Olivenöl, das flüssige Gold des Mittelmeers
Olivenöl ist die Seele der mediterranen Küche. Bei uns findest du ausschließlich natives Olivenöl extra, die höchste Güteklasse, aus Italien, Spanien und Portugal. Von mild bis würzig-bitter, als Bio, mit DOP-Herkunft oder fein aromatisiert, dazu sortenreine Öle aus Coratina, Arbequina und Picual, sorgfältig gepresst und ausgewählt.
Olivenöl ist das aus frischen Oliven gepresste Öl und die wichtigste Fettquelle der mediterranen Küche. Die höchste Stufe ist das native Olivenöl extra, das rein mechanisch gewonnen wird und weniger als 0,8 Prozent freie Säure trägt. Je nach Olivensorte, Ernte und Herkunft schmeckt es mild und fruchtig oder kräftig, grün und leicht bitter. Bei uns findest du ausschließlich diese höchste Güteklasse.
Das flüssige Gold des Mittelmeers
Olivenöl begleitet die Menschen rund ums Mittelmeer seit Jahrtausenden, als Nahrung, als Hautöl und als Kulturgut.
Schon in der Antike galt der Olivenbaum als heilig, sein Saft salbte Könige und Athleten, füllte Lampen und würzte das tägliche Brot. Bis heute ist er das Herz der mediterranen Küche, von der einfachen Bruschetta bis zum feinen Fischgericht.
Ein gutes Öl ist dabei weit mehr als Fett zum Braten: Es ist ein Aroma für sich, mit Duft, Farbe und Charakter, so unterschiedlich wie der Wein aus verschiedenen Lagen. Manche Öle duften nach frisch gemähtem Gras, andere nach Artischocke, Mandel oder Tomatenblatt.
In der mediterranen Küche steht es für eine ganze Lebensart: einfache, gute Zutaten, mit einem Faden Öl veredelt. Genau diese Haltung und diese Vielfalt findest du in unserer Auswahl aus einigen der besten Anbaugebiete Europas.
In vielen Ländern des Südens ist eine Mahlzeit ohne Öl kaum denkbar, und die berühmte mediterrane Küche baut ganz selbstverständlich darauf auf. Ein Krug davon steht dort so selbstverständlich auf dem Tisch wie bei uns Salz und Pfeffer.
Kein Wunder, dass der Olivenzweig bis heute für Frieden steht und der knorrige Baum in vielen Kulturen als Sinnbild für Beständigkeit und langes Leben gilt. Manche dieser Bäume tragen seit Jahrhunderten Früchte und werden über Generationen weitergegeben wie ein Erbstück.
Natives Olivenöl extra und seine Güteklassen
Die wichtigste Angabe auf der Flasche ist die Güteklasse, denn sie sagt dir, wie rein und wie sorgfältig das Öl gewonnen wurde.
Natives Olivenöl extra ist die höchste Klasse: rein mechanisch, ohne Wärme und ohne Chemie gewonnen, mit weniger als 0,8 Prozent freier Säure. Ein Olivenöl extra nativ von Olio Crudo aus Apulien zeigt, wie fruchtig und lebendig ein solches Öl schmeckt.
Kalt gewonnen heißt dabei: Die Oliven werden binnen Stunden nach der Ernte gemahlen und die Paste bei niedriger Temperatur gepresst oder zentrifugiert. Nur so bleiben Duft, Frucht und die feinen Bitterstoffe erhalten, die ein gutes Öl ausmachen.
Darunter stehen einfaches natives Öl und das raffinierte, geschmacklich flache Öl, das oft nur schlicht Olivenöl heißt. Wir führen bewusst ausschließlich die Spitzenklasse, damit du dich nie durch die Feinheiten der Kennzeichnung kämpfen musst.
Innerhalb dieser Klasse gibt es feine Unterschiede: Bio-Olivenöl stammt aus kontrolliert biologischem Anbau, DOP-Olivenöl trägt eine geschützte Ursprungsbezeichnung, und aromatisiertes Olivenöl ist mit Kräutern, Zitrus oder Chili verfeinert.
