Sardinen aus der Dose, ein Stück Atlantik
Sardinen sind kleine, silbrige Schwarmfische aus dem Atlantik, die in Olivenöl, in Tomatensauce oder in feiner Marinade in der Dose reifen. Bei nur Gutes findest du über 125 Sardinen aus Portugal, Spanien, Italien und der Bretagne – von der klassischen Ölsardine bis zur edlen Jahrgangssardine, welche wie ein guter Wein mit den Jahren gewinnt.
Sardinen in der Dose sind haltbar gemachte Ölfische aus dem Atlantik, von Hand gelegt und in feinstem Olivenöl, in Tomatensauce oder würziger Marinade eingelegt. Was einst als schlichtes Seemannsproviant galt, ist heute eine kleine Delikatesse geworden: bester Fisch, sorgsames Handwerk, eine bunte Dose. Von der milden Ölsardine bis zur gereiften Jahrgangssardine reicht die Spanne, und jede Dose erzählt von ihrer Küste.
Das Silber des Atlantiks
Kaum ein Fisch ist so eng mit einem Land verbunden wie die Sardine mit Portugal. Am 13. Juni, zum Fest des heiligen Antonius, liegt der Duft gegrillter Sardinen über den Gassen von Lissabon, und ganz Portugal feiert seinen Lieblingsfisch mit Brot, Wein und Musik.
Über Jahrhunderte war der kleine Schwarmfisch das Silber der Fischer und die Rettung magerer Zeiten, denn in der Dose blieb er monatelang haltbar und durfte mit aufs Schiff. Mitte des letzten Jahrhunderts zählte Portugal noch gut 400 Konservenfabriken, von denen heute nur wenige Dutzend übrig geblieben sind.
Diese wenigen aber haben aus dem einstigen Arme-Leute-Essen eine Sache für Genießer gemacht. Wo früher Masse zählte, zählt heute Handarbeit: Jeder Fisch wird geputzt, kurz gegart, von Hand in die Dose gelegt und mit Öl übergossen.
Und die Zubereitung könnte kaum einfacher sein. Dose auf, Fisch auf frisches Brot, fertig ist eine Mahlzeit in unter 5 Minuten, ganz ohne Kochen und Abwasch. So kommt der Atlantik zu dir nach Hause, in einer Dose, die man fast zu schade zum Öffnen findet.
Wer einmal in Portugal am Kai gesessen und frisch gegrillte Sardinen mit Brot und einem Glas Vinho Verde genossen hat, vergisst den Geschmack so schnell nicht wieder. Die gute Dose holt genau dieses Gefühl in die eigene Küche, zu jeder Jahreszeit und an jedem Ort, ganz gleich wie weit das Meer entfernt ist.
Von Matosinhos bis in die Bretagne
In unserem Sortiment warten über 125 Dosen aus vier Ländern auf dich, verteilt über feine Manufakturen an Atlantik und Mittelmeer. Allein 38 stammen aus Portugal und 82 aus Frankreich, dazu kommen Schätze aus Spanien und Italien.
Aus Portugal kommen die goldenen Klassiker wie die Nuri Sardinen in Olivenöl in der 90-Gramm-Dose, kräftig im Geschmack und wunderbar puristisch. Aus der Bretagne bringt la belle-iloise sonnige Frische mit, und die Jahrgangssardinen von La Perle des Dieux tragen ihr Erntejahr wie ein Wappen auf der kunstvoll gestalteten Dose.
Die Größe macht dabei den Unterschied. Aus Spanien kommen die kleinen, zarten Sardinillas, die man fast am Stück auf die Zunge legt, aus Portugal und Frankreich eher die kräftigen, sättigenden Filets. Kleine Fische, feine Textur, große Fische, voller Biss.
