dutchdeluxes ist eine niederländische Marke für Küchen- und Tischzubehör aus vier natürlichen Materialien: Leder, Holz, Baumwolle und Keramik. Bekannt wurde sie mit handgenähten Lederschürzen und mit massiven Servierbrettern aus Eiche und Walnuss, die im Haus Bread Boards heißen.
Dutchdeluxes ist die Marke, die Küchenzubehör wie ein Modehaus denkt: Schürzen mit Schnitt und Farbe, Bretter mit ergonomischem Griff, Ofenhandschuhe aus Vollnarbenleder. Gegründet wurde sie 2013 in Eindhoven von einem Paar, das zuvor zwanzig Jahre lang ein Einrichtungsbüro führte und mitten in der Finanzkrise seinen zweiten Traum wagte. Der Anspruch steckt schon im Markenmotto, das über allem steht: extraordinary Dutch products.
Ein Einrichtungsbüro entdeckt die Küche
Am Anfang stand keine Manufaktur, sondern ein Innenarchitekturbüro. Zwanzig Jahre lang hatte das Gründerpaar Räume für andere Menschen entworfen, ehe es 2013 in Eindhoven die eigene Marke startete. Die Leidenschaft für gutes Essen und die für Gestaltung ließen sich nicht länger trennen.
Der Zeitpunkt war denkbar ungünstig, denn die Finanzkrise lag über Europa und niemand wartete auf teures Küchenzubehör. Genau deshalb legte die Marke von Beginn an fest, was sie nicht sein wollte: kein weiteres Sortiment aus Tellern, keine gewöhnliche Ware. Was in die Kollektion aufgenommen wurde, musste am Herd etwas taugen und auf dem Tisch etwas hermachen.
2017 entdeckte der niederländische Haushaltswarenhersteller Brabantia die Marke auf der Frankfurter Messe Ambiente und stieg ein. Mitte 2023 übernahm Kees van Elderen Dutchdeluxes von Brabantia und führt sie seither allein. Die Marke ist damit in dritter Hand und trägt ihren Namen weiter durch mehr als vierzig Länder.
Was sich über die Jahre nicht geändert hat, ist die Reihenfolge der Fragen. Zuerst wird geprüft, ob ein Gegenstand seine Arbeit tut, dann erst, wie er dabei aussieht. Diese Reihenfolge ist ungewöhnlich für ein Haus, das aus der Gestaltung kommt, und sie erklärt, warum die Bretter dick und die Schürzenriemen breit sind.
Vier Materialien und kein fünftes
Dutchdeluxes hat sich auf vier natürliche Werkstoffe festgelegt und weicht davon nicht ab: Leder, Holz, Baumwolle und Keramik. Seit 2025 kommt Glas für die Bar dazu, sonst hat sich an der Liste in über einem Jahrzehnt nichts geändert.
Das Leder stammt aus Italien und ist Vollnarbenleder, also die oberste Schicht der Rindshaut mit ihrer gewachsenen Narbung. Diese Schicht ist die dichteste und zugleich die einzige, die eine echte Patina entwickelt. Geprüft ist sie nach REACH, der europäischen Verordnung über Chemikalien in Erzeugnissen.
Beim Holz arbeitet das Haus mit massiver Eiche, Walnuss und Akazie und behandelt jedes Brett ab Werk mit Traubenkernöl und Bienenwachs. Beides ist lebensmittelecht und gibt weder Geruch noch Geschmack ab, weshalb ein neues Brett sofort benutzt werden kann. Die Baumwolle für die Schürzen ist mit einem kleinen Anteil Elastan versetzt, damit der Stoff mitgeht, wenn sich jemand über den Topf beugt.
Keramik ist der vierte Werkstoff und kommt bei Tellern, Schalen und Auflaufformen zum Einsatz. Sie folgt derselben Linie wie das Leder: gedeckte Farben, ruhige Formen, nichts, was einem Gericht die Schau stiehlt. Seit 2025 gehören auch Karaffen und Gläser dazu, mit denen die Marke den Tisch bis zum Getränk hin ausstattet.
