la belle iloise – Fischkonserven aus der Bretagne seit 1932
la belle iloise stellt seit 1932 im bretonischen Quiberon Fischkonserven von Hand her: Sardinen, Thunfisch, Makrelen und Meeresfrüchte, sorgfältig ausgewählt und traditionell verarbeitet. Georges Hilliet gründete die Manufaktur mit 22 Jahren am Fischereihafen von Quiberon, heute führt seine Enkelin Caroline Hilliet Le Branchu das Familienunternehmen in dritter Generation.
la belle iloise steht für Fischkonserven, die von Hand entstehen, Fisch für Fisch, Dose für Dose, seit mehr als 90 Jahren an der bretonischen Atlantikküste. Was 1932 als kleine Konservenfabrik am Fischereihafen von Quiberon begann, ist heute eines der bekanntesten Häuser Frankreichs für Sardinen, Thunfisch und Meeresfrüchte in der Dose, bis heute in Familienhand und bis heute mit denselben Handgriffen wie am ersten Tag.
1932, ein 22-jähriger Fischer und sein Hafen
Georges Hilliet, aus einer bretonischen Seefahrerfamilie stammend, eröffnete 1932 mit gerade einmal 22 Jahren seine erste kleine Konservenfabrik in Port-Maria, dem alten Fischereihafen von Quiberon, direkt gegenüber der Insel Belle-Île. Von den Kais aus konnte er den kleinen Fischerbooten beim Anlanden zusehen, jeden Morgen aufs Neue, lange bevor die ersten Touristen den Weg an die raue Atlantikküste der Halbinsel Quiberon fanden.
Der Name der Manufaktur, la belle iloise, spielt genau auf diese Insel an: So nennt man auf Französisch eine Frau von Belle-Île, eine Belliloise. Georges Hilliet verarbeitete die Fische von Anfang an mit denselben Handgriffen, die bis heute gelten: Kopf und Schwanz werden entfernt, die Fische geputzt, entgrätet und schließlich eindosiert, alles noch immer von Hand.
Nach Georges übernahm sein Sohn Bernhard Hilliet die Manufaktur und führte sie über Jahrzehnte weiter. 2011, nach fünf Jahren gemeinsamer Arbeit an der Seite ihres Vaters, übernahm schließlich Caroline Hilliet Le Branchu, die Enkelin des Gründers. Sie führt das Unternehmen bis heute in dritter Generation, weiterhin zu hundert Prozent in Familienhand, ohne Fremdkapital und ohne Konzern im Rücken.
Über 100 Rezepturen, ein Küchenchef seit 2002
Seit 2002 sorgt François Sehier als Küchenchef für die Rezeptentwicklung bei la belle iloise. In mehr als 20 Jahren hat er über 100 verschiedene Rezepturen entwickelt, von klassisch bis überraschend, wie François Sehier gerne erklärt: Jede gute Rezeptur beginnt mit einer einzigen guten Idee, der Rest ist Geduld und Handwerk.
Sein erstes Rezept, die Sardinen á la Luzienne, ist eine Hommage an die baskische Küche und den Verkaufsort Saint-Jean-de-Luz, würzig und mit einer feinen Schärfe. Die Sardinen Saint Georges dagegen sind viel älter und viel schlichter: Sie tragen bereits seit der Gründung 1932 den Namen des Firmengründers, gemischt mit dem des Heiligen Georg, und gelten bis heute als Bestseller des ganzen Hauses.
Für alle, die eine warme Mahlzeit bevorzugen, gibt es außerdem eine eigene Linie namens „a déguster chaud“, darunter die Sardinen zum Braten mit Fassbutter, samtig und buttrig, erst in der Pfanne wirklich fertig. Und wer über die Sardine hinaus möchte, dem zeigen Rezepturen wie Makrelenfilet, Emietté de Thon oder Lachscreme, wie breit dir das Sortiment tatsächlich aufgestellt begegnet, von schlicht und alltagstauglich bis edel und für besondere Anlässe gedacht.
