Nachhaltigkeit und Verantwortung

So arbeiten wir bei nur Gutes

Nachhaltigkeit ist für uns kein Trend, sondern Überzeugung

Wenn wir über Nachhaltigkeit sprechen, dann nicht, weil es gerade modern ist oder weil es auf einer Unternehmenswebsite erwartet wird. Wir sprechen darüber, weil es der Kern dessen ist, was wir seit 2002 tun. Als wir nur Gutes gegründet haben, ging es uns von Anfang an um gute Lebensmittel – und gute Lebensmittel gibt es nur, wenn die Natur, die Menschen und die Tiere mit Respekt behandelt werden.

Für uns bedeutet Nachhaltigkeit nicht, ein einzelnes Siegel auf die Website zu setzen und das Thema damit abzuhaken. Es bedeutet, in jedem Bereich unseres Unternehmens Verantwortung zu übernehmen: bei der Auswahl unserer Produkte, beim Betrieb unserer Lagerhallen und Büros, beim Versand Deiner Bestellung und bei der Frage, wie wir mit Lebensmitteln umgehen, die nicht mehr lange haltbar sind. Manche Dinge machen wir schon richtig gut, bei anderen sind wir noch auf dem Weg. Diese Ehrlichkeit gehört für uns dazu.

In den folgenden Abschnitten zeigen wir Dir, was wir konkret tun.

Erneuerbare Energie: Sonnenstrom und Erdwärme für unseren Betrieb

Ein Onlineshop für Feinkost und Wein braucht Platz – und Energie. In unseren beiden Lagerhallen und Büros in Nordhorn lagern rund 8.000 verschiedene Artikel, viele davon temperaturempfindlich. Schokolade, Wein, Olivenöl, Fruchtaufstriche und viele weitere Delikatessen müssen das ganze Jahr über unter optimalen Bedingungen aufbewahrt werden. Das erfordert im Sommer Kühlung und im Winter Wärme – und genau hier setzen wir an.

Erdwärme: Heizen und Kühlen ohne Gas und Heizöl

Unsere beiden Lagerhallen und Büros werden mit Erdwärme temperiert. Diese Geothermie-Anlage nutzt die konstante Temperatur des Erdreichs, um unsere Räume im Winter zu heizen und im Sommer zu kühlen. Das bedeutet: Wir brauchen kein Erdgas, kein Heizöl und keine klassische Klimaanlage, um unsere Produkte ganzjährig bei optimaler Temperatur zu lagern. Die Wärmepumpe der Anlage läuft mit Strom – an sonnigen Tagen auch mit Strom aus unseren eigenen Solaranlagen.

Gerade für einen Feinkost-Versand ist das ein enormer Vorteil: Unsere Schokoladen überstehen den Sommer genauso unbeschadet wie unsere Weine den Winter – und das ohne Gas oder Heizöl. Die Investition in Erdwärme war für uns eine bewusste Entscheidung für langfristige Nachhaltigkeit statt kurzfristiger Kostenersparnis.

Photovoltaik: 60 kWp Sonnenstrom vom eigenen Dach

Auf den Dächern unserer beiden Lagerhallen haben wir Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 2 × 30 kWp installiert. Den Strom, den sie erzeugen, verbrauchen wir zuerst selbst – vom Lagerlicht über die Kommissionierung bis hin zur IT-Infrastruktur, die unseren Onlineshop am Laufen hält. Was wir darüber hinaus brauchen, beziehen wir aus dem Netz.

Was wir an sonnigen Tagen an Strom nicht selbst verbrauchen, nutzen wir zum Laden unserer elektrischen Firmenwagen. So schließt sich der Kreislauf: Sonnenstrom vom Dach fließt direkt in die Mobilität unseres Teams.


Elektromobilität: Unsere Firmenwagen fahren mit Sonnenstrom

Unsere Firmenwagen sind elektrisch. Und sie werden vornehmlich mit dem Überschussstrom unserer PV-Anlagen geladen. Das heißt: Wenn die Sonne auf unsere Dächer scheint und mehr Strom erzeugt wird, als wir im Betrieb gerade brauchen, fließt dieser Strom direkt in die Batterien unserer Fahrzeuge.

