Frankreich versammelt französische Spezialitäten von der Bretagne bis zur Provence
Frankreich steht bei nur Gutes für gesalzene Butter aus Saint-Malo, Jahrgangssardinen aus Quiberon und Senf aus Beaune und Orléans. Dazu kommen Ursprungsschokolade aus Voiron, Champagner aus Urville und Béthon, Tee aus Paris und Limonade aus Morteau. Für den Tisch weben die Vogesen Jacquard-Wäsche, und aus der Picardie kommt emailliertes Gusseisen. Französische Spezialitäten aus Häusern, die ihr Handwerk mit Namen und Ort unterschreiben.
Französische Spezialitäten sind bei nur Gutes das, was Frankreich Region für Region auf den Tisch bringt, seit 2002 von uns in Nordhorn zusammengetragen. Wir führen Essen und Trinken aus Frankreich, von Butter und Sardinen über Senf, Konfitüre und Schokolade bis zum Champagner. Dazu kommen Wohnen und Kochen mit gewebter Tischwäsche und Brätern aus Gusseisen. Französische Delikatessen mit einem Ortsnamen auf dem Etikett, das ist der rote Faden dieser Seite.
Wo Butter und Olivenöl sich das Land teilen
Frankreich isst in zwei Hälften. Im Norden und Westen kocht man mit Butter und Sahne, im Süden mit Olivenöl, Knoblauch und Kräutern. Dazwischen macht jedes Département aus seiner Küche ein eigenes Kapitel.
In der Bretagne kommt das Salz in die Butter und die Butter in fast alles. Butter steckt im Kouign-amann ebenso wie in der Galette aus Buchweizen, zu der man Cidre aus der Schale trinkt. Die Normandie nebenan liefert Camembert, Crème und Calvados, und in Burgund ziehen Senf aus Dijon, Boeuf bourguignon und Schnecken in Kräuterbutter jeden Reisenden an den Tisch.
Weiter südlich duftet es nach Thymian und Lavendel, nach Bouillabaisse in Marseille und Tapenade aus schwarzen Oliven. Im Baskenland färbt der Piment d'Espelette die Piperade und den Schinken von Bayonne. Der Feinschmecker Brillat-Savarin brachte es 1825 auf einen Satz, sag mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist. In Frankreich fällt die Antwort bis heute je nach Region anders aus.
Was Frankreich einschenkt, vom Sancerre bis zum Cidre
Französischer Wein ist das Maß, an dem sich die halbe Welt misst, und jede Region hat die Rebsorte, welche sie berühmt gemacht hat.
Bordeaux baut auf Cabernet Sauvignon und Merlot, Burgund auf Pinot Noir und Chardonnay. Die Loire schickt Sancerre aus Sauvignon Blanc und Chenin Blanc von der Touraine, an der Rhône regieren Syrah und Grenache. Das Elsass füllt Riesling und Gewürztraminer in die schlanke Flöte. In der Champagne perlt der Schaumwein, welcher seine Feinheit der traditionellen Flaschengärung verdankt.
Bei uns kommt aus Frankreich vor allem ins Glas, was prickelt oder erfrischt. Champagner keltert Drappier seit 1808 in Urville an der Côte des Bar, mit viel Pinot Noir und wenig Schwefel. Le Brun de Neuville sitzt in Béthon in der Côte de Sézanne, wo vor allem Chardonnay auf Kreide wächst. Das Haus Pannier aus Château-Thierry steht mit seinem Champagner ebenfalls im Regal.
Ohne Alkohol erfrischt die Limonade von La Mortuacienne aus der Bügelflasche, welche die Familie Rième seit 1921 in Morteau füllt. Cidre und Poiré von Maison Sassy aus der Normandie werden aus ganzer Frucht gekeltert. Alain Milliat, Obstbauer aus Orliénas bei Lyon, füllt Säfte ab, die nach einer einzigen Sorte schmecken. Den Tee dazu füllt Kusmi seit 1917 in Paris in bunte Dosen.
Butter aus Saint-Malo, Sardinen aus Quiberon, Senf aus Beaune
Feinkost aus Frankreich kommt bei uns aus Häusern, deren Adresse man auf der Karte findet, die meisten davon in der Bretagne, dicht am Wasser.
In Saint-Malo knetet Maison Bordier die Butter nach dem Buttern noch einmal von Hand auf der Platte, im Winter länger als im Sommer. Gesalzen wird sie in Bewegung, mit fein gemahlenem statt grobem Salz. In Quiberon legt la belle-iloise seit 1932 Sardinen in die Dose, etwa die Ölsardinen mit Zitrone. Ein paar Straßen weiter kocht La Maison d'Armorine ihr Karamell mit gesalzener Butter, in Suden von 120 Kilo im Kupferkessel.
