Loacker, Waffeln und Schokoladenspezialitäten aus Südtirol seit 1925
Loacker ist ein Südtiroler Familienunternehmen, das seit 1925 Waffeln und Schokoladenspezialitäten herstellt, heute in dritter Generation und an zwei Standorten auf rund 1.000 Metern Höhe. Bekannt ist das Haus für die Napolitaner-Waffel mit Haselnusscreme, für die mundgerechten Quadratini und für die Tortina, ein rundes Waffeltörtchen im Schokoladenmantel.
Loacker ist der Waffelbäcker vom Ritten, dem Hochplateau über Bozen, und seit hundert Jahren in Familienhand. Aus einer kleinen Konditorei ist ein Unternehmen geworden, und Loacker Waffeln werden heute in mehr als hundert Ländern gegessen. Geblieben ist die Idee des Gründers, ein leichtes, knuspriges Waffelblatt mit einer Creme aus echten Haselnüssen zu füllen. Bis heute kommen dafür italienische Haselnüsse, Milch aus den Alpen und Bourbon-Vanille aus Madagaskar in die Rezepte.
Eine kleine Konditorei am Bozner Dominikanerplatz
Im Jahr 1925 begann der Konditor Alfons Loacker, in seiner kleinen Backstube am Dominikanerplatz in Bozen die ersten Waffeln zu backen. Der Betrieb hatte in den Zwanzigerjahren drei Mitarbeiter, und sein bekanntestes Gebäck hieß schlicht die Bozner Waffel.
Eine Waffel war damals Konditorenarbeit, dünn gebacken, mit Creme bestrichen, geschichtet und geschnitten. Alfons Loacker suchte seine Zutaten sorgfältig aus und wollte bei Qualität und Geschmack keine Kompromisse machen, und diesen Grundsatz des Gründers führt das Haus bis heute als Leitlinie.
1958 trat sein Sohn Armin in den Betrieb ein und kümmerte sich fortan um die Rezepte und Produkte. Zehn Jahre später folgte Armins Schwester Christine, die Verwaltung und Vertrieb übernahm. Unter den Geschwistern wuchs die Konditorei aus der Bozner Altstadt heraus. 1974 zog die Produktion hinauf nach Unterinn auf den Ritten, weil der alte Standort zu klein geworden war.
1999 kam ein zweites Werk in Heinfels in Osttirol dazu, auf der österreichischen Seite der Alpen. Heute führt die dritte Generation das Haus, Armins Söhne Andreas und Martin Loacker und ihr Cousin Ulrich Zuenelli, der Sohn von Christine. Im Jahr 2025 feierte die Familie das hundertjährige Bestehen ihres Unternehmens.
Von der Napolitaner-Waffel bis zur Tortina
Das Herz des Sortiments sind die klassischen Loacker Waffeln, drei knusprig-leichte Waffelblätter mit zwei Schichten Creme dazwischen. Die bekannteste Sorte ist der Classic Napolitaner, dessen Creme mit Haselnüssen, etwas Kakao und Vanille angerührt wird. Daneben backt Loacker die Classic-Waffel unter anderem mit Vanille-, Kakao- und Zitronencreme, mit Zartbitterschokolade oder mit Erdbeere.
Den Napolitaner gibt es in vielen Größen, von der einzeln verpackten Mini-Waffel mit gut drei Gramm bis zur Vorratspackung für die ganze Familie. Aus derselben Idee sind weitere Formate entstanden, etwa die Quadratini, mundgerechte Waffelwürfel zum Teilen. Bei der Gardena trägt die Haselnusswaffel einen Mantel aus Schokolade. Allen gemeinsam ist das dünne Waffelblatt, das knusprig, luftig und leicht bleiben soll. So findet sich für die Kaffeepause, die Schultasche und den Wanderrucksack jeweils die passende Größe.
Zur feinen Patisserie des Hauses gehört die Tortina, deren Name auf Italienisch Törtchen bedeutet, ein rundes Gebäck aus zwei Waffelblättern und Haselnusscreme, das ganz von Schokolade umhüllt ist. Es gibt sie als Tortina Original in Vollmilchschokolade, als Tortina Dark in Bitterschokolade und als Tortina White in weißer Schokolade. Für die Vollmilch- und die Bitterschokolade der Tortina verwendet Loacker Edelkakao aus Ecuador.
