Weingut Pflüger, biodynamische Bio-Weine aus der Pfalz
Das Weingut Pflüger in Bad Dürkheim ist ein biodynamisches Familienweingut aus der Pfalz. Alexander Pflüger führt es seit 2010 in zweiter Generation, arbeitet nach Demeter und keltert Bio-Weine, die ihre Lage im Glas zeigen. Weniger machen, mehr werden lassen.
Weingut Pflüger steht für naturnahe, biodynamische Bio-Weine aus der Pfalz. In Bad Dürkheim, gegenüber der Saline gelegen, keltert Winzer Alexander Pflüger Weiß- und Rotweine, die ihre Herkunft ehrlich erzählen – vom leichten Quarzit-Gutswein bis zum großen Lagenwein. Das ganze Weingut ist Demeter-zertifiziert und arbeitet zu 100 % biologisch.
Seit 2010 führt Alexander das Familienweingut
Alexander Pflüger hat das Weingut 2010 von seinem Vater Bernd übernommen und führt die Philosophie des Familienbetriebs mit großer Leidenschaft fort. Eine Rückbesinnung auf traditionelle Werte, wie Alexander es selbst beschreibt.
Schon Bernd Pflüger gehörte zu den Bio-Pionieren der Pfalz und stellte die Weinberge früh, bereits um 1990, auf biologischen Anbau um, lange bevor Bio in aller Munde war. Sein Sohn ging den Weg konsequent weiter: Ab dem Jahrgang 2008 konnte das Weingut alle Weine in biodynamischer Demeter-Qualität anbieten. Tradition und Aufbruch, in einer Hand.
Alexanders Anliegen ist es, den Ursprungscharakter jedes Weines herauszuarbeiten. Dafür beobachtet er die Natur und versteht, was sie braucht – biologische Vielfalt und Lebendigkeit in den Weinbergen. „Weniger machen, mehr werden lassen", so lässt sich seine Haltung im Keller wie im Weinberg zusammenfassen.
Dass das Weingut ausgerechnet gegenüber der Saline von Bad Dürkheim liegt, passt ins Bild. Salz und Wein, beide entstehen hier aus dem, was die Pfalz von Natur aus mitbringt – Sonne, Wasser und die Kraft des Bodens. Der Ort erdet die Weine, noch bevor man sie probiert hat.
Vom Quarzit-Gutswein bis zur Lage Fronhof
Das Sortiment reicht vom leichten, alltagstauglichen Gutswein bis zum großen Lagenwein. Die Gutsweine vom Quarzit und Buntsandstein machen den Anfang – frisch, mineralisch, unkompliziert.
Bei den Weißweinen findest du den saftigen Riesling vom Buntsandstein, den geradlinigen Chardonnay vom Quarzit, den rassigen Sauvignon Blanc und den cremigen Weißburgunder. Dazu kommt der helle Blanc de Noir, weiß gekeltert aus roten Spätburgunder-Trauben.
Gerade der Chardonnay Quarzit zeigt schön, was die Pflüger-Handschrift ausmacht: kein üppiger Holz-Chardonnay, sondern ein ehrlicher, geradliniger Typ mit Noten von Banane und Mandarine, einer feinen Cremigkeit und der salzigen Mineralität des Quarzitbodens. Ein Weißwein, der die Sonne der Pfalz und die Kühle des Steins in einem Glas vereint.
Bei den Roten reicht die Spanne von der geselligen Cuvée Noir bis zum Fronhof Pinot Noir, einem Lagen-Spätburgunder aus einer der ältesten Lagen der Mittelhaardt. So findest du für jeden Anlass etwas – den leichten Begleiter für den Mittwochabend ebenso wie den Charakterwein für das Festessen. Besonders schön ist der Blanc de Noir, der zeigt, dass auch eine rote Traube hell und filigran sein kann.
Jeder Jahrgang erzählt die Geschichte ein wenig neu. Mal ist ein Sommer warm und die Frucht üppig, mal kühl und die Säure rassig. Genau diese Unterschiede bleiben bei Pflüger im Wein erhalten, statt im Keller glattgebügelt zu werden. Die ganze Auswahl steht in unseren Weißweinen und Rotweinen für dich bereit.