Aus Concarneau kommen die Jahrgangssardinen von Les Mouettes d'Arvor, wo rund vierzig Arbeiterinnen jede Sardine von Hand köpfen und putzen. Pont-Aven schickt die Butterkekse von Traou Mad, Guérande das Fleur de Sel, das die Paludiers am Abend von der Wasserfläche schöpfen. Am anderen Ende der Atlantikküste legt die Conserverie Jean de Luz baskischen Fisch ins Glas und schreibt den Namen des Fischers dazu.
Senf kommt gleich dreifach, denn Edmond Fallot zerdrückt die Saat in Beaune zwischen Mühlsteinen, und Martin-Pouret in Orléans ist das letzte Essighaus der Orléanaise-Methode. Maison Bornibus begann 1855 im Pariser Quartier des Halles und rührt bis heute Mayonnaise mit frischem Eigelb. Die Provence steuert Oliven von Arnaud aus Fontvieille und Mandelkuchen der Biscuiterie de Provence bei, das Languedoc die Tartines von Rue Traversette.
Gedeckt wird mit Jacquard, geschmort in Gusseisen
Frankreich hört bei uns am Tellerrand nicht auf, denn zum Essen gehört der Tisch, auf dem es steht, und der Topf, aus dem es kommt.
Le Jacquard Français webt seit 1888 in Gérardmer in den Vogesen Tischdecken, Läufer und Geschirrtücher. Die Muster liegen im Stoff selbst, Faden für Faden, exotische Früchte, Cottage-Gärten, Salzwiesen und Honigtöpfe. Le Creuset gießt seit 1925 in der Picardie Bräter aus Eisen und emailliert sie in Kirschrot, Ofenrot und Meringue. In so einem Bräter schmort ein Boeuf bourguignon, wie er soll.
Ein Geschenk aus Frankreich braucht wenig Verpackung, weil Dosen und Gläser schon welche sind. Eine Dose Tee von der Avenue Niel, die Biscuits Roses von Maison Fossier aus Reims, gebacken seit 1756, die Charlotte und Tiramisu ihr Gerüst geben, dazu eine Tafel Madagascar von Bonnat und eine halbe Flasche aus Urville. Wer die Butter dazulegt, verschenkt ein Frühstück, das noch am selben Morgen beginnt.
Menschen hinter Butter, Kakao und Sardine
Wer die Namen auf den Etiketten kennt, liest die Regale anders, und in Frankreich stehen hinter vielen Etiketten Familien in dritter oder vierter Generation.
Jean-Yves Bordier, Sohn einer Käse- und Butterfamilie, übernahm 1985 in Saint-Malo eine Molkerei von 1927. Er holte die malaxage zurück, das Nachkneten von Hand, das die Butter geschmeidig und weich macht. 2003 kürte ihn der Guide Champérard zum besten Genusshandwerker Frankreichs, 2015 ging er in den Ruhestand. Seit 2023 führt das Haus seinen Namen als Maison Bordier weiter.
In Voiron im Isère-Tal röstet die Familie Bonnat seit 1884 ihren Kakao selbst, Bohne für Bohne. Stéphane Bonnat reist bis heute zu den Plantagen, deren Namen auf seinen Tafeln stehen, von Madagascar bis zur Hacienda El Rosario. Zwischen Mai und September bleibt seine Schokolade bei uns im kühlen Lager, weil sie Hitze auf dem Postweg nicht verzeiht.
In Quiberon eröffnete Georges Hilliet 1932 mit 22 Jahren seine Konservenfabrik in Port-Maria. Heute führt seine Enkelin Caroline Hilliet Le Branchu das Haus und hält an den eigenen Läden fest, für die sich die Familie 1967 gegen den Supermarkt entschied. In Champsac im Limousin, weit weg von der Champagne, weicht Gaël Brabant bei Delouis die Senfkörner zwei Stunden ein, bevor der hauseigene Essig dazukommt.
Ein französisches Jahr auf dem Tisch
Frankreich hat für jede Jahreszeit ein Regal. Im Sommer stehen Limonade und Sardinen auf dem Balkontisch, im Herbst öffnet der Cidre die Saison der Äpfel. Im Winter kehren die Trüffel von Mathez aus dem Anjou und das Kakaokonfekt von Bruntz aus dem Elsass zurück, und Silvester gehört dem Champagner.
Zum Verschenken findest du französische Spezialitäten fertig gepackt in unseren Geschenken, vom Frühstück mit Butter und Konfitüre bis zum Abend mit Sardinen, Senf und einer Flasche aus der Champagne.
Wer weiterreisen will, wechselt in unseren Regionen das Land, und die nächste Grenze ist nah. Auf der anderen Seite der Pyrenäen beginnt Spanien, wo der Thunfisch Bonito heißt und der Paprika Pimentón. Bis dahin gilt, was jede französische Großmutter wusste, gutes Brot, gute Butter, und der Tag ist gerettet.