Amaretti Virginia – weiche Amaretti aus Sassello
Amaretti Virginia ist eine familiengeführte Konditorei aus dem ligurischen Sassello, welche seit 1860 weiche Amaretti backt. Aus Aprikosenkernen, süßen und bitteren Mandeln und etwas Honig entstehen zart-saftige Amaretti im bunten Papier, prämiert auf den großen Weltausstellungen und heute in über 20 Ländern zu Hause.
Amaretti Virginia steht seit 1860 für weiche Amaretti aus Sassello, einem kleinen Bergstädtchen im Hinterland der ligurischen Küste. Was als Backstube am Dorfplatz begann, wurde so bekannt, dass die Piazza davor auf alten Postkarten nur die Piazza degli Amaretti Virginia hieß. Bei nur Gutes haben wir uns die weichen Amaretti dieser Traditionsmarke ausgesucht, zart, duftig, aus wenigen guten Zutaten.
1860, eine Backstube am Dorfplatz
Die Geschichte von Amaretti Virginia beginnt 1860 in Sassello, einem Städtchen zwischen den ligurischen Bergen und der Riviera di Ponente.
Rundherum liegen Kastanien- und Buchenwälder, und mittendrin, an der Piazza, stand die kleine Backstube, in der die ersten weichen Amaretti nach der Rezeptur der Casa Virginia entstanden. Schnell wurde der Laden zum Treffpunkt für Einheimische wie Reisende, denn der Duft nach frisch gebackenen Amaretti lag Tag für Tag über dem Platz.
So sehr, dass dieser Platz auf den Postkarten jener Zeit einen eigenen Namen trug, die Piazza degli Amaretti Virginia. Und weil der gute Name bald überall Nachahmer fand, ließ die Gründerfamilie die Marke Virginia schon 1897 unter den Gesetzen des Königreichs Italien schützen. So früh wusste man, was man an diesen Amaretti hatte.
In Sassello gehört der Amaretto zum Ort wie der Kirchturm, und die Rezeptur der Casa Virginia wurde früh zum Maßstab. Wer hier aufwuchs, kannte den Duft aus der Backstube, das Knistern des Papiers, den ersten weichen Bissen. Aus dieser Nähe zwischen Ort und Gebäck erklärt sich, warum die Marke bis heute so eng mit ihrem Städtchen verbunden ist.
Weiche Amaretti im bunten Papier
Im Mittelpunkt stehen die weichen Amaretti, einzeln von Hand in buntes Papier gedreht.
Sie duften nach feinen Aprikosenkernen und Mandeln, nach einem Hauch Honig, außen zart, innen weich und feucht. Das unterscheidet sie von den harten, knackigen Amarettini, die man aus dem Kaffeehaus kennt. Neben dem Klassiker gibt es fruchtige Varianten, etwa mit kandierter Zitrone oder Orange, die den mandelherben Kern hell und frisch begleiten.
Die Farben stehen für die verschiedenen Sorten, und im bunten Durcheinander einer offenen Dose sieht das aus wie ein kleiner Konfettiregen. Für Gäste stellst du die Amaretti einfach so auf den Tisch, zum Kaffee, zum Dessertwein oder zwischendurch, und schaust zu, wie schnell die Schale leer wird. Kinder mögen die weichen Amaretti ohnehin, allein schon, weil das Auswickeln so schön knistert.
Die bunten Papiere sind das Markenzeichen der weichen Amaretti, jede Farbe ein kleiner Gruß. Es gibt sie lose gewickelt, in der Tüte und in hübschen Metalldosen, welche sich später prima für Tee, Knöpfe oder Kleinkram weiterverwenden lassen. So wird schon die Verpackung zur Einladung, sich durch die Sorten zu probieren.
Bei nur Gutes fangen wir bewusst mit den weichen Amaretti an, jenem Stück Italien, das die Marke berühmt gemacht hat, auch wenn Virginia längst mehr kann, von Trüffel-Pralinen bis zum weihnachtlichen Panettone. Weiteres italienisches Süßgebäck findest du bei uns gleich nebenan.