Die Kürzel DOP und IGP stehen dabei für geschützte Herkunft: Ein DOP-Öl wie das Terra di Bari muss aus einem klar umrissenen Gebiet stammen und dort verarbeitet werden. So ist die Region nicht nur ein Etikett, sondern schmeckbar in der Flasche.
Mild oder kräftig, Sorte und Ernte
Ob ein Öl mild oder kräftig schmeckt, entscheiden vor allem die Olivensorte, der Zeitpunkt der Ernte und die Region.
Kräftig, grün und mit spürbarer Bitternote zeigt sich das Coratina aus Apulien, sanft und rund das Arbequina aus Spanien. Robust und würzig fällt das Picual aus, während ligurisches Taggiasca für besondere Milde bekannt ist.
Auch die Ernte prägt den Geschmack: Öle aus früher, grüner Lese im Oktober schmecken kräftiger, bitterer und schärfer, spätere Ernten milder und goldener. Diese leichte Schärfe im Hals ist übrigens ein gutes Zeichen und typisch für frisches, sortenreines Öl.
Auch das Auge isst mit: Frisch gepresste Öle schimmern oft grasgrün und leicht trüb, gereifte werden goldener und klarer. Die Farbe allein sagt jedoch wenig über die Qualität, entscheidend sind Duft und Geschmack.
Wie ein Öl schmeckt, findest du mit einer kleinen Verkostung heraus: etwas davon in ein Glas geben, mit der Hand erwärmen, daran riechen und einen kleinen Schluck schlürfen. So machen es auch die Profis, und du erkennst schnell, ob ein Öl fruchtig, grün oder besonders mild ausfällt.
Für die Küche heißt das: Ein mildes Öl eignet sich zum Anmachen, Dünsten und für Menschen, die es zurückhaltend mögen. Ein kräftiges, grünes Öl kommt roh übers fertige Gericht, wo seine Würze zur Geltung kommt. Am besten probierst du dich durch, bis du deinen Liebling gefunden hast.
Wer sich unsicher ist, greift zunächst zu einem ausgewogenen, mittelkräftigen Öl, das zu fast allem passt. Von dort aus lässt sich die Reise in beide Richtungen fortsetzen, hin zu milderen oder zu intensiveren Sorten, ganz nach eigenem Geschmack.
Öle aus Italien, Spanien und Portugal
Hinter unseren Ölen stehen Familienbetriebe aus den großen Olivenländern, jeder mit seiner eigenen Handschrift.
In Apulien, der italienischen Hauptstadt des Olivenöls, mahlt die Familie von Savino Muraglia ihre Coratina-Oliven zwischen Granitsteinen und füllt das Öl in handbemalte Keramik. Über die Felder wacht ein 460 Jahre alter Olivenbaum, und die Öle des Hauses stehen heute in mehr als fünfzig Ländern im Regal.
Dazu kommen weitere italienische Häuser: Olio Ciccolella und Olio Crudo aus Apulien, Calvi aus Ligurien, Frantoi Cutrera aus Sizilien und die Marken-Öle von Luca Guerrieri aus den Marken. So schmeckst du den ganzen italienischen Stiefel, von grün-bitter bis mandelig-mild.
Aus dem sonnigen Andalusien bringt Nobleza del Sur sein frühgeerntetes CENTENARIUM, gepresst am Tag der Ernte, und die spanischen Sortenöle von OMED zeigen Arbequina und Picual in Reinform.
An der portugiesischen Algarve schließlich keltert Monterosa seine Öle, etwa das fruchtige Macanilha oder das Ribeiro do Tronco, die zu den schönsten Entdeckungen aus Portugal gehören. So spannt sich der Bogen von Italien über Spanien bis an die Atlantikküste.