Aus Italien schließlich stammen die Sardinen von Sardine Pollastrini, einem Familienbetrieb, der seine Fische klassisch in Olivenöl einlegt. Wer nach Herkunft stöbern mag, findet alles gebündelt bei den Dosen aus Portugal und jenen aus Frankreich – zwei Küsten, zwei Handschriften, ein gemeinsamer Fisch.
Preislich reicht die Spanne von der günstigen Alltagsdose für wenige Euro bis zur edlen Jahrgangssardine, die ihren Preis durch Handarbeit und lange Reifung rechtfertigt. Für jeden Geldbeutel und jeden Anlass steht damit die passende Dose bereit, vom schnellen Mittagsbrot bis zum festlichen Aperitif mit Freunden.
Ob in Öl oder als Jahrgang
Die wichtigste Frage vor dem Kauf ist die nach der Marinade, denn sie entscheidet, ob der Fisch mild, herzhaft oder feurig auf den Tisch kommt. In Öl bleibt er zart und puristisch, in der Tomatensauce wird er saftig und rund, und in Kräutern oder Zitrone gerät er frisch und leicht.
Daneben gibt es die feinen Sonderwege: Sardinen in Weißwein, in Escabeche mit Essig und Zwiebeln, in Butter oder mit Oliven und Tapenade. Für jeden Geschmack und jeden Anlass ist etwas dabei, vom stillen Abendbrot bis zum festlichen Aperitif.
Wer es feurig mag, greift zu den scharfen Sardinen mit Chili und Piri-Piri. Zarte Gemüter wählen Filets ohne Haut und Gräten, ideal für Kinder oder für alle, die es unkompliziert mögen, und für die Pfanne warten die rohen Dosen zum Braten nach bretonischer Art, die du zu Hause nur noch kurz anbrätst.
Eine Klasse für sich sind die Jahrgangssardinen, die ihr Fangjahr auf der Dose tragen. Unser Tipp: Lass sie 1 bis 2 Jahre liegen und wende die Dose alle paar Monate, damit der Fisch das Öl gleichmäßig aufnimmt und immer feiner wird. Für den Einstieg nimmst du am besten 3 bis 4 Sorten und probierst dich in Ruhe durch.
Und keine Sorge vor den Gräten. Durch das lange, schonende Garen werden sie so weich, dass du sie bedenkenlos mitessen kannst, ganz wie es die Portugiesen und Spanier seit jeher halten. Wer sie dennoch nicht mag, greift einfach zu den fein filetierten Varianten ohne Haut und Gräten.
Manufakturen von Portugal bis Quiberon
Hinter jeder Dose steht ein Haus mit eigener Handschrift, und drei davon haben es uns besonders angetan. Sie eint die Sorgfalt, mit der jeder Fisch von Hand gelegt wird, statt durch eine Maschine zu laufen.
Bei Nuri in Matosinhos wird seit 1920 in der Manufaktur Conservas Pinhais jede Sardine über 37 Arbeitsschritte von Hand verarbeitet, seit 2016 begleitet von Jakob Glatz, der die alte Manufaktur mit viel Respekt weiterführt. Wer die Fabrik betritt, sieht Frauen in weißen Kitteln, welche die Fische einzeln in die Dosen betten, als wären es kleine Schätze.
In der Vendée gründeten Claudie Vardelle und Philippe Gendreau im Jahr 2005 La Perle des Dieux, deren Dosen Jahr für Jahr von zwei Künstlerinnen neu gestaltet werden, sodass jeder Jahrgang auch optisch ein Sammlerstück ist.
In der Bretagne führen die Brüder Bernard und Thierry Jourdan die Conserverie La Quiberonnaise, seit 1921 in Quiberon zu Hause und 2015 als lebendiges Handwerkserbe ausgezeichnet. Dazu kommen Häuser wie A Banca da Sardinha, das seine Fische auch geräuchert anbietet, und Les Mouettes d'Arvor mit feinen Bio-Sardinen. Drei Familien, viele Handschriften, ein Anspruch an guten Fisch.