Schürzen, Bretter und was dazwischen liegt
Die bekannteste Warengruppe sind die Schürzen, und sie gibt es in mehreren Reihen. Der Zipper Style trägt eine Brusttasche mit Reißverschluss, die BBQ-Reihe zwei Karabiner und eine Schlaufe fürs Handtuch, der Suspender Style verstellbare Hosenträger, die im Rücken kreuzen. Die Lederschürze in Schwarz und die Canvas Schürze mit Hosenträgern stehen für die beiden Enden dieser Familie.
Die Bread Boards sind die zweite Säule und in den Niederlanden gefertigt. Es gibt sie als kleines Rechteck für eine Person, als große quadratische Platte und als lange schmale Bahn von siebzig Zentimetern, auf der eine ganze Tafel Platz findet. Das lange Brett aus Eiche und das kleine aus Walnuss zeigen, wie unterschiedlich zwei Hölzer wirken können.
Dazu kommen Ofenhandschuhe und Topflappen aus Leder, Küchenhelfer aus Akazienholz vom Wender bis zur Zange, Untersetzer, Brotkörbe und Tabletts, Geschirr aus Keramik, Weinkühler, Karaffen und seit kurzem Gläser. Auch die Pflegemittel für Leder und Holz gehören zum eigenen Programm. Was davon gerade bei uns liegt, siehst du unten im Produktraster.
Die Küchenhelfer aus Akazie sind ein Sortiment für sich und werden auch als achtteiliges Set geführt. Wender, Schaumlöffel, Spatel und Zange folgen alle derselben Form, mit runden Griffen und weich auslaufenden Kanten. Akazie ist ein vergleichsweise weiches Holz und deshalb die richtige Wahl neben beschichteten Pfannen, in denen ein Metallwender nichts verloren hat.
Warum ein Brett zwei Seiten hat
Die Bread Boards sind ausdrücklich für beide Seiten gemacht: Auf der einen wird geschnitten, die andere bleibt für die Präsentation frei. Das klingt nach einer Kleinigkeit und entscheidet doch darüber, ob ein Brett nach zwei Jahren noch auf den Tisch darf.
Ein Griff sitzt an fast jedem Brett, dazu ein Lederband zum Aufhängen. Damit wandert es vom Haken direkt an den Tisch, ohne den Umweg über eine Platte. Wer schon einmal eine Käseauswahl über einen langen Tisch geschoben hat, kennt den Unterschied zwischen einem Brett mit Griff und einem ohne.
Bei den Lederwaren übernimmt eine schmutzabweisende Beschichtung dieselbe Aufgabe. Öl und Marinade bleiben auf der Oberfläche stehen, ein feuchtes Tuch nimmt sie wieder auf, und darunter kommt dasselbe Leder zum Vorschein. Genau deshalb wird eine Lederschürze mit den Jahren schöner, während eine Baumwollschürze nach dem dritten Grillabend gezeichnet ist.
In die Spülmaschine darf von alldem nichts. Holz zieht sich dort auf, Leder trocknet aus, und beides nimmt Schaden, bevor der erste Winter vorbei ist. Ein feuchtes Tuch, gelegentlich etwas Öl für das Holz und eine Lederpflege für die Schürze halten die Stücke über Jahre in Form, und mehr verlangt der Hersteller auch nicht.
Küche und Tisch, Zuhause und Gastronomie
Die Kollektion ist von Anfang an für beide Welten gedacht, für die eigene Küche wie für Restaurants und Bars. Deshalb sind die Maße großzügig, die Riemen verstellbar und die Materialien so gewählt, dass sie täglichen Gebrauch aushalten.
Als Geschenk hat sich das Sortiment seinen Platz ebenfalls erarbeitet, weil vieles davon in einer Box geliefert wird und niemand die Größe treffen muss. Eine Schürze passt allen, ein Brett passt in jede Küche, und ein Paar Ofenhandschuhe aus Leder findet sich unter deutschen Weihnachtsbäumen deutlich seltener als der zwanzigste Topflappen aus Baumwolle.
Im Shop findest du die Marke in mehreren Ecken wieder: bei den Schürzen und Handschuhen, bei den Schneidebrettern und im Grillzubehör. Wer einmal an einer dieser Schürzen hängen geblieben ist, kommt für das passende Brett ohnehin zurück.