Cipriani Eiernudeln aus dem Umfeld von Harry's Bar
Hier findest du sieben Eiernudeln von Cipriani in vier Breiten: Tagliolini, Tagliarelle, Pappardelle und die eigenwilligen Tagliardi, drei davon zusätzlich mit Spinat. Jede Packung 250 Gramm, jede Nudel dünn gewalzt und mit Ei angereichert, nach einer Methode, die einst in der Küche von Harry's Bar in Venedig entstand.
Eiernudeln von Cipriani sind dünn ausgewalzte Bandnudeln aus Weizengrieß und Ei, welche in vier Breiten und teils in einer grünen Spinat-Variante angeboten werden. Sieben Sorten stehen zur Auswahl, von der hauchdünnen Tagliolini bis zur breiten Pappardelle, jede in der 250-Gramm-Packung.
Eiernudeln, die feinere Seite der italienischen Küche
Während Hartweizennudeln aus nur Grieß und Wasser bestehen, kommt bei Eiernudeln eine dritte Zutat hinzu: das Ei, welches den Teig geschmeidiger, gelber und empfindlicher macht. Diese Machart stammt ursprünglich aus dem Norden Italiens, aus der Emilia-Romagna und dem Veneto, wo frische Bandnudeln traditionell mit dem Nudelholz von Hand ausgerollt wurden.
Venedig selbst liegt an der Schnittstelle zwischen dieser norditalienischen Eiernudel-Tradition und der Pasta-secca-Kultur des Südens, ein Umstand, der sich auch im Sortiment von Cipriani widerspiegelt: Eiernudeln für die feinen, festlichen Momente, Hartweizenpasta für den unkomplizierten Alltag. Beide Traditionen kommen in der Küche von Harry's Bar zusammen, in der über Generationen genau beobachtet wurde, welche Form zu welchem Gericht gehört.
Bei Cipriani trägt diese Tradition die Handschrift von Harry's Bar in Venedig. Dünne Blätter, ausgewogene Textur, ein sauberer, eleganter Geschmack: So beschreibt das Haus selbst die Philosophie hinter seiner Eiernudel, entstanden nicht, um mit Übermaß zu beeindrucken, sondern um die Anmut perfekter Ausführung auf den Teller zu bringen.
Genau das schmeckt man: Eiernudeln kochen schneller als Hartweizenpasta, sie sind feiner am Gaumen und nehmen Saucen anders auf, seidiger, weniger stämmig. Wer beides im Haus hat, merkt schnell, wann welche Pasta gefragt ist.
Nach traditioneller italienischer Rezeptur kommen auf ein Kilogramm Weizengrieß gut vier bis fünf Eier, ein Verhältnis, das der Nudel ihre charakteristische goldgelbe Farbe und ihre leicht poröse Oberfläche gibt, an der Saucen besonders gut haften. Diese Machart unterscheidet sich grundlegend von der reinen Hartweizenpasta aus Grieß und Wasser, welche härter bleibt und länger kocht.
Wichtig zu wissen: Cipriani Eiernudeln sind getrocknete Pasta, keine frische Kühlware. Sie halten sich wie Hartweizennudeln lange im Vorratsschrank und müssen nicht gekühlt werden, ein praktischer Vorteil gegenüber frischer Pasta, die binnen weniger Tage verbraucht werden muss.
Drei bis vier Minuten Kochzeit, vier Breiten, eine Rezeptur aus Grieß und Ei: Mehr braucht diese Pasta nicht, um einen Alltagsteller in etwas Besonderes zu verwandeln.
Sieben Sorten, vier Breiten
Das Cipriani Sortiment an Eiernudeln gliedert sich in vier Grundformen, von schmal bis breit, drei davon zusätzlich in einer grünen Spinat-Variante – macht sieben Sorten für sieben verschiedene Küchenmomente.
Am schmalsten sind die Tagliolini all uovo, feine, fadendünne Bandnudeln, die es auch als Tagliolini mit Spinat gibt. Etwas breiter, bei rund 7 Millimetern, sind die Tagliarelle all uovo und ihre grüne Schwester, die Tagliarelle mit Spinat.