Handarbeit, beste Öle, geschützte Herkunft
Neben dem Fisch selbst ist das Olivenöl die wichtigste Zutat einer guten Fischkonserve. Jedes Jahr trifft sich deshalb zu Jahresbeginn ein Verkostungsteam bei la belle iloise, um verschiedene Öle zu probieren und das beste für die kommenden 12 Monate auszuwählen, Charge für Charge, Jahr für Jahr.
Auch bei den übrigen Zutaten ist Caroline Hilliet Le Branchu wählerisch: Piment d'Espelette mit geschützter Ursprungsbezeichnung, Zitronen aus Menton, Oliven aus Nizza. So auch in den Sardinen mit Nizza-Oliven, deren Früchte tatsächlich aus der Region um Nizza stammen und nicht irgendwo sonst herkommen.
Die Fische selbst werden bis heute in der Saison gefangen und innerhalb von 24 Stunden von Hand verarbeitet, wie Caroline Hilliet Le Branchu selbst gerne betont: Nichts ersetzt eine menschliche Hand, wenn es um das zarte Fleisch von Sardine, Makrele oder Thunfisch geht. Selbst das Schneiden frischer Zitronen oder Gemüse geschieht bei la belle iloise noch von Hand, Dose für Dose, und auch Kräuter und Gewürze werden von Hand zum Fisch in die Dose gegeben.
Von Quiberon bis in die Pariser Gastroszene
la belle iloise wird im Gault & Millau als Artisan geführt, eine Anerkennung, die nur wenigen kleinen Manufakturen in Frankreich zuteilwird. 2018 eröffnete das Unternehmen zusätzlich die Bar à Sardines in Paris, einen eigenen kleinen Gastro-Ort, der zeigt, was aus einer schlichten Fischkonserve alles werden kann, weit über Brot und Butter hinaus.
2020 verabschiedete la belle iloise ein neues Unternehmensmanifest unter dem Motto „Vivre mieux pour soi, pour la planète, pour un monde meilleur“, auf Deutsch etwa: besser leben, für sich selbst, für den Planeten, für eine bessere Welt. Ein neues Logo und eine neue Markensignatur unterstreichen seither diesen Anspruch, der Respekt vor der Region, dem Meer und den Jahreszeiten in den Mittelpunkt stellt, damit auch kommende Generationen noch an denselben Küsten fischen können.
Diese Haltung zeigt sich auch im Sortiment selbst: Rezepturen wie die Sardinen Pitomail, ursprünglich Georges Hilliets private Extraportion für den eigenen Küchentisch, oder die Emietté de Thon Zanzibar mit ihren exotischen Gewürznoten zeigen, wie viel Charakter in einer einzigen kleinen Dose stecken kann, wenn jemand sich wirklich Zeit für sie nimmt.
Die Saint Georges zum Einstieg
Wer la belle iloise zum ersten Mal probiert, dem empfehlen wir dir die Sardinen Saint Georges: die Gründungsrezeptur von 1932, pur genug, um die Qualität des Fisches selbst zu schmecken, und ein guter Ausgangspunkt für alle weiteren Entdeckungen im Sortiment.
Für kältere Abende mögen wir die warme Linie, allen voran die Sardinen zum Braten mit Fassbutter, samtig und schnell gemacht, wenn draußen der Wind geht. Für besondere Anlässe wiederum passt die Hummermousse mit Cognac, ein kleiner, eleganter Auftakt für ein Menü, mit nur wenig Aufwand in der eigenen Küche zubereitet.
Wer noch mehr Lust auf Fischkonserven aus Frankreich hat, wird auch bei unserer Auswahl von La Quiberonnaise fündig, einer weiteren Manufaktur aus Quiberon mit eigenem, ganz eigenständigem Charakter. Probier dich durch die Dosen von la belle iloise, eine nach der anderen, bis du deine eigenen Favoriten gefunden hast, ganz ohne Eile, so wie es sich für eine gute Fischkonserve auch gehört.