100 Prozent Bio, Demeter im Glas
Das Weingut Pflüger arbeitet zu 100 % biologisch, der Demeter-Anteil der Weine liegt bei 95 %. Biodynamie ist hier kein Etikett, sondern tägliche Arbeit im Weinberg.
Seit dem Jahrgang 2008 wird konsequent biodynamisch gearbeitet: kein künstlicher Dünger, keine Herbizide, keine Insektizide, dafür ein wacher Blick auf den Lauf der Jahreszeiten und des Mondes. Im Kelterhaus gegenüber der Saline in Bad Dürkheim werden die Trauben sanft gepresst und die Moste spontan vergoren – mit den natürlichen Hefen, die ohnehin auf der Beere sitzen.
Auf rund 38 Hektar rund um Bad Dürkheim, Ungstein und Wachenheim wachsen so Weine, die ihre Herkunft nicht überdecken, sondern zeigen. Je behutsamer der Eingriff im Weinberg und im Keller, desto klarer spricht am Ende die Lage aus dem Glas, betont Alexander immer wieder.
Spontanvergärung verlangt Geduld und Vertrauen, denn die wilden Hefen lassen sich nicht zur Eile drängen. Genau das ist gewollt: Ein Wein, der Zeit bekommt, schmeckt am Ende nach seinem Ort und nicht nach Rezept. Das ist die ruhige Konsequenz hinter jedem Pflüger-Wein.
Jede Lage ein eigener Charakter
Auch wenn die Weinberge nur wenige Kilometer auseinanderliegen, hat jede Lage ihr eigenes Mikroklima und überrascht mit der Vielfalt der Böden. Genau diese Unterschiede macht Alex Pflüger schmeckbar.
Da treffen üppige Ungsteiner Weine, auf schweren Kalkböden gewachsen, auf elegante Dürkheimer Weine vom Quarzit. Ob vom Dürkheimer Michelsberg, Spielberg, Fuchsmantel oder Fronhof, ob vom Ungsteiner Herrenberg oder dem Königsbacher Ölberg – alle zeigen ihre Herkunft im besten Sinne. Kalk, Quarzit, Buntsandstein, jeder Boden schreibt seine eigene Handschrift.
Der Buntsandstein leitet die Wärme gut und bringt reife, würzige Weine hervor, der Quarzit gibt eine feine salzige Mineralität, der Kalk sorgt für Druck und Fülle. Wer die Weine nebeneinander probiert, schmeckt die Landkarte der Mittelhaardt fast wie eine Reise von Dorf zu Dorf.
Diese Lust an der Vielfalt teilt das Weingut mit anderen Pfälzer Erzeugern. Wer mag, schaut auch beim Weingut Rings vorbei, ebenfalls aus der Pfalz und ebenfalls für charaktervolle Weine bekannt.
Unsere Empfehlungen für jeden Anlass
Aus dem Sortiment empfehlen wir dir je nach Anlass etwas anderes – für den geselligen Abend, für das feine Menü, für das kühle Glas auf der Terrasse.
Wir mögen den Riesling Buntsandstein zur deftigen Pfälzer Küche, zu Saumagen oder Flammkuchen. Den Blanc de Noir und den Sauvignon Blanc reichen wir gern als Aperitif oder zu leichter Sommerküche, den Weißburgunder zu Huhn und Gemüse. Und wenn es ernst und festlich wird, kommt der Fronhof Pinot Noir auf den Tisch – ein Lagenwein, der Geduld belohnt.
Ein kleiner Tipp am Rande: Gib den Weißweinen das richtige Glas und die richtige Temperatur, gut gekühlt bei 8 bis 12 Grad, und den Roten eine halbe Stunde Luft.
Dann zeigen die Pflüger-Weine in Ruhe, was in ihnen steckt, und die Arbeit eines ganzen Jahres im Weinberg kommt im Glas an. So schmeckt am Ende nicht nur ein Wein, sondern eine ganze Lage.
Als Geschenk macht ein Pflüger-Wein ohnehin Freude, ob als einzelne Flasche mit Geschichte oder als kleine Auswahl quer durch die Lagen. Wer einen Bio-Wein mit Haltung sucht, der mehr werden lässt als macht, liegt bei Alexander Pflüger genau richtig.
Probier dich durch die Lagen und Sorten und lass dich überraschen, wie unterschiedlich die Pfalz schmecken kann. Alle Achtung, was hier aus Boden, Sonne und Geduld wird.