Himbeer Cuberdons aus Gent in Kegelform
Die Himbeer Cuberdons von Remmelt S. Smid sind die kleinen rosa Naschnasen aus Gent, traditionelle belgische Süßware in Kegelform, außen knackig hart, innen weich von der Himbeer-Geleefüllung. Eine vergessene Spezialität, die du in Deutschland kaum findest.
Himbeer Cuberdons sind kegelförmige Bonbons aus Gent in Belgien, außen mit fester Zuckerkruste, innen mit klebriger Himbeergelee-Füllung. Der Niederländer Remmelt Smid importiert sie aus Flandern für seine Marke, ein traditionelles Naschwerk, das in Belgien auch Neuzeke heißt, weil die Form an eine kleine Nase erinnert. Die kleinen rosa Kegel duften nach Himbeere, brechen beim Hineinbeißen auf und entlassen einen Schwall aromatisches Gelee, das süß und leicht säuerlich auf der Zunge verläuft.
Rosa Kegel, harte Kruste, weiches Geleeherz
Die Cuberdons sind etwa zwei Zentimeter hoch, rosa glänzend, jeder Kegel zwischen zehn und zwanzig Gramm schwer und auf den ersten Blick wie kleine Hütchen oder Nasen geformt, daher der flämische Name Neuzeke.
Die Hülle ist hart wie eine dünne Zuckerglasur und gibt erst nach einem kurzen Moment Druck nach, dann fließt das Himbeergelee aus dem Inneren heraus, fruchtig, aromatisch und säuerlich-frisch zugleich. Die Spannung zwischen Hülle und Kern macht sie zu einem Bonbon mit zwei Akten, einer kleinen Bühne im Mund.
Wir lieben sie zum Espresso und am Nachmittag
Cuberdons sind keine Bonbons für nebenbei, sie wollen Aufmerksamkeit und einen kurzen Moment, der nur ihnen gehört.
Wir lieben sie nach dem Mittagessen mit einem starken Espresso oder zur Tasse Tee am Nachmittag, ihr Himbeerton wirkt wie ein kleiner Frühlingsmoment zwischen langen Bürotagen. Auch als Streusel auf weißem Schokoladenmousse oder als unerwartete Note auf Vanilleeis machen sie eine gute Figur, jeder Kegel bricht mit einem kleinen Geräusch auf der Zunge.
Die 75 g Travelertin schiebst du in die Tasche und nimmst sie mit ins Büro, ins Flugzeug oder zur Verabredung im Café, wo du sie als kleine Spezialität herumreichen kannst. Mehr braucht es vorerst nicht.
Erfunden 1873 von einem Apotheker in Gent
Die Cuberdons entstanden 1873 in einer Genter Apotheke, als eine misslungene Sirup-Charge eine feste Kruste über einem flüssigen Kern bildete, und der Apotheker De Vynck erkannte das Süßware-Potenzial, das aus diesem Zufall werden konnte.
Bis heute werden die Kegel in Belgien in derselben alten Form hergestellt, in eine Negativform aus Stärkemehl wird die heiße Geleemasse aus Zucker, Gummi arabicum und Himbeeraroma gegossen, dann härtet die Außenhülle, während der Kern flüssig bleibt. Nach wenigen Stunden werden die Cuberdons aus dem Mehlbett gehoben, abgeklopft und in Tüten gepackt.
In Flandern heißen sie Neuzekes (kleine Nasen), in der Wallonie Chapeaux de Curé (Pfaffenhütchen), in Gent gehören sie seit fast 150 Jahren zum Straßenbild. Als Belgien 2010 die EU-Ratspräsidentschaft übernahm, ließ das Land sie in alle EU-Hauptstädte schicken, ein süßes Statement aus Flandern. Lange waren die Naschnasen in Deutschland nicht erhältlich, weil ihre Haltbarkeit nur wenige Wochen beträgt, wie Remmelt erklärt, doch heute kommen sie als Travelertin auch auf deutsche Schreibtische. Endlich.
Genusstipp
Die Himbeer Cuberdons sind ein Frischeprodukt mit relativ kurzer Lagerzeit, kühl und trocken solltest du sie binnen weniger Monate vernaschen, dann sind Hülle und Füllung noch in ihrer schönen Spannung. Aktuell ist die 75 g Travelertin die einzige Größe bei uns, ein ideales kleines Geschenk oder ein Probier-Format. Wer die salzigen Lakritz-Heringe oder die süßeren Lakritz-Pastillen von Remmelt Smid kennt und nun auf seine fruchtige Seite gespannt ist, findet weitere Sorten in der Lakritze-Kategorie.