Sattlerhof Weißburgunder Gamlitz 2024 mit Zitrusfrische und geriebenen Mandeln
Weißburgunder Gamlitz 2024 von Weingut Sattlerhof ist der jüngste Ortswein dieser Sorte im Haus, gewachsen in den Steilhängen um die Gemeinde und im Stahltank vergoren. Er verbindet helle Zitrusfrische mit dem Duft frisch geriebener Mandeln und bleibt dabei hochfein.
Weißburgunder Gamlitz 2024 ist ein trockener Ortswein der Südsteiermark DAC, den die Familie Sattler aus vollreifen Trauben ihrer eigenen Weingärten keltert. Alexander Sattler führt das Weingut gemeinsam mit seinem Bruder, und die Reben für diesen Wein stehen in Anlagen zwischen 15 und 35 Jahren. Biodynamisch gearbeitet wird im Haus seit dem Jahrgang 2021, zertifiziert nach Lacon.
Zitrusfrische und frisch geriebene Mandeln
Der erste Eindruck ist hell und zitrisch, eine Frische, welche eher an abgeriebene Zeste erinnert als an Saft. Dahinter legt sich der Duft frisch geriebener Mandeln, mehlig und süßlich zugleich. Ein Weißburgunder aus kühler Höhe zeigt selten Wucht, und dieser hier strebt auch gar nicht danach.
Am Gaumen wird der Wein hochfein und elegant, mit jenen zarten Anklängen an Schwarztee, welche das Weingut selbst hervorhebt. Sein Säurespiel bleibt trinkfreudig statt streng, sodass die Flasche schneller leer ist als gedacht. Wunderbar steirisch nennt das Haus diesen Wein, und genau so trägt er sich auch.
Trocken ist er von vorne bis hinten, ohne dass ihm dabei an Fülle etwas fehlte. Bis 2030 steht der Jahrgang in seiner besten Form, danach tritt die Zitrusnote zurück und die Mandel gewinnt an Gewicht.
Poulardenbrust, Kürbisspalten und ein ruhiger Abend
Saftig gebratenes helles Geflügel ist die Empfehlung des Weinguts, und eine Poulardenbrust mit knuspriger Haut zeigt sofort, warum das stimmt. Der Wein nimmt den Bratsaft auf, ohne dagegen anzukämpfen.
Spargel, geröstete Kürbisspalten und Zuckerschoten bilden die vegetarische Reihe, welche in der Steiermark ohnehin zusammengehört. Ein junger Ziegenfrischkäse geht in dieselbe Richtung, solange ihn niemand zu kräftig würzt. Auch ein Risotto mit Kürbis findet in dieser Frische seinen Gegenpol, ohne den Wein daneben verschwinden zu lassen.
Der ältere Weißburgunder Gamlitz 2022 steht daneben für den ruhigeren Ton, während dieser Jahrgang die frischere Seite übernimmt. Für dich heißt das zwei Flaschen aus denselben Hängen, welche denselben Braten aus verschiedenen Winkeln begleiten.
Glimmer im Quarzsand über Gamlitz
Die Weingärten stehen im Steilhang, 350 bis 450 Meter über dem Meer, auf kristallinen Quarzsanden. Glimmer blitzt darin auf, sobald die Sonne über den Hang wandert, und das kühle Mikroklima prägt den Charakter dieses Weins mindestens ebenso stark.
Vollreife Trauben werden selektiv von Hand geerntet, Stock für Stock und ohne jede Maschine im Hang. Vergärung und Reife finden im Stahltank statt, wo vier bis fünf Monate Feinhefelager dem schlanken Bau seine Cremigkeit geben. Ins Glas gehört er gut gekühlt, aber nicht eiskalt, weil ihm die Mandel sonst schlicht abhandenkommt.
Holz kommt bei diesem Wein nirgends ins Spiel, damit die Frucht genau jene Klarheit behält, welche ihr der Weingarten mitgegeben hat. Das gesamte Sortiment des Hauses steht in der Übersicht zum Weingut Sattlerhof, und wer bei den österreichischen Weinen stöbert, findet die Nachbarn aus Gamlitz und Eichberg gleich mit.
Weißburgunder Gamlitz 2024 – ein Wein und seine Werte
- Herkunft Wein aus Österreich
- Anbaugebiet Südsteiermark DAC
- Qualitätsstufe Ortswein Gamlitz
- Rebsorte Weißburgunder, Pinot Blanc
- 13 % vol. Alkohol
- 4,8 g/l Säure
- 1,1 g/l Restzucker
- Ausbau im Stahltank
- Bestform bis 2030
- enthält Sulfite
- vegan
- biodynamisch zertifiziert nach Lacon
Bio-Kontrollstelle AT-BIO-402 – Österreichische Landwirtschaft