Azienda Guerrieri, Wein und Pasta aus den Marken seit 1800
Azienda Guerrieri ist ein Familienbetrieb in den Marken, der seit 1800 Wein, Pasta, Olivenöl und Honig auf demselben Gut am Fluss Metauro erzeugt. Heute führt Luca Guerrieri den Betrieb mit seinen Kindern Alberto und Maria Giulia in der 6. Generation, naturnah bewirtschaftet seit 2004.
Azienda Guerrieri bewirtschaftet 207 Hektar zwischen den Hügeln von Pesaro und der Adriaküste, mit Wein, Weizen, Oliven und Bienenstöcken auf demselben Boden. Was auf dem Gut wächst, wird dort auch verarbeitet, von der Sangiovese-Traube bis zum Hartweizenkorn für die eigene Pasta. Wenn du dich durch das Sortiment probierst, schmeckst du an jeder Stelle dasselbe Fleckchen Erde, ob im Glas Wein, auf dem Teller Pasta oder im Löffel Honig.
Seit 1800 am Metauro, heute in der 6. Generation
Seit 1800 bewirtschaftet die Familie Guerrieri ihr Gut am Fluss Metauro, wenige Kilometer von der Adriaküste entfernt, mitten in den Hügeln von Pesaro. Über mehr als zweihundert Jahre hinweg hat sich hier wenig an der Grundidee geändert, auch wenn sich die Anbaumethoden mit jeder Generation weiterentwickelt haben. Damals wie heute liegen Weinberge, Weizenfelder und Olivenhaine auf demselben Gut nebeneinander, keine Spezialisierung auf eine einzige Kultur.
Heute liegt die Verantwortung bei Luca Guerrieri und seinen Kindern Alberto und Maria Giulia, die den Betrieb gemeinsam in der 6. Generation führen. „Wer das Land pflegt, pflegt die Seele", sagt Luca Guerrieri über das Familienmotto, das bis heute die Entscheidungen auf dem Hof prägt, von der Rebschnitt-Saison im Winter bis zur Weinlese im Herbst.
Aus einem klassischen Landwirtschaftsbetrieb mit Wein, Weizen und Oliven ist über die Generationen ein Gut geworden, das seine Rohstoffe selbst weiterverarbeitet, statt sie nur anzubauen und zu verkaufen. Der Schritt vom reinen Rohstofflieferanten zum Hersteller mit eigenen Etiketten war dabei kein einzelner Moment, sondern das Werk mehrerer Generationen. Erst kam der eigene Wein unter eigenem Namen, später die Pasta aus dem eigenen Getreide, zuletzt Öl und Honig als eigene Linien.
Wein, Pasta, Olivenöl und Honig aus einer Hand
Vier Produktlinien tragen den Namen Guerrieri im Shop, alle vom selben Gut, alle aus demselben naturnahen Anbau, und doch könnten sie unterschiedlicher kaum sein. Was sie verbindet, ist nicht eine einzelne Rezeptur, sondern dieselbe Sorgfalt bei der Auswahl der Rohstoffe, ob Traube, Getreidekorn, Olive oder Blüte.
Bei der Pasta setzt das Gut neben klassischem Hartweizen auf Senatore Cappelli, eine historische, 1915 selektierte Weizensorte mit meterhohen Halmen und geringem Ertrag, gefertigt in einer befreundeten Manufaktur in Fano seit über 40 Jahren. Dazu zählen Spaghetti n.7 aus Senatore Cappelli und die klassische Strozzapreti aus reinem Hartweizen.
Beim Öl stehen ORO Olivenöl mit milderem, rundem Charakter und VERDE Olivenöl mit grünerer, schärferer Note für zwei verschiedene Erntezeitpunkte, beim Honig Miele Millefiori für den Wiesenblütenhonig des Guts, gesammelt von Bienenstöcken zwischen den Rebzeilen. Wenn du eher zum Wein greifst, reicht das Sortiment vom jungen Bianchello bis zu den beiden Flaggschiffen Guerriero della Terra und Guerriero del Mare, dazwischen liegen Rosé, Frizzante und die gereifte Riserva-Linie Galileo mit zwei aktuell erhältlichen Jahrgängen.
