Holländische Süßigkeiten von Remmelt S. Smid aus Groningen
Remmelt S. Smid Traditionele Waren & Manufacturen ist ein niederländisches Süßwaren-Familienunternehmen aus Tynaarlo bei Groningen, seit 2001 spezialisiert auf das Wiederbeleben alter Drop-, Pfefferminz- und Bonbon-Rezepte. Die Marke selbst ist holländisch, die Produkte werden in alten Familienmanufakturen in den Niederlanden und Belgien gefertigt und unter rotem und schwarzem Label vereint.
Remmelt S. Smid ist eine kleine holländische Süßwaren-Marke aus Tynaarlo bei Groningen, gegründet 2001 von Ing. Remmelt Smid. Die Marke selektiert alte Drop-, Pfefferminz- und Bonbon-Rezepte aus Familienbetrieben in den Niederlanden und Belgien und bringt sie unter eigenem Etikett in den europäischen Spezialhandel. Aus dem größeren Het-Hanze-Huis-Sortiment führen wir bei nur Gutes derzeit drei Klassiker, alle in der ikonischen roten Pappdose mit Metalldeckel, deren Label-Farbe die Linie verrät: rotes für die salzigen Heringe, schwarzes für die süßen Pastillen.
Aus Tynaarlo bei Groningen seit 2001
Begonnen hat alles 2001 mit der Marke „Het Hanze Huis", einer Idee von Ing. Remmelt Smid aus Tynaarlo, einem kleinen Ort bei Groningen im Norden der Niederlande.
Remmelt suchte alte Süßwarenfabriken in Europa, deren Rezepte fast in Vergessenheit geraten waren, und schloss mit ihnen Vereinbarungen, ihre Spezialitäten unter seiner Marke neu zu verpacken und in den internationalen Handel zu bringen. Was zunächst als kleines Hanze-Huis-Projekt startete, läuft heute auch unter dem offiziellen Firmennamen Remmelt S. Smid Traditionele Waren & Manufacturen, beides bezeichnet dieselbe Handelsgesellschaft.
Beide Markennamen finden sich heute parallel in den Regalen, je nach Markt und Vertriebsweg, doch das Unternehmen dahinter ist dasselbe geblieben, eine Handelsgesellschaft mit Lager und Versand aus Tynaarlo, klein im Team, groß im Anspruch an die ausgewählten Manufakturen. Auch die niederländische Tradition der Drop-Geschäfte mit Kindheitserinnerungen an den Markt in Hengelo oder Enschede klingt in der Auswahl mit.
Heute beliefert das Unternehmen Spezialhandel in ganz Europa, darunter Fachhändler wie Manufactum, Genussland und kleinere Genuss-Spezialitätenläden. Die Auswahl bleibt jedoch klein und kuratiert, alles dreht sich um Süßwaren, die seit mindestens drei Generationen so gemacht werden, wie sie heute noch in der Dose liegen, und nicht anders.
Het Hanze Huis Klassiker unter einer Marke
Het Hanze Huis verlegt seit 2001 ein gewachsenes Sortiment alter Drop- und Bonbon-Rezepte, von salziger Lakritze über Pfefferminz-Pastillen bis zu Honig-Lakritz und den Himbeer Cuberdons aus Belgien, alles aufgelegt in der charakteristischen Trommel- oder Pappdose mit Metalldeckel.
Bei nur Gutes findest du aus dieser Het-Hanze-Huis-Welt derzeit drei Klassiker in der Lakritze-Auswahl: salzige Lakritze in Heringsform, harte süße Lakritz-Pastillen in Rautenform und Himbeer Cuberdons in Kegelform. Weitere Sorten können folgen, das Gesamtrepertoire reicht weit zurück, die Pfefferminze etwa wird seit 1842 nach derselben Rezeptur gemacht.
Die salzigen Lakritz-Heringe sind die Red-Label-Linie, gekocht in der Manufaktur Walther Matthijs in der niederländischen Provinz Noord-Brabant, dort schon seit 1920. Sieben Prozent Salmiak machen sie zur kräftigen Erwachsenen-Lakritze, weich im Biss, matt in der Hülle, mit jenem nachhaltigen Lakritz-Geschmack, der lang über die Zunge zieht. Beim ersten Biss gibt das Fischchen weich nach und entlässt das volle Süßholz-Salmiak-Spiel auf der Zunge.
Die Lakritz-Pastillen sind die Black-Label-Linie, gegossen und poliert in der belgischen Suikerbakkerij Joris seit 1938. Aus echtem Gummiarabikum statt Gelatine, daher vegan, hart und schwarz glänzend, im Mund langsam weicher werdend und am Ende aromatisch-süß im Abgang. Eine Lakritze für Liebhaber des Lutschens.