Haselnüsse, Alpenmilch und echte Vanille
Für seine Cremes verwendet Loacker italienische Haselnüsse, die im eigenen Haus geröstet werden. Einen Teil davon baut das Unternehmen auf eigenen Plantagen in der Toskana selbst an. Frisch geröstet kommen die Nüsse in die Creme, und genau dieser kurze Weg gibt der Napolitaner-Creme ihren vollen, warmen Nussgeschmack.
Die Milch für Cremes und Schokoladen stammt aus den Alpen und wird in einer eigenen Produktionsstätte für Milcherzeugnisse in Südtirol verarbeitet. Die Vanille bezieht das Haus aus Madagaskar, direkt von Kleinbauern, und verwendet sie als echte Schote. Was Bourbon-Vanille von anderer Vanille unterscheidet, erklärt unsere Warenkunde. Für den Kakao gibt es ein eigenes Anbauprogramm, das die Bauern und ihre Familien unterstützt.
Auf zugesetzte Aromen oder Farbstoffe sowie auf Konservierungsstoffe wird bei Loacker bewusst verzichtet. Der Geschmack soll aus den Zutaten selbst kommen, aus der Nuss, dem Kakao, der Milch und der Vanilleschote. Deshalb schmeckt eine Haselnusswaffel von Loacker nach gerösteter Nuss und eine Vanillewaffel nach der Schote.
Vom Ritten in die ganze Welt
Beide Werke, Unterinn in Südtirol und Heinfels in Osttirol, liegen auf rund 1.000 Metern Höhe, und von dort gehen die Loacker Waffeln in mehr als hundert Länder. Zu den wichtigsten Märkten zählen neben Italien auch Saudi-Arabien, Israel, die USA und China, und überall gilt derselbe Qualitätsstandard wie zu Hause.
Im Jahr 2024 stellte Loacker mehr als eine Milliarde Stück her, zusammen knapp 38.000 Tonnen Waffeln und Schokoladenspezialitäten. Aus den drei Mitarbeitern der Zwanzigerjahre sind mehr als tausend geworden. Der Sitz des Unternehmens ist dabei seit 1974 derselbe geblieben, Unterinn am Ritten, auf dem Hochplateau oberhalb von Bozen.
Wer in Südtirol Urlaub macht, kennt den Namen von der Hütte und aus dem Dorfladen, und viele bringen die Loacker Waffeln seit Jahren als Mitbringsel mit nach Hause. Der rote Schriftzug auf der Packung ist für sie ein Stück Ferienerinnerung, das sich zum Glück auch zwischen zwei Urlauben nachkaufen lässt.
Kleine Formate für Espresso, Rucksack und Gästeteller
Bei uns findest du Loacker in den kleinen, einzeln verpackten Formaten, die in jede Tasche passen. Die Tortina mit ihren 21 g gehört neben die Espressotasse, hell als Original oder dunkel als Dark. Die Packung Classic Napolitaner mit 45 g ist der Begleiter für unterwegs, für die Kaffeepause im Büro ebenso wie für die Rast am Berg. Auf der Picknickdecke ist so eine Packung schneller leer als die Thermoskanne.
In einer Schale gemischt werden die drei zum Gästeteller, von dem sich jeder seine Sorte nimmt. Weil jedes Stück verpackt ist, bleibt der Rest frisch für den nächsten Besuch. Im Advent wandern die Törtchen in den Nikolausstiefel und in die Säckchen des selbst gefüllten Adventskalenders. Kühl und trocken gelagert behalten die Waffeln ihren Biss und die Schokolade ihren Glanz.
Wer Südtirol auf dem Frühstückstisch fortsetzen möchte, findet bei Alpe Pragas Fruchtaufstriche aus dem Pragser Tal und in unserer Auswahl aus Südtirol noch vieles mehr. Weiteres Süßgebäck für die Kaffeetafel steht gleich daneben, von bretonischen Crêpes Dentelle bis zu Aachener Printen. Und die Waffel vom Ritten schmeckt auch im Flachland.