Arctic Thyme Salt, Salzflocken mit arktischem Thymian
Das Saltverk Arctic Thyme Salt verbindet handgesiedete isländische Salzflocken mit arktischem Thymian, der nur in Island, Grönland und auf den Färöern wächst. Würzig-blumig, fast wie Lavendel – im 80-Gramm-Glas.
Das Saltverk Arctic Thyme Salt sind Salzflocken mit arktischem Thymian aus den isländischen Westfjorden. Der wilde Thymian des Nordens wächst nur in Island, Grönland und auf den Färöern – und duftet so eigenwillig, dass Björn Steinar Jónsson ihn eher mit Lavendel vergleicht als mit dem Thymian von der Fensterbank.
Blumig, würzig und ganz anders als erwartet
Schon beim Öffnen des Glases steigt ein Duft auf, der zwischen Kräuterwiese und Lavendelfeld liegt – wilder, süßer, kühler als mediterraner Thymian. Am Gaumen knackt die Flocke, dann übernimmt das Kraut: aromatisch, blumig, mit einer feinen harzigen Tiefe.
„Er hat einen deutlich eigenständigeren Duft als der Thymian, den man aus der Küche kennt", beschreibt Björn das arktische Kraut. Genau deshalb lohnt es sich, dieses Salz pur zu probieren, bevor es ans Kochen geht – einmal über den Handrücken, einmal staunen.
Der arktische Thymian wächst niedrig und zäh auf Islands Heideflächen und Hochebenen, wo er sich gegen Wind und kurze Sommer behauptet – diese Kargheit konzentriert sein Aroma. Was die Wiese hier an Fülle spart, schenkt sie an Intensität. Karg, wild und konzentriert: ein Kraut wie seine Landschaft.
Wir lieben es zu Lamm, Kartoffeln und Ofengemüse
Arktischer Thymian und Lamm sind in Island ein Klassiker – eine Prise auf dem rosa gebratenen Lammrücken erklärt, warum. Ebenso schön: Ofenkartoffeln, geröstetes Wurzelgemüse, gebratene Pilze, Ziegenkäse mit Honig.
Probier es auch im Quark zu Pellkartoffeln oder in einer schnellen Joghurt-Marinade für Hähnchen – das Kraut hält der Kühle stand und blüht beim Essen wieder auf. Eine Prise genügt; das Glas mit 80 Gramm begleitet dich durch viele Kochabende.
Auch in der Brotküche zeigt das Salz Format, auf Focaccia oder Butterbrot bringt es Wiese und Meer zusammen. Erst nach dem Garen aufstreuen, damit Flocke und Kraut ihren Auftritt behalten. Mehr würzige Verwandte stehen bei den Kräuter- und Gewürzsalzen, die pure Basis bei den Salzflocken.
Vom Kraut der Hochebenen ins Glas der Westfjorde
Gesiedet wird in Reykjanes, rund 400 Kilometer von Reykjavík: Seit 2011 heizt dort 97 Grad heißes Quellwasser die offenen Salzpfannen – Saltverk hat die geothermische Methode aus dem 17. Jahrhundert als erste Manufaktur der Welt vollständig wiederbelebt.
Der arktische Thymian wird getrocknet und behutsam unter die frisch geernteten Flocken gemischt, von Hand, in kleinen Chargen von 80 Gramm pro Glas. Eine Sorte, die es authentisch nur aus dem hohen Norden geben kann – das ist bei Saltverk Auswahlprinzip, keine Laune.
Auch die Geschichte des Ortes schwingt mit: Schon im 17. Jahrhundert wurde in Reykjanes mit Erdwärme gesiedet, 1783 beendete der Laki-Ausbruch das Kapitel, 2011 schlug Björn es neu auf. Das Arctic Thyme Salt ist seine wohl poetischste Seite.
Wer das Glas einmal geöffnet hat, versteht, warum Köche vom Noma bis zur Hart Bageri mit diesem Salz arbeiten. Die ganze Geschichte der Manufaktur liest du bei Saltverk, den maritimen Gegenspieler findest du im Seaweed Salt. Island kann auch Wiese!