Provence Tradition, echte Kräuter der Provence aus Avignon
Provence Tradition ist ein Kräuterhaus aus Avignon, gegründet 1987, das Thymian, Lorbeer, Oregano und Co. dort anbauen lässt, wo sie hingehören: in der Provence. Inhaber Vincent Mignérat arbeitet mit Genossenschaften von Kräuterbauern zusammen und bündelt ihre Ernte unter einem Namen. Kräuter der Provence, die wirklich aus der Provence kommen.
Provence Tradition steht für Küchenkräuter, die ihre Herkunft belegen können. Das Haus aus Avignon vermarktet Thymian, Rosmarin, Oregano, Lavendel, Lorbeer und die klassische Mischung Kräuter der Provence, allesamt im Süden Frankreichs gewachsen. Manche tragen das rote Label Rouge, andere die geschützte Herkunft IGP oder das EU-Bio-Siegel. Hinter allen steht dieselbe Idee: ein altes Kräuter-Wissen lebendig zu halten und den Bauern der Provence eine Stimme zu geben.
1987 gegründet, mitten in Avignon
Provence Tradition entstand 1987 in Avignon, im Herzen der provenzalischen Kräuterregion, und ist dort bis heute zu Hause.
Gegründet mitten im Anbaugebiet, wo Thymian, Rosmarin und Lavendel seit jeher wild an den kalkigen Hängen wachsen, hat sich das Haus auf echte Kräuter der Provence spezialisiert. Inhaber Vincent Mignérat kennt die Bauern der Region persönlich und ist zugleich Präsident der A.I.H.P., des Branchenverbands der Herbes de Provence. Ohne diese Bauern, sagt er, wäre die Provence nicht die duftende Landschaft, die wir alle im Kopf haben.
„Was für ein Vergnügen, diese Aromen zu teilen und neue Wege zu finden, den Reichtum der Düfte hervorzuheben", bringt Vincent es auf den Punkt. Seit 25 Jahren verfolge er dieses Ziel, und seit fast 40 Jahren gibt es das Haus. Beides läuft auf denselben Gedanken hinaus: einer nachhaltigen Kräuter-Landwirtschaft in der Provence eine Zukunft zu geben.
Avignon liegt genau richtig für so ein Vorhaben, zwischen den Lavendelfeldern des Hinterlands und den Kräuterhängen der Garrigue. Wer im Sommer durch die Provence fährt, riecht Thymian und Rosmarin schon am Straßenrand. Genau diese Düfte holt Provence Tradition in kleine Päckchen, damit sie auch in einer Küche in Nordhorn oder Berlin ankommen. Nichts davon wäre möglich ohne die Bauern, die diese Landschaft seit Generationen pflegen.
Kräuter der Provence, Bouquet garni und Lorbeer
Das Herzstück des Sortiments sind die klassischen Kräuter der Provence, dazu kommen Bouquet garni, Lorbeer und die einzelnen Küchenkräuter.
Die Kräuter der Provence mischen Oregano, Rosmarin, Bohnenkraut und Thymian und tragen das Label Rouge, das amtliche Gütesiegel Frankreichs. Das Bouquet garni bündelt Thymian und Lorbeer zu handlichen Sträußchen für Suppe, Eintopf und Schmortopf, in Bio-Qualität. Und die ganzen Lorbeerblätter vom Echten Lorbeer geben jedem Fond und jeder langen Sauce ihre herb-warme Tiefe.
Rund um diese drei wächst der ganze provenzalische Kräutergarten: Thymian mit IGP-Herkunft, würziger Oregano, duftender Lavendel und ein Meersalz, das mit Kräutern der Provence aromatisiert ist. Jede Sorte kommt ganz oder geschnitten, einzeln oder in der Mischung, und immer aus derselben Ecke Südfrankreichs. Wer stöbern mag, findet die Kräuter bei uns zwischen mediterranen Gewürzen und getrockneten Kräutern.
Jedes Kraut hat dabei seinen eigenen Charakter. Der Oregano ist ein wilder Majoran, kräftig und würzig, wie geschaffen für Pizza und Tomatensugo. Der Lavendel ist eine Sorte für die Küche, fein und blumig, die einer Crème brûlée oder einem Schmorgericht eine überraschende Note gibt. Und der Rosmarin duftet harzig nach Kiefernwald, ein Klassiker zu Lamm und Ofenkartoffeln.