Aprikosenkerne und Mandeln, ein altes Rezept
Hinter den weichen Amaretti steckt ein Rezept, das seit über 160 Jahren kaum verändert wurde.
Der Charakter entsteht aus der strengen Auswahl der Zutaten, aus sorgfältig ausgewählten Aprikosenkernen und feinen Mandeln, welche dem Gebäck seinen typischen, mandelherben Duft geben. Feinster Honig rundet die Masse ab und hält die Amaretti innen schön saftig. Es sind wenige Zutaten, aber jede muss stimmen.
Aus fein gemahlenen Aprikosenkernen und Mandeln, Zucker und Eiweiß wird eine geschmeidige Masse gerührt, zu kleinen Kugeln gesetzt und nur so lange gebacken, bis sie außen eine hauchdünne, leicht rissige Kruste tragen. Innen bleiben sie weich und feucht, genau das meint das italienische Wort morbidi. Diese Balance aus zarter Hülle und saftigem Kern ist die eigentliche Kunst.
Bis heute wird in Sassello nach den alten Rezepturen der Casa Virginia gearbeitet, familiengeführt und der Herkunft treu. „Amaretti, i love you", so wirbt die Marke für sich selbst, und diese Zuneigung schmeckt man in jedem einzelnen Stück. Ein schönes Beispiel dafür, dass ein altes Haus jung bleiben kann, wenn es sein Handwerk ernst nimmt.
Goldmedaille in Paris, 1911
Schon früh wurden die weichen Amaretti auf den großen Weltausstellungen ausgezeichnet.
Bei den Colombiadi in Genua gab es 1892 Diplome und eine Medaille erster Klasse, 1911 in Paris eine Goldmedaille mit besonderer Auszeichnung, dazu Ehrungen in Arcachon 1897, Turin 1898 und Genua 1903. Die Medaillen und Diplome von damals werden bis heute im Firmenarchiv aufbewahrt, ein kleines Museum der eigenen Geschichte.
Zwischen jenen Weltausstellungen und heute liegen zwei Weltkriege und viele Moden, doch die weichen Amaretti haben alles überdauert. Dass die Medaillen von damals noch im Archiv liegen, erzählt weniger von Eitelkeit als von einer langen, geraden Linie, gleiche Zutaten, gleiche Sorgfalt, gleicher Ort.
Aus der Backstube am Dorfplatz ist längst eine Marke mit Weltruf geworden, präsent in über 20 Ländern, von Deutschland und Frankreich bis Japan und Australien, mit rund der Hälfte der Produktion für den Export. Und doch bleibt der Ausgangspunkt derselbe, ein Amaretto aus Sassello, von Hand in buntes Papier gedreht.
Wir mögen sie zum Espresso
Am liebsten mögen wir die weichen Amaretti ganz klassisch, zum Espresso nach dem Essen.
Ein Amaretto zum kleinen Schwarzen, mehr braucht ein guter Moment am Nachmittag nicht. Wir lieben sie auch zu einem Glas Vin Santo oder Moscato, in das man das Gebäck kurz eintaucht, und zerbröselt über Vanilleeis oder Panna Cotta werden sie zum schnellen Dessert. Wer mag, reicht ein Stück gute Schokolade dazu.
Bei nur Gutes, seit 2002 dein Versand für ehrliche Spezialitäten, haben wir die weichen Amaretti darum gern ins Sortiment geholt. Als kleines Mitbringsel macht das bunte Papier ohnehin Freude, und so sind die Amaretti auch ein feiner Gedanke für eine Geschenkidee.
Magst du italienisches Gebäck, probier dazu die apulischen Taralli von Terre dei Trulli, und zwischen all den süßen Kleinigkeiten bleibt Virginia ein echter Geheimtipp. Probier dich durch und lass dich von Sassello überraschen.