Jede Region bringt ihre eigene Note ein: Apulien steht für kräftige, grüne Öle, Ligurien für zarte Milde, Andalusien für frühe, würzige Ernten und Portugal für fruchtige Frische. Wer mag, verkostet sie nebeneinander wie Weine und entdeckt, wie viel Landschaft in einem einzigen Tropfen steckt.
So genießt du gutes Olivenöl
Gutes Olivenöl entfaltet seinen ganzen Charakter am schönsten roh, dort, wo man es wirklich schmeckt.
Ein Faden über warmem Brot mit ein paar Salzflocken braucht keine Begleitung mehr. Über Blattsalate, Tomaten mit Mozzarella, gegrilltes Gemüse oder eine Minestrone gegeben, veredelt es einfache Zutaten in Sekunden.
Auch zu Fisch, Carpaccio, Hummus und sogar zu Vanilleeis mit Salz passt ein fruchtiges Öl wunderbar. Ein kräftiges Coratina trägt eine deftige Bohnensuppe, ein mildes schmeichelt Fisch und feinen Vorspeisen. Probier einmal ein grünes, bitteres Öl über einen einfachen Blattsalat, und du schmeckst sofort den Unterschied zur Massenware.
Für einen schnellen Dip verrührst du etwas Öl mit Zitrone, Salz und Kräutern, ideal zu Brot, Gemüsesticks oder gegrilltem Fleisch. Und ein Löffel gutes Öl in eine Suppe kurz vor dem Servieren gibt ihr Glanz und Tiefe.
Zum Braten und Backen nimmst du besser ein mildes, günstigeres Öl, denn die feinen Aromen eines Spitzenöls verfliegen bei großer Hitze. Für Kuchen und mediterrane Gebäcke ist ein mildes Öl dagegen ein schöner Ersatz für Butter, es macht den Teig saftig und haltbar.
Ein schöner Brauch ist das gemeinsame Tunken: gutes Brot, ein Schälchen Öl, etwas Salz und vielleicht ein Tropfen Balsamico dazu, mehr braucht ein geselliger Abend nicht. Und für Marinaden verbindet das Öl die Aromen von Kräutern und Knoblauch und trägt sie tief ins Fleisch oder Gemüse.
Aromatisierte Öle mit Chili, Knoblauch, Zitrone, Basilikum oder weißem Trüffel setzen im Handumdrehen gezielte Akzente über Pasta, Pizza oder Ofengemüse. So hast du mit einem Tropfen ein ganzes Gewürzregal in der Flasche.
Frisch genießen und gut aufbewahren
Olivenöl ist ein Frischeprodukt: Anders als Wein oder Balsamico wird es mit dem Alter nicht besser, sondern will jung genossen werden.
Bewahre es dunkel, kühl und gut verschlossen auf, fern von Herd und Fensterbank, denn Licht, Luft und Wärme nehmen ihm die Frische. Nach dem Öffnen solltest du es innerhalb weniger Monate verbrauchen, und ein Blick aufs Erntejahr lohnt sich immer, je frischer, desto besser.
Im Kühlschrank wird gutes Öl übrigens trüb und flockig, das ist kein Fehler, sondern ein Zeichen von Natürlichkeit, und bei Zimmertemperatur wird es wieder klar. Am wohlsten fühlt es sich in einem dunklen Küchenschrank.
Beim Einkauf helfen ein paar einfache Zeichen: eine dunkle Flasche schützt vor Licht, ein genanntes Erntejahr steht für Frische, und die Angabe von Sorte oder Region verrät den Charakter. Guter Geschmack hat seinen Preis, doch schon wenige Tropfen eines feinen Öls machen den Unterschied.
Als Geschenk macht eine schöne Flasche immer Freude, gerade im Duo mit einem guten Balsamico. Wer die ganze Genusswelt überblicken mag, schaut zurück zur Übersicht Essig und Öl. Nimm dir einen Moment, tunk ein Stück Brot in ein frisches, grünes Öl, und du schmeckst, warum es seit Jahrtausenden das flüssige Gold des Südens ist. Guten Appetit!