Für uns ist das kein Prestige-Projekt, sondern eine logische Konsequenz. Wenn man die Möglichkeit hat, saubere Energie selbst zu erzeugen, dann sollte man sie auch dort einsetzen, wo sie den größten Unterschied macht. Auf unseren täglichen Fahrten – ob zum Postamt, zu lokalen Lieferanten oder zu Terminen – fahren wir deshalb elektrisch und ohne Abgase vor Ort.

Bio-zertifiziert: Was das bei uns bedeutet

Unser Shop ist bio-zertifiziert – so, wie es für jeden Händler vorgeschrieben ist, der Bio-Produkte verkauft. Die Zertifizierung berechtigt uns, Bio-Produkte zu handeln, und wir unterliegen den Auflagen der EU-Öko-Verordnung. Regelmäßige Kontrollen durch unabhängige Prüfstellen stellen sicher, dass wir die Anforderungen an Kennzeichnung, Lagerung und Rückverfolgbarkeit konsequent einhalten.

Wir führen ein wachsendes Sortiment an bio-zertifizierten Produkten – von Olivenölen und Fruchtaufstrichen über Tee und Kaffee bis hin zu Weinen aus biologischem oder biodynamischem Anbau. Dabei ist uns wichtig: Bio ist für uns ein wichtiges Qualitätsmerkmal, aber nicht das einzige. Manche unserer kleinen Manufakturen sind nicht bio-zertifiziert – etwa weil sich die Zertifizierung für einen Kleinstbetrieb wirtschaftlich nicht rechnet. Wie sie arbeiten, erfragen wir bei ihnen direkt.

Wir schauen deshalb immer hinter das Etikett: Wie wird tatsächlich produziert? Welche Zutaten werden verwendet? Wie geht der Hersteller mit seinen Ressourcen um? Diese Fragen sind uns mindestens genauso wichtig wie ein Siegel auf der Verpackung.

Kurze Lieferketten: Direkt vom Produzenten zu Dir

Ein zentraler Baustein unserer Nachhaltigkeitsstrategie sind kurze, transparente Lieferketten. Rund drei Viertel unserer Produkte kaufen wir direkt beim Hersteller ein – ohne Zwischenhändler.

Was heißt das konkret? Ein Beispiel ist ein Olivenöl aus Portugal, das wir direkt von der Ölmühle beziehen. Wir kennen den Produzenten, wir haben seine Olivenhaine gesehen, wir wissen, wie er arbeitet. Ein anderes ist ein Fruchtaufstrich aus Südtirol von einem Familienbetrieb, den wir seit Jahren persönlich kennen und regelmäßig besuchen.

Dieser Direkteinkauf hat mehrere Vorteile für die Nachhaltigkeit. Die Transportwege werden kürzer und transparenter, weil die Ware nicht über mehrere Großhändler und Zwischenlager wandert. Die Wertschöpfung bleibt beim Produzenten, weil kein Zwischenhändler einen Teil der Marge abschöpft. Was wir für ein Produkt bezahlen, geht direkt an den Betrieb, der es herstellt.

Über mehr als zwei Jahrzehnte haben wir dieses Netzwerk aufgebaut und gepflegt. Kerstin war Geschäftsführerin des Verbands der führenden Delikatessen Kaufleute in Deutschland und bringt tiefe Branchenkenntnis mit. Handelskammern und Wirtschaftsförderungen aus ganz Europa vermitteln uns regelmäßig Produzenten, die ihre hochwertigen Erzeugnisse auf dem deutschen Markt anbieten möchten. So entdecken wir immer wieder neue, spannende Manufakturen, die unsere Werte teilen.

