Seaweed Salt, Salzflocken mit dem Atem des Atlantiks
Das Saltverk Seaweed Salt ist ein Algensalz aus Island: handgesiedete Meersalzflocken, verfeinert mit nordatlantischen Algen. Würzig-maritim mit feiner Umami-Tiefe – im 90-Gramm-Glas, gesiedet allein mit Erdwärme.
Das Saltverk Seaweed Salt ist ein Algensalz aus den isländischen Westfjorden, bei dem getrocknete Algen aus dem Nordatlantik unter die pyramidenförmigen Salzflocken gemischt werden. Das Meer würzt hier doppelt – als Salz und als Pflanze, beides aus demselben kalten, klaren Wasser.
Maritim, grün und voller Umami
In der Nase liegt ein frischer Hauch von Küste, am Gaumen verbinden sich die knackige Flocke und die dunkelgrünen Algenflocken zu einer würzigen, runden Tiefe – das, was Köche Umami nennen. Salzig, pflanzlich und ein wenig nussig zugleich: Das Algensalz schmeckt nach mehr, ohne mehr zu verlangen.
Die Alge drängt sich dabei nicht vor: Sie schmeckt nach Meeresbrise, nicht nach Hafenbecken. Wer japanische Küche mag, erkennt die Verwandtschaft zu Nori sofort – nur eben mit isländischem Akzent.
Essbare Algen haben in Island übrigens eine lange Tradition: Schon in den alten Sagas wird getrockneter Seetang als Vorrat erwähnt, lange bevor er als moderne Zutat wiederentdeckt wurde. Das Seaweed Salt knüpft an diese Geschichte an – nordische Vorratskammer, neu gedacht.
Schmeckt uns besonders zu Fisch, Reis und Butter
Das Algensalz ist der geborene Begleiter für alles aus dem Wasser: gebratener Kabeljau, Lachs, Garnelen, auch die gute Fischkonserve gewinnt mit einer Prise. Ebenso schön: über Reisgerichte, Ramen, Avocado oder ein Butterbrot, das plötzlich nach Strandspaziergang schmeckt.
Unser Lieblingstrick ist die Algenbutter: weiche Butter mit einer kräftigen Prise Seaweed Salt verkneten, kurz kaltstellen, auf heißem Sauerteigbrot oder zu gedünstetem Fisch servieren. Das 90-Gramm-Glas verwandelt so ein simples Abendbrot in ein kleines Küstenmenü.
Auch Rindfleisch verträgt die maritime Würze erstaunlich gut – Umami verstärkt Umami. Erst nach dem Garen aufstreuen, damit Flocke und Alge sichtbar bleiben. Verwandte Würzideen findest du bei den Kräuter- und Gewürzsalzen, feine Fische in unserer Kategorie Fischkonserven.
Wo das Salz herkommt, wachsen auch die Algen
Björn Steinar Jónsson siedet in Reykjanes in den Westfjorden, rund 400 Kilometer von Reykjavík, seit 2011 und zu 100 Prozent mit geothermischer Energie – heißes Quellwasser von etwa 97 Grad heizt die offenen Pfannen, eine Methode aus dem 17. Jahrhundert, die Saltverk als erste Manufaktur weltweit vollständig wiederbelebt hat. Ein Algensalz mit dieser Herkunft gibt es kein zweites Mal.
„Unsere Sorten kommen von dem, was zu uns gehört", sagt Björn über die Auswahl der Zutaten – und was läge näher am Salz als die Alge aus demselben Wasser? Geerntet und gemischt wird von Hand, in kleinen Chargen, abgefüllt in Gläser zu 90 Gramm – jede Charge ein kleines Stück Westfjord-Sommer.
Auch dieses Glas trägt die ganze Geschichte des Ortes in sich: Salzsieden mit Erdwärme gab es hier schon im 17. Jahrhundert, der Laki-Ausbruch von 1783 beendete es, und seit 2011 wachsen in Reykjanes wieder Pyramiden in den Pfannen – heute mit Algen als Beigabe.
So entsteht ein Gewürzsalz, das seine Herkunft nicht versteckt, sondern feiert es leise. Mehr aus der Manufaktur findest du bei Saltverk – etwa das Arctic Thyme Salt, den Kräuter-Bruder des Algensalzes. Das Meer schickt Grüße!