Kräuter mit hohem Gehalt an ätherischen Ölen
Bei Provence Tradition entscheidet der Gehalt an ätherischen Ölen über die Qualität, und der beginnt schon auf dem Feld.
Die Kräuterbauern wählen die besten Sorten aus, pflanzen sie auf die Böden, die ihnen am besten bekommen, und ernten genau zum richtigen Zeitpunkt, damit die Pflanzen möglichst viel ätherisches Öl tragen. Danach werden die Kräuter zügig und schonend getrocknet und rasch verpackt, denn jede Stunde zu viel kostet Aroma. Angebaut wird nach umweltbewussten Grundsätzen, im Einklang mit dem Land statt gegen es.
Rund 75 Prozent der provenzalischen Kräuterproduktion laufen über Provence Tradition, und trotzdem bleibt jedes Päckchen rückverfolgbar, bis zur Ernte und sogar bis zum Saatgut. Möglich macht das die Zusammenarbeit mit einer neuen Generation von Kräuterbauern, die sich in Genossenschaften zusammengetan haben. Sie teilen dieselbe Liebe zum provenzalischen Land und denselben Wunsch, ein altes, kostbares Wissen zu bewahren.
Diese Haltung lässt sich in drei Sätzen zusammenfassen, an die sich das Haus hält: die besten Sorten am richtigen Ort und zur richtigen Zeit ernten, die Kräuter schonend und umweltbewusst verarbeiten und alles lückenlos rückverfolgbar halten. Kein großes Marketing, sondern drei Regeln, die man am Aroma im Topf schmeckt. Wer einmal eine müde Prise aus einem alten Supermarktglas mit einer frischen Mischung von Provence Tradition vergleicht, versteht den Unterschied sofort.
Label Rouge, IGP und das Bio-Siegel
Die Qualität von Provence Tradition steht auf dem Etikett, in Form amtlicher Herkunfts- und Gütesiegel.
Die Kräuter der Provence tragen das Label Rouge, das die Erzeuger 2003 erstritten haben. Es schreibt einen Mindestgehalt von 2 Prozent ätherischen Ölen vor und eine feste Rezeptur: Oregano, Rosmarin und Bohnenkraut zu je 27 Prozent, Thymian zu 19 Prozent. So weiß jeder, was im Beutel steckt, egal wo auf der Welt er ihn kauft.
Der Thymian wiederum trägt die geschützte geografische Angabe Thym de Provence IGP, Bouquet garni und Lorbeer kommen aus zertifiziert biologischem Anbau. Dass Vincent Mignérat dem Branchenverband A.I.H.P. vorsteht, ist kein Zufall, hier weiß jemand, wovon er spricht. Mehr Herkunft bekommt man selten in ein Kräuterpäckchen.
Für dich in der Küche heißt das vor allem eines: Verlässlichkeit. Ein Beutel Kräuter der Provence mit Label Rouge riecht in Nordhorn genauso intensiv wie an einem Marktstand in Avignon, und der Thymian mit IGP kommt garantiert von den Hängen der Provence, nicht aus anonymer Sammelware. Herkunft, die man schmeckt und nachlesen kann.
Womit du in die Provence startest
Wer die Küche der Provence entdecken will, fängt am besten mit den drei Klassikern an.
Für den Anfang genügt ein Griff zu den Kräutern der Provence: eine Prise über Ratatouille, Ofengemüse oder Grillfleisch, und die Küche duftet nach Süden. Zum langen Schmoren wandert das Bouquet garni in den Topf und am Ende wieder heraus, und für Fond, Sauerbraten und Eintopf sind die Lorbeerblätter erste Wahl.
Mit einem fruchtigen Olivenöl und etwas Geduld am Herd hast du die Provence auf dem Teller, ganz ohne Flugticket. Als kleines Mitbringsel für Kochbegeisterte macht sich so ein Kräuterpäckchen ohnehin gut. Probier dich durch und lass die Kräuter erzählen, woher sie kommen.
Zum Fest oder als Geschenk lässt sich aus den Kräutern und einem Fläschchen Öl im Handumdrehen ein kleines Provence-Paket schnüren. Und wenn draußen der Winter drückt, holt ein Schmortopf mit Bouquet garni und Lorbeer ein Stück Süden auf den Tisch. Die Provence, so zeigt sich, ist weniger ein Ort als ein Duft, den man aufheben kann.