Verpackung und Versand: Sicher verpackt, mit wenig Kunststoff

Wer Feinkost und Wein online versendet, steht vor einer besonderen Herausforderung: Die Produkte müssen sicher und unbeschädigt beim Kunden ankommen. Weinflaschen, Marmeladengläser, Chipstüten, Schokolade und Kochgeschirr in einem Paket – das erfordert eine durchdachte Verpackung. Gleichzeitig wollen wir so wenig Material wie möglich verwenden.

Papier, Karton und Wiederverwendung

Wir verschicken in Versandkartons aus Wellpappe. Als Füllmaterial verwenden wir Packpapier und Kartonage statt Kunststoff. Verpackungsmaterial, das uns von unseren Lieferanten erreicht – Kartons, Füllmaterial, Polster – verwenden wir nach Möglichkeit wieder, statt es wegzuwerfen. So bekommt Verpackung bei uns oft ein zweites oder drittes Leben.

Kühlversand mit Papier statt Plastik

Besonders stolz sind wir auf unser Kühlversandsystem. Wo viele Versandhändler auf Styroporboxen und Kunststoff-Kühlakkus setzen, nutzen wir Papier: Unsere Kühlverpackung ist mit Papier isoliert, und auch unsere Kühlakkus stecken in einer Hülle auf Papierbasis statt in einer Kunststoffhülle. Du kannst sie wieder einfrieren und erneut nutzen; wie Du sie entsorgst, steht auf dem Kühlakku. So kommen temperaturempfindliche Produkte wie Butter, Käse oder Salami gekühlt bei Dir an – ganz ohne Styropor.

Luftpolsterfolie kommt bei uns nur in seltenen Ausnahmen zum Einsatz, wenn es keine gleichwertige plastikfreie Alternative gibt. Über 9 von 10 Paketen verlassen unser Lager komplett ohne Kunststoff-Polstermaterial.

Versand: Was wir selbst beeinflussen können

Den Transport Deines Pakets übernehmen unsere Versanddienstleister. Wo wir selbst etwas tun können, setzen wir an: mit einer effizienten Lagerorganisation, die unnötige Teillieferungen vermeidet, und mit Paketgrößen, die zum Inhalt passen.

Gegen Lebensmittelverschwendung: Genießen statt Wegwerfen

Jedes Jahr werden in Deutschland Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen – oft nur, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Dabei bedeutet „mindestens haltbar bis" genau das: mindestens. Es ist kein Verfallsdatum, sondern eine Garantie des Herstellers, dass das Produkt bis zu diesem Zeitpunkt seine volle Qualität behält. In den allermeisten Fällen sind Lebensmittel weit über dieses Datum hinaus einwandfrei genießbar.

Wir bei nur Gutes finden es unerträglich, sorgfältig hergestellte Delikatessen einfach wegzuwerfen. Deshalb haben wir unseren Sale-Bereich ins Leben gerufen. Dort findest Du Produkte, deren Mindesthaltbarkeitsdatum in absehbarer Zeit erreicht wird, oder Artikel mit leichten Verpackungsschäden – beispielsweise einer kleinen Delle im Karton oder einem eingerissenen Etikett. Der Inhalt ist davon natürlich nicht betroffen.

Diese Produkte bieten wir Dir zu reduzierten Preisen an. So bekommst Du hochwertige Feinkost zum Sonderpreis, und wir verhindern, dass gute Lebensmittel im Müll landen. Dabei gibt es bei uns keine Rabattschlachten mit reißerischen Prozenten – wir bieten faire, ehrliche Preise. Das gilt im regulären Sortiment genauso wie im Sale.

Werde zum Lebensmittelretter: Vielleicht entdeckst Du in unserem Sale-Bereich Dein neues Lieblingsprodukt – eines, das Du zum regulären Preis vielleicht nie probiert hättest. So wird aus Nachhaltigkeit ein kulinarisches Abenteuer.

Unsere Produzenten: Nachhaltigkeit in der gesamten Lieferkette

Nachhaltigkeit endet nicht an unserer Lagertür. Sie beginnt dort, wo unsere Produkte entstehen – auf den Feldern, in den Obstgärten, in den Ölmühlen, in den Manufakturen und Kellereien unserer Produzenten.

