Sparkling Tea, ein Glas voller Tee und Perlage ganz ohne Alkohol
Sparkling Tea ist ein prickelndes Getränk aus aufgegossenem Tee, das in Kopenhagen entstand und im Weißweinglas serviert wird. Bei nur Gutes kommt es aus Kopenhagen, vom Fuß der Schwäbischen Alb und vom Niederrhein, gebrüht aus Bio-Tee und zur Cuvée gefügt mit Traubensaft, Wiesenobst oder Quitte. Sämtliche Flaschen in dieser Kategorie kommen ohne Alkohol aus.
Sparkling Tea – alkoholfrei ist bei nur Gutes das Regal für prickelnde Getränke aus aufgegossenem Tee, die ganz ohne Alkohol ins Glas kommen. Ein Sommelier in Kopenhagen hat diese Kategorie im Jahr 2017 begründet. Inzwischen brühen auch eine Manufaktur am Fuß der Schwäbischen Alb und eine Obstkelterei am Niederrhein Bio-Tee zur Cuvée, mit Traubensaft, Wiesenobst oder Quitte, bevor die Kohlensäure dazukommt.
Wie aus einer Teekanne in Kopenhagen eine Getränkekategorie wurde
Sparkling Tea entstand 2010 in der Küche eines Kopenhagener Restaurants, als der Sommelier Jacob Kocemba zu einem Dessert keine passende Flasche fand.
Über 1.700 Weine lagen in seinem Keller, und doch wollte keiner davon zu dieser Nachspeise passen. Also goss er mehrere Tees auf, die er sonst nur pur ausschenkte, und stellte den Gästen den Extrakt neben den Teller. Sieben Jahre später gründete er mit Bo Sten Hansen die Copenhagen Sparkling Tea Company. Am 26. Mai 2017 ging in Kopenhagen die erste Flasche über den Tresen.
Was daraus wurde, prickelt auf eigene Art. Die Perlage kommt hier aus zugesetzter Kohlensäure und aus keiner Gärung in der Flasche. Der Tee zieht, wird zur Cuvée gefügt und steht danach unter Druck, bei den Kopenhagenern nach acht bis zwölf Wochen Flaschenreife unter 5 bar. Darin liegt der Unterschied zum Kombucha, der seine Perlage aus der Fermentation holt und dabei eine feine Säure entwickelt.
Von Kopenhagen über die Schwäbische Alb bis an den Niederrhein
In diesem Regal stehen Häuser nebeneinander, die den Tee auf ganz verschiedene Weise ins Glas holen. Der eine nimmt Traubensaft dazu, der andere Wiesenobst, der dritte sortenreinen Saft aus der eigenen Presse.
Aus Kopenhagen kommen der blumige Blå mit Jasmin und Kamille, der trockene Lyserød, den die Hibiskusblüte rosa färbt, und der grüne Lysegrøn mit Earl Grey Sencha, welcher eine Spur Salz ins Glas bringt. Bis zu 13 Bio-Tees stecken in einer dieser Flaschen, jeder für sich aufgegossen, weil ein Silver Needle anderes Wasser verlangt als ein Assam. Die Süße steuert der Traubensaft bei, und der Rest ist Tee.
Am Fuß der Schwäbischen Alb setzt Jörg Geiger einen Tee-Auszug auf Wiesenobst. Im Teasecco Weiss trifft grüner Darjeeling auf Apfel und Birne von alten Streuobstbäumen und auf Pfirsich. Im Teasecco Rosé tragen Hibiskus und Zwetschge Farbe und Frucht, auf einer Basis aus entalkoholisiertem Chardonnay. Beide Flaschen erkennst du an der Zeichnung eines Dackels, die eine hellblau, die andere rosa.
Vom Niederrhein kommt der Sparkling Juicy Tea, für den Peter van Nahmen den Tee kalt über Stunden ziehen lässt und mit Saft aus der eigenen Presse zur Cuvée fügt. Rose, Darjeeling und Rhabarber passen auf den Frühlingstisch, Verbene, Jasmin und Riesling zur asiatischen Küche und weißer Tee mit Vanille und Quitte zu einem leisen Abend.
Trocken zu Austern, blumig zum Aperitif, fruchtig zum Curry
Vor diesem Regal entscheidet weniger die Teesorte als die Restsüße, denn sie bestimmt, ob eine Flasche zum Anstoßen taugt oder zum Essen.
Der Lyserød kommt mit 20 Gramm Zucker je Liter aus, der Lysegrøn liegt bei 40, der Blå bei 50 Gramm. Je weniger Süße im Glas, desto eher begleitet die Flasche das Essen, und je mehr, desto lieber steht sie allein am Anfang des Abends. Der Trockene mag rohen Fisch, Sushi und Ziegenkäse, der Grüne Austern und Gegrilltes mit Zitrone, der Blaue Jakobsmuscheln und Macarons.