Eine eigene Form bilden die Tagliardi Eiernudeln und die Tagliardi mit Spinat: kleine, quadratische Plättchen statt langer Bänder, eine Form, die man außerhalb Italiens selten findet.
Den Abschluss bilden die breitesten im Sortiment, die Pappardelle all uovo mit rund 18 Millimetern Breite, ohne Spinat-Variante, dafür mit umso mehr Präsenz auf dem Teller. Der Name Pappardelle leitet sich vom toskanischen Verb pappare ab, herzhaft essen oder verschlingen, ein passender Name für eine Nudel, die keine halben Sachen macht.
Wer probieren möchte, bevor er sich festlegt, beginnt am besten mit den Tagliarelle: schmal genug für Alltagssaucen, breit genug, um auch kräftigeren Zutaten standzuhalten – ein guter Mittelweg durch das ganze Sortiment.
Der Spinat in den grünen Varianten färbt die Nudel zu einem satten Grün und bringt dabei eine leicht erdige Note mit, die zu Butter, Salbei oder hellen Käsesaucen besonders gut passt. Auf dem Teller ergibt das einen Kontrast, der auch für Gäste ein kleiner Blickfang ist, ganz ohne dass du dafür extra Deko brauchst.
Schmal oder breit? Die richtige Bandnudel zur Sauce
Bei Bandnudeln entscheidet die Breite über die passende Sauce, ähnlich wie bei den Röhrenformen der Hartweizenpasta, nur dass hier die Fläche statt der Rille zählt: Je breiter das Band, desto mehr Sauce trägt es, und desto kräftiger darf diese Sauce ausfallen.
Die hauchdünnen Tagliolini mögen es leicht, mit etwas Butter, Salbei oder feinen Meeresfrüchten, die sich nicht unter der Nudel verstecken sollen. Die mittelbreiten Tagliarelle sind die Allrounder im Sortiment, gut zu Sahnesaucen, hellen Pilzsaucen oder einem einfachen Parmesan mit schwarzem Pfeffer.
Die kleinen Tagliardi-Plättchen eignen sich besonders für Suppeneinlagen oder leichte Brühen, in denen sie schwimmen statt zu tragen. In der italienischen Küche heißt diese Art von Pasta „pasta in brodo", Nudeln in der Brühe, ein eigenes kleines Kapitel der Küche, das hierzulande zu Unrecht wenig bekannt ist.
Die breiten Pappardelle schließlich sind für die kräftigste Kategorie gemacht: Wildragout, geschmortes Rindfleisch, dicke Pilzsaucen mit Steinpilzen. Am meisten hat es uns die Kombination mit einer langsam geschmorten Fleischsauce angetan, bei der das breite Band genug Fläche bietet, um jeden Löffel Sauce mitzunehmen.
Eine Pasta-Methode aus der Küche von Harry's Bar
1931 eröffnete Giuseppe Cipriani seine Bar in einer Gasse nahe der Piazza San Marco in Venedig, benannt nach Harry Pickering, dem Amerikaner, der ihm die Eröffnung erst ermöglichte. Aus dieser Küche, in der über Jahrzehnte Gäste wie Ernest Hemingway, Peggy Guggenheim und Orson Welles verkehrten, entwickelte sich mit der Zeit eine eigene Art, Eiernudeln herzustellen: dünn gewalzt, mit ausgewogener Textur, auf ein sauberes, klares Aroma hin gearbeitet statt auf Effekt.
2001 erklärte das italienische Kulturministerium Harry's Bar offiziell zum nationalen Kulturdenkmal, eine seltene Ehre für ein Gasthaus. Sein Sohn Arrigo Cipriani führte das Haus später in die Welt hinaus, auf fast 30 Standorte, ohne dabei die Grundidee zu verwässern: Was in der Küche gut ist, muss nicht kompliziert sein, es muss nur genau gemacht sein.
Diese Genauigkeit steckt in jeder Packung Cipriani Eiernudeln, egal ob Tagliolini oder Pappardelle. Es ist dieselbe Sorgfalt, die schon 1931 den Ruf der kleinen Bar am Markusplatz begründete, heute angekommen weit über Venedig hinaus, mitten in deiner eigenen Küche.