Wenn wir ein neues Produkt ins Sortiment aufnehmen, stellen wir viele Fragen. Wie wird produziert? Woher kommen die Rohstoffe? Wie geht der Hersteller mit seinen Böden, seinem Wasser, seiner Energie um? Werden Mitarbeiter fair bezahlt? Wird Tierwohl respektiert? Wir merken schnell, ob jemand aus Überzeugung nachhaltig arbeitet oder ob Nachhaltigkeit nur ein Marketinglabel ist.

Viele unserer langjährigen Partner sind Vorbilder in Sachen Nachhaltigkeit – oft schon lange, bevor es dafür öffentliche Anerkennung gab. Winzer, die ihre Weinberge biologisch oder biodynamisch bewirtschaften. Obstbauern, die auf alte Sorten setzen und den natürlichen Rhythmus der Natur respektieren. Olivenbauern, die ihre jahrhundertealten Haine pflegen, statt auf Massenproduktion umzustellen. Manufakturen, die mit Handarbeit und kleinen Chargen arbeiten, statt industrielle Mengen zu produzieren.

Wenn Du bei nur Gutes einkaufst, unterstützt Du damit nicht nur Deinen eigenen Genuss, sondern auch eine Wirtschaftsweise, die auf Qualität statt Quantität setzt. Auf Respekt statt Raubbau. Auf Menschen statt Maschinen.

Tierwohl: Worauf wir bei tierischen Produkten achten

Wo immer tierische Produkte in unserem Sortiment eine Rolle spielen, achten wir auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren. Das betrifft Käse und Butter ebenso wie Salami und Schinken, Honig oder Fleischprodukte für den Grill.

Wir arbeiten bevorzugt mit kleinen Betrieben zusammen, bei denen die Tiere zum Beispiel Weide oder Auslauf haben. Wir sind überzeugt: Man schmeckt den Unterschied. Ein Käse von Kühen, die auf der Alm grasen, schmeckt anders als ein Industrieprodukt. Eine Salami von Schweinen, die in kleinen Gruppen gehalten werden, hat eine andere Qualität als Massenware.

Auch hier gilt: Wir schauen genau hin und fragen nach. Nicht jeder unserer Produzenten trägt ein offizielles Tierwohl-Siegel. Deshalb erkundigen wir uns, wie die Tiere gehalten werden, bevor wir ein Produkt ins Sortiment aufnehmen.

Unser Weg: Ehrlich, nicht perfekt

Wir möchten auf dieser Seite nichts versprechen, was wir nicht halten können. Nachhaltigkeit ist ein Weg, kein Ziel, das man irgendwann erreicht hat und abhaken kann. Es gibt Bereiche, in denen wir stolz auf das sind, was wir erreicht haben: unsere Energieversorgung mit Erdwärme und Photovoltaik, unsere elektrischen Firmenwagen, unsere direkten Beziehungen zu den Produzenten, unser Engagement gegen Lebensmittelverschwendung.

Und es gibt Bereiche, in denen wir noch nicht so weit sind: In seltenen Fällen nutzen wir noch Luftpolsterfolie, wenn es keine gleichwertige plastikfreie Alternative gibt.

Was uns antreibt, ist die Überzeugung, dass gute Lebensmittel und ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer Umwelt keine Gegensätze sind – sondern zwei Seiten derselben Medaille. Die besten Produkte entstehen dort, wo Mensch und Natur im Einklang arbeiten. Und genau diese Produkte möchten wir Dir zugänglich machen.

Wenn Du Fragen zu unseren Nachhaltigkeitsmaßnahmen hast oder Anregungen für uns, freuen wir uns über Deine Nachricht. Denn Nachhaltigkeit lebt vom Austausch – und von Menschen, denen es nicht egal ist.

Kerstin und Stephan Uhlenbusch