Die Sorten mit Frucht gehen einen anderen Weg als die Kopenhagener. Der Teasecco Weiss stellt gelbe Früchte und getrocknete Blüten neben das Grün des Tees und begleitet einen Brunch ebenso wie den Aperitif. Der Verbene-Jasmin-Riesling kühlt mit seiner Minze ein gelbes Curry, und der weiße Tee mit Vanille und Quitte ist der Zarteste im Regal, gedacht für leichten Fisch und würzigen Käse.
Ein Sommelier, ein Koch und ein Kelterer in vierter Generation
Hinter den Etiketten stehen Menschen, die aus ganz verschiedenen Berufen zum Tee gekommen sind, und keiner von ihnen hat als Teehändler angefangen.
Jacob Kocemba komponiert seine Cuvées wie ein Winzer seine Rebsorten, Bo Sten Hansen kümmert sich um die kaufmännische Seite. „Everyone deserves a good glass of bubbles“, haben die beiden über ihr Haus geschrieben. Im Kopenhagener Geranium mit drei Michelin-Sternen stehen Blå und Lyserød auf der Karte, und Falstaff bewertete den Blå 2025 mit 92 von 100 Punkten. Mehr über die beiden liest du im Porträt der Copenhagen Sparkling Tea Company.
Jörg Geiger ist gelernter Koch und übernahm den elterlichen Gasthof Lamm in Schlat. Dort fehlte ihm für die Gäste, welche keinen Alkohol tranken, ein Glas, das sich am Tisch sehen lassen kann. 1998 machte er aus den Birnen von fünf alten Bäumen seinen ersten Schaumwein, 2003 folgte der erste Prisecco. Seither zahlt die Manufaktur Jörg Geiger für Streuobst bewusst mehr als den Marktpreis, damit die alten Bäume stehen bleiben.
Peter van Nahmen führt die Kelterei in Hamminkeln in vierter Generation. Seit 1917 ist die Familie dort mit Obst im Geschäft, und seit 1994 zahlt sie ihren Vertragsbauern gemeinsam mit dem NABU einen Aufpreis für Streuobst. Den Sparkling Juicy Tea hat das Haus mit Tee-Sommeliers entwickelt, und 2025 verlieh die DLG dem Haus ihren Bundesehrenpreis für Fruchtgetränke. Das ganze Sortiment steht im Porträt von van Nahmen.
Gut gekühlt ins Weißweinglas und nicht in die schmale Flöte
Serviert wird der prickelnde Tee gut gekühlt und in einem Glas, das dem Duft Platz lässt.
Die Kopenhagener Sorten kommen bei etwa 5 Grad ins Glas, die Flaschen vom Niederrhein und von der Alb bei 8 Grad. Alle bevorzugen ein bauchiges Glas, weil in der schmalen Flöte der Jasmin keine Luft bekommt. Einmal geöffnet, hält eine Flasche im Kühlschrank zwei bis drei Tage. Ein Zweig Verbene, eine dünne Quittenscheibe oder eine essbare Rosenblüte im Glas, mehr Aufwand braucht dieser Auftritt nicht.
Am Tisch übernimmt der Tee die Rolle, die sonst der Wein hat. Zu Austern und Sushi gehört eine trockene Flasche, zu Curry und Tajine die Sorte mit Verbene und Minze. Zum Ziegenkäse mit Honig kommt der Teasecco, und zum Dessert mit Beeren der Blå, dessen Idee einmal an einem Dessert begann.
Zum Anstoßen, wenn nicht alle am Tisch Alkohol trinken
Der prickelnde Tee löst ein altes Problem jeder Einladung, nämlich das eine Glas für die Gäste, die nicht mittrinken.
Alle, die schlicht keine Lust auf Alkohol haben, bekommen hier dieselbe schöne Flasche wie der Rest des Tisches. Zur Hochzeit, im Dry January und an Silvester steht damit eine alkoholfreie Flasche zum Anstoßen bereit. Wer Sparkling Tea kaufen möchte, um eine ganze Runde zu versorgen, greift zum Sechserkarton, den es zu jeder Sorte gibt.
Zum Verschenken gibt es die drei Kopenhagener Sorten als Geschenkbox mit handgebundener Schleife, fertig verpackt und mit Seidenpapier ausgeschlagen. Die Sorten mit 5 Prozent Alkohol, Grøn, Rød und Vinter, stehen bewusst nebenan bei Sparkling Tea mit und ohne Alkohol. Das ganze Regal wartet bei den alkoholfreien Getränken, vom Prisecco bis zum Kombucha.
Stell eine Flasche neben den Sekt und der ganze Tisch stößt gemeinsam an.