Die Himbeer Cuberdons kommen aus einer Genter Süßwaren-Manufaktur, eine süße Geste aus Belgien, außen knackige Zuckerkruste, innen weiches Himbeergelee, klein und rosa in Kegelform. Eine Spezialität, die 1873 in Gent durch Zufall in einer Apotheke erfunden wurde und außerhalb Belgiens kaum zu finden ist. Bis ins frühe 21. Jahrhundert war diese Süßware in Deutschland praktisch unbekannt, heute findet sie über die Marke Remmelt Smid den Weg ins deutsche Genuss-Regal.
Manufaktur-Auswahl statt Industrie, seit über hundert Jahren
Remmelts Auswahlkriterium ist einfach und streng: nur Süßwaren, die seit Generationen in alten Familienmanufakturen nach den ursprünglichen Rezepten gemacht werden, kommen unter seine Marke.
Walther Matthijs kocht die Lakritzheringe seit über hundert Jahren mit denselben Werkzeugen, derselben Walze, derselben Form. Bei Suikerbakkerij Joris in Belgien ruhen die Pastillen mehrere Tage in der Trommel und werden mit Akazienharz auf Hochglanz poliert, bevor sie in die Dose kommen. Die Cuberdons werden noch heute in eine Negativform aus Stärkemehl gegossen und nach wenigen Stunden vorsichtig herausgehoben, ihre Kruste hat sich darin von alleine gebildet.
„Die Rezepte sollen so bleiben, wie sie sind", sagt Remmelt sinngemäß über sein Anliegen. Statt Effizienz steht hier Stabilität im Vordergrund, denn was sich seit hundert Jahren bewährt, braucht keine moderne Verbesserung, wie Remmelt gerne betont. Die Lakritze bleibt deshalb kräftig, salzig und nachhaltig im Geschmack, und genau das schätzen die Liebhaber dieser Marke an ihr.
Ein Insider-Tipp im deutschen Spezialhandel
Außerhalb der Niederlande und Belgiens sind diese Süßwaren ein Geheimtipp unter Lakritz-Liebhabern, denn nur ausgewählte Fachhändler nehmen die Marke ins Sortiment.
Manufactum führt seit Jahren die salzigen Heringe in der 75-g-Dose, kleinere Feinkost-Fachhändler in Deutschland und Österreich folgen dem Beispiel. Die ikonische rote Pappdose mit Metalldeckel ist im deutschen Fachhandel inzwischen ein Erkennungszeichen für ehrliche, traditionelle Lakritze, mit rotem Label für die Heringe und schwarzem Label für die süßen Pastillen.
Als Belgien 2010 die EU-Ratspräsidentschaft übernahm, ließ das Land Cuberdons in alle EU-Hauptstädte schicken, das war für viele Deutsche der erste Kontakt mit diesen kleinen rosa Kegeln aus Gent. Wer holländische und belgische Süßwaren-Tradition sucht, landet inzwischen zwangsläufig bei Remmelt S. Smid, oft auf Umwegen über eine Empfehlung von Freunden oder einen unerwarteten Fund im Reisegepäck. Genau das ist die Idee hinter der Marke, in Deutschland zugänglich machen, was in Gent oder Tynaarlo längst zum Alltag gehört.
Probier dich durch Rot, Schwarz und Rosa
Wir mögen die drei Sorten zu unterschiedlichen Tageszeiten und Anlässen, jede für ihren eigenen Moment.
Die Red-Label-Heringe lieben wir nach dem Mittagessen mit einem starken Espresso oder zu einem Glas Whisky am Abend, die Black-Label-Pastillen passen besser zur ruhigen Teepause oder ins Reisegepäck für lange Strecken. Die rosa Cuberdons sind unsere Geste für Gäste, wenn etwas Überraschendes auf den Tisch soll, das die meisten noch nie gegessen haben und nach dem ersten Bissen wissen wollen, wo es das gibt.
Wer gerne kleine Geschenke macht, findet hier mit den drei Travelertins in 75 g ein hübsches Trio, das in jede Hand passt und in jede Verpackung. Wer von einer Sorte überzeugt ist, greift zur 450 g Pappdose, dem Klassiker im Regal, der einige Wochen reicht.
Zu Weihnachten oder zum Geburtstag eignen sich die drei Travelertins als kleines Süßwaren-Trio besonders gut, eingewickelt in Geschenkpapier oder gemeinsam in einer Schale präsentiert. Auch zum Kaffee am Sonntagnachmittag funktionieren sie als kleiner kuratierter Mix für Genießer, die das eine Mal Salz, das andere Mal Süße im Mund suchen.
Eine Begleitung dazu, etwa ein milder Whisky für die Heringe oder ein schwarzer Tee für die Pastillen, rundet den Moment ab. Wer einmal in Gent oder Groningen war und das Original kennt, findet hier ein Stück Reise-Erinnerung, das in jede Hand passt, eine kleine Aufmerksamkeit, die deutlich mehr erzählt als ihr Format vermuten lässt. Weitere holländische und belgische Süßwaren entdeckst du in unserer Lakritze-Auswahl, dort warten auch andere Manufakturen darauf, von dir gefunden zu werden.