Cipriani Food führt diese Küchenlinie heute fort, gemeinsam mit den Hartweizennudeln, Saucen und dem Olivenöl des Hauses. Wer sich für die trockene, eifreie Seite der Cipriani Pasta interessiert, wird in unserer Kollektion Cipriani Hartweizennudeln fündig, während die passenden Saucen dazu in der Kollektion Cipriani Feinkost warten.
Bemerkenswert an dieser Geschichte ist, wie wenig sich die Grundidee über beinahe hundert Jahre verändert hat. Andere Häuser hätten in dieser Zeit mehrfach ihren Kurs gewechselt, neue Trends aufgegriffen, Rezepturen verwässert. Cipriani hat stattdessen an derselben Idee festgehalten: wenige, gute Zutaten, präzise verarbeitet, ohne Umwege.
Kurz kochen, sanft anrichten
Eiernudeln sind empfindlicher als Hartweizenpasta und brauchen entsprechend weniger Zeit im Topf, meist nur zwei bis vier Minuten, je nach Breite. Tagliolini sind oft schon nach 90 Sekunden fertig, Pappardelle brauchen etwas länger. Wer zu lange wartet, riskiert eine matschige statt einer zart-elastischen Nudel.
Zu den Tagliarelle passt klassisch eine Sauce mit Olivenöl extra vergine, Salbeibutter und etwas geriebenem Parmesan, in fünf Minuten fertig. Für die Pappardelle empfiehlt sich eine Sauce, die Zeit hatte, etwa ein langsam geschmortes Ragù, dazu passt auch ein kräftiger Rotweinessig-Salat als Kontrast auf der Seite.
Ein Glas trockener Rotwein aus Norditalien begleitet die kräftigeren Formate gut, während zu den Tagliolini eher ein frischer Weißwein passt – ein kleiner Unterschied, der viel für den Abend ausmacht.
Beim Abgießen gilt bei Eiernudeln noch mehr Vorsicht als bei Hartweizenpasta: Ein Sieb reicht meist nicht, besser hebst du die Nudeln direkt mit einer Zange oder einem Nudelheber aus dem Topf in die Pfanne mit der Sauce, damit sie nicht aneinander kleben. Ein Rest Kochwasser, mit in die Pfanne gegeben, hält die zarten Bänder geschmeidig, bis sie auf dem Teller landen.
Cipriani Eiernudeln für besondere Abende
Eiernudeln sind die Pasta für den Moment, in dem es etwas mehr sein darf: der Geburtstag, der Besuch aus der alten Heimat, der Sonntag, an dem länger gekocht wird als sonst. Mit sieben Sorten im Sortiment findet sich für jeden dieser Anlässe die passende Breite.
Gleichzeitig sind sie schnell genug für den Alltag: Wer nach der Arbeit noch keine Lust auf lange Kochzeiten hat, hat mit Tagliolini oder Tagliarelle in unter fünf Minuten ein Essen auf dem Tisch, das nach mehr Aufwand aussieht, als es tatsächlich war. Genau diese Spanne zwischen Alltagstauglichkeit und festlichem Anlass macht Eiernudeln zu einem Vorrat, der sich lohnt.
Ein Set aus drei oder vier verschiedenen Formen, dazu eine passende Sauce, ist ein Geschenk, das nach Venedig schmeckt, ohne dorthin reisen zu müssen. Wer sich einen Überblick über das gesamte Haus verschaffen möchte, findet ihn in der Cipriani Food Kollektion, und wer noch mehr italienisches Nudel-Handwerk sucht, wird in unserer großen Pasta-Auswahl fündig.
Wickel dir die Tagliolini kunstvoll um die Gabel, oder lass die Pappardelle einfach in der Sauce verschwinden – beides ist erlaubt, solange am Ende der Teller leer ist.
Und falls du dich zwischen den sieben Sorten nicht entscheiden kannst: Das muss auch niemand an einem einzigen Abend. Bewahre die ungeöffneten Packungen trocken und dunkel auf, dann warten sie geduldig auf ihren jeweiligen Moment, ob das nun ein Dienstag mit Butter und Salbei ist oder ein Sonntag mit stundenlang geschmortem Ragù.