Was diese Häuser verbindet, ist die Treue zum Handwerk über viele Jahrzehnte hinweg. Wo anderswo Maschinen die Arbeit übernehmen, legen hier Menschen jede einzelne Sardine mit der Hand, prüfen sie, schichten sie und übergießen sie mit Öl. Diese Sorgfalt kostet Zeit, doch man schmeckt sie in jeder einzelnen Dose.
Am liebsten auf geröstetem Brot
Am schönsten schmeckt die Sardine ganz schlicht, damit der Fisch und sein Öl im Mittelpunkt stehen. Zu viel Beiwerk lenkt nur ab von dem, was die Manufakturen so sorgsam eingelegt haben.
Wir mögen eine Ölsardine auf geröstetem Sauerteigbrot, mit ein paar Flocken Maldon Meersalz und einem Spritzer Zitrone, mehr braucht es nicht. Zu Pasta mit Knoblauch, in einem bunten Sommersalat oder auf warmem Butterbrot macht sich der Fisch ebenso gut, saftig, herzhaft, unkompliziert.
Wenn du mehr Zeit hast, brate ein paar Sardinen kurz in der Pfanne, löse sie über einem lauwarmen Kartoffelsalat auf oder wirf sie in eine Tomatensauce zu Spaghetti. In rund 20 Minuten steht ein Essen auf dem Tisch, das nach Süden und Sommer schmeckt.
Für ein kleines Fest legst du 3 oder 4 Sorten nebeneinander auf ein Brett, dazu Brot, Butter, eingelegtes Gemüse und Zitrone, und lässt jeden selbst probieren. Ein gekühltes Glas Albariño oder Muscadet passt wunderbar dazu. Ungeöffnet hält die Dose viele Jahre und wird mit der Zeit sogar besser, einmal geöffnet gehört der Rest in den Kühlschrank.
Für den schnellen Hunger zwischendurch braucht es nicht einmal einen Teller. Dose auf, eine Gabel und ein Stück gutes Brot dazu, fertig ist ein ehrliches kleines Mahl. So unkompliziert und zugleich so befriedigend ist kaum ein anderes Essen, das man einfach im Vorratsschrank bereithält.
Sardinen als Mitbringsel und Geschenk
Weil die Dosen so hübsch bedruckt sind, geben Sardinen ein wunderbares Mitbringsel ab, das viel festlicher wirkt, als sein bescheidener Preis vermuten lässt. Ein kleines Erbstück fürs Vorratsregal, das man fast zu schade zum Öffnen findet.
Ein Trio verschiedener Sorten in einer Holzkiste, eine Jahrgangssardine mit Künstlerdose oder ein bunter Querschnitt durch das Sortiment macht Freude, wenn Gäste kommen oder ein Genießer Geburtstag feiert. Gerade zu Weihnachten und als kleines Dankeschön hat es uns diese Idee angetan.
Und weil eine Dose gut und gern 3 bis 5 Jahre hält, kannst du beim Stöbern ruhig zugreifen und dir einen kleinen Vorrat anlegen, der immer parat ist, wenn Besuch vor der Tür steht.
Zu Weihnachten, zum Vatertag oder als Gastgeschenk kommt eine hübsch bestückte Holzkiste immer gut an, und schon ab 3 Dosen wird daraus ein kleines Präsent. Wer mag, kombiniert die kleinen Fische mit einem guten Olivenöl, ein paar Salzflocken und einer Flasche Wein zu einer runden Genussbox. Weil alles ungekühlt viele Monate haltbar ist, kannst du in Ruhe vorbereiten und musst kurz vor dem Fest an nichts mehr denken.
Gleich nebenan warten mit Thunfisch und den übrigen Fischkonserven die nächsten Schätze aus dem Meer. Stöbere in Ruhe durch unsere Auswahl, vergleiche die Länder und die Manufakturen, und lass dich von der Vielfalt des Atlantiks überraschen. Für jeden Geschmack ist die richtige Dose dabei.