207 Hektar, naturnah bewirtschaftet seit 2004
Von den 207 Hektar des Guts sind 48 Hektar mit Reben bepflanzt, 30 Hektar mit Olivenbäumen und 120 Hektar mit Weizen, der Rest verteilt sich auf Hofstellen und Wege zwischen den Parzellen. Diese Aufteilung ist über Jahrzehnte gewachsen und wird von Generation zu Generation nur behutsam angepasst, nie grundlegend verändert. Auch die Bienenstöcke für den Honig stehen mitten zwischen den Rebzeilen, statt an einem eigenen, abgetrennten Standort.
Seit 2004 verzichtet die Familie auf chemische Düngemittel und Pestizide, auch wenn der Betrieb nicht bio-zertifiziert ist. „Wir wollten weniger eingreifen, nicht mehr kontrollieren", erklärt Maria Giulia Guerrieri die Entscheidung, die damals noch ungewöhnlich war. Die Ernte erfolgt für Wein und Oliven größtenteils von Hand, auch bei den ältesten Rebstöcken, die für den Guerriero della Terra und den Guerriero del Mare reserviert bleiben.
Diese Kombination aus mehreren Kulturen auf einer Fläche, Reben, Weizen, Olivenbäume und Bienenstöcke, ist in den Marken nicht selbstverständlich und prägt bis heute, wie auf dem Gut gearbeitet wird. Wo andere Betriebe sich auf eine Kultur spezialisiert haben, hält Azienda Guerrieri bewusst an der Vielfalt fest, auch wenn das mehr Arbeit und mehr unterschiedliches Wissen verlangt als ein reiner Weinbaubetrieb.
Bis zu 99 Punkte für den Guerriero della Terra
Der Guerriero della Terra, die rote Cuvée aus 95 % Montepulciano und 5 % Sangiovese, wurde in mehreren Jahrgängen zwischen 2019 und 2022 mit bis zu 99 von 100 Punkten vom italienischen Weinkritiker Luca Maroni bewertet, eine Wertung, die nur wenige Weine aus der Region erreichen.
Diese Wertung wiederholte sich über mehrere Jahrgänge hinweg, was für die Konstanz der ältesten Rebstöcke des Guts spricht, aus denen die Cuvée jedes Mal aufs Neue entsteht, ohne dass sich am Ausbau im französischen Eichenfass etwas ändert. Beide Weine, der Guerriero della Terra und sein weißes Gegenstück, entstehen bewusst nur in ausgewählten Jahrgängen und werden nicht jedes Jahr neu abgefüllt.
Auch der Guerriero del Mare, das weiße Gegenstück aus Bianchello, gilt unter Kennern der Region als einer der dichtesten und langlebigsten Weißweine der Marken, auch wenn er seltener in der Fachpresse auftaucht als sein rotes Pendant. Beide zusammen bilden das Spitzenpaar des Guts und stehen dafür, was auf den ältesten, am sorgfältigsten gepflegten Parzellen des Betriebs möglich wird, wenn Zeit und Geduld keine Rolle spielen.
Der Guerriero della Terra zu einem Sonntagsbraten
Zu einem langsam geschmorten Rinderbraten oder zu gereiftem Pecorino zeigt der Guerriero della Terra seine ganze Statur, kräftig, dicht und samtig zugleich, wenn ein Wein mit Format gefragt ist. Auch zu Wildgerichten oder zu einer dunklen Pastasauce mit Trüffel macht er eine gute Figur, vorausgesetzt, das Gericht hat selbst genug Kraft, um mitzuhalten.
Für einen leichteren Abend passt der Rosa dei Venti gut gekühlt zu Antipasti oder einer Platte mit gegrilltem Gemüse, und die Pasta aus Senatore Cappelli hält auch kräftigen Saucen stand, ohne ihre eigene Textur zu verlieren. Zwischen diesen beiden Polen, kräftigem Rotwein und leichtem Rosé, findet sich für fast jeden Anlass ein passender Guerrieri-Wein im Sortiment. Wer noch weiter durch italienische Weine stöbern möchte, wird bei Lusvardi fündig, einem Familienbetrieb aus der Emilia-Romagna mit ganz eigenem Charakter.
Das ganze Sortiment der Azienda Guerrieri und weitere Erzeuger aus Italien gibt es im Shop von nur Gutes zu entdecken, von der ersten Flasche Rosé bis zur letzten Kugel Pasta im Regal.