Feigenessig mit reichlich Fruchtmark aus der Provence
Der Feigenessig mit Fruchtmark von A l'Olivier ist eine französische Essigzubereitung aus der Provence, dickflüssig und sämig durch einen hohen Anteil Feigenmark. Kein aus Feigen vergorener Essig, sondern ein Branntweinessig, veredelt mit reichlich Feigenpüree.
Feigenessig mit Fruchtmark bringt die dunkle Süße reifer Feigen ins Fläschchen und gehört zu den beliebtesten Essigspezialitäten der Pariser Ölmühle A l'Olivier. Für die Essigzubereitung wird ein Branntweinessig mit rund 40 Prozent Feigenmark, etwas Zucker und Pektin verrührt, weshalb er dicht, sämig und tiefdunkel im Glas steht. Die Franzosen nennen ihn Vinaigre à la pulpe de figue, Essig mit Feigenmark, und genau so schmeckt er auch.
Reife Feige, dunkel und samtig
Im Glas steht der Feigenessig tiefbraun und dickflüssig, in der Nase reife Feigen mit einem warmen, süßsäuerlichen Kern und einem Hauch Karamell.
Am Gaumen spielt er sein Fruchtmark aus, erst die dunkle Süße der Feige, dann die klare Säure des Branntweinessigs, welcher das Rückgrat bildet. Sämig, fruchtig, tiefgründig legt er sich über den Löffel, samtig und rund statt spitz.
In Frankreich gehören solche fruchtigen Essige seit jeher auf den Bistrotisch, und A l'Olivier macht sie bis heute mit echtem Fruchtmark statt mit bloßem Aroma. Ein einziger Tropfen gibt einem schlichten Teller Tiefe, und weil das Mark ihn bindet, bleibt er liegen, wo du ihn hinsetzt, statt vom Salatblatt zu tropfen.
Wir mögen ihn in der cremigen Vinaigrette
Verrühre den Feigenessig mit etwas Olivenöl oder nussigem Haselnussöl, und aus dem sämigen Essig wird eine cremige Vinaigrette für bunte Salate – einer der dichtesten unter unseren Fruchtessigen.
Die Feigensüße mag kräftige Partner. Zu Foie Gras und zu weißem Fleisch spielt sie ihre Fülle aus, ein paar Tropfen deglacieren die Pfanne nach dem Braten zu einer schnellen, dunklen Sauce. Wir träufeln ihn ebenso gern über gereiften Ziegenkäse, über einen Rucola mit gerösteten Walnüssen oder, wenn es süß sein darf, über eine Kugel Vanilleeis. Auch gegrillte Feigen und ein Löffel über warmem, gebackenem Camembert vertragen ihn bestens, so weit reicht sein Spektrum.
Eine Pariser Ölmühle seit 1822
Gegründet hat A l'Olivier im Jahr 1822 der Apotheker Eugène Popelin, welcher den Parisern das gute Olivenöl näherbringen wollte.
Aus der kleinen Ölhandlung im Marais wurde ein Familienhaus mit über 50 Ölen und einer Handvoll fruchtiger Essige, ganz so, wie Popelin es sich einst vornahm, und schon auf den Weltausstellungen 1867 und 1889 ausgezeichnet. Gut 200 Jahre später steht der Name noch immer für dieselbe Sorgfalt.
Heute wählen die provenzalischen Werkstätten bei Nizza die Früchte aus, rühren das Fruchtmark an und füllen die Essige ab, während eine Mühle nahe Poitiers Saaten- und Nussöle presst. Neben dem Feigenessig findest du bei uns den fruchtig-roten Himbeeressig und das übrige Sortiment von A l'Olivier.
Genusstipp
Vor dem Gebrauch schütteln, denn das Feigenmark setzt sich am Boden ab, und nach dem Öffnen hält sich die 200-ml-Flasche kühl gestellt am längsten. Für eine schnelle Vorspeise legst du reife Feigen mit etwas Ziegenkäse an, träufelst den Essig darüber und reichst ein Glas Crémant dazu. Und wer verschenken mag, stellt den Feigenessig mit dem Himbeer- und dem Mangoessig zu einem fruchtigen Trio zusammen. Mehr braucht ein lauer Sommerabend nicht.