Schwarze Johannisbeere von Alpe Pragas, herb und tief
Schwarze Johannisbeere Fruchtaufstrich von Alpe Pragas ist ein Südtiroler Aufstrich aus fast schwarzen Beeren mit kräftigem, würzigem Ton. Cassis verbirgt ihren Charakter nicht, und ein Löffel genügt, um einer ganzen Schale Joghurt Farbe zu geben.
Schwarze Johannisbeere Fruchtaufstrich ist der kräftigste der Beerenaufstriche von Alpe Pragas aus dem Pragser Tal in Südtirol, auf dem Glas Ribisla nera. Drei Viertel des Glases sind Frucht, gebunden wird mit Apfelpektin, und der Zitronensaft hält die Säure klar.
Tiefschwarz, würzig und eigensinnig
Beim Öffnen steigt ein dunkler, fast harziger Duft auf, der von allen Sorten am weitesten von süß entfernt liegt.
Auf dem Brot schmeckt Cassis herb und dicht, mit einer Würze, die eher an Kräuter als an Obst erinnert. Die Farbe ist nahezu schwarz, feine Kerne sind darin verteilt, und ein dünner Strich reicht für eine ganze Scheibe. Wer diese Sorte mag, mag sie meistens sehr, und wer sie nicht mag, merkt es beim ersten Bissen.
Cassis, der Name aus Frankreich
In der französischen Küche heißt die schwarze Johannisbeere Cassis, und unter diesem Namen ist sie weit über ihre Heimat hinaus bekannt.
Von dort stammt auch der Likör, der zu Weißwein gegossen den Kir ergibt, und dieselbe würzige Tiefe steckt in diesem Aufstrich. Die Pflanze bringt so viel eigenen Charakter mit, dass sie in Frankreich nie als Nebensache behandelt wurde, während sie hierzulande lange als schwer verkäuflich galt.
Wer am Strauch vorbeigeht, riecht ihn
Bei dieser Pflanze duftet nicht allein die Beere, sondern auch das Blatt.
Streift man im Sommer an einem Strauch entlang, bleibt ein würziger, harziger Geruch an den Händen zurück, den man von keiner anderen Sorte kennt. Genau diese ätherischen Öle sitzen auch in der Haut der Beere und geben dem Aufstrich seine Kante. Alpe Pragas kocht deshalb kurz ein, denn lange Hitze würde davon einen Teil vertreiben.
Geerntet wird im Hochsommer, wenn die Trauben von der Stielspitze her durchgefärbt sind und sich leicht lösen. Zu früh gepflückt bleibt die Beere hart und sauer, zu spät fällt sie vom Strauch, und dazwischen liegen wenige Tage.
Zu Käse, zu Wild und in die Sauce
Cassis kommt mit kräftigem Essen besser zurecht als jede andere Sorte im Sortiment.
Zu einem reifen Bergkäse oder einem gereiften Ziegenkäse hält ihre Herbe stand, und zu Wild, Lamm und Ente arbeitet sie wie eine fruchtige Sauce. Ein Löffel in einem dunklen Bratenfond gibt Tiefe, ohne den Fond süß zu machen. Auf dunklem Brot unter Frischkäse wird sie zum herzhaften Abendbrot.
Auf einer Käseplatte übernimmt sie die Rolle, die sonst ein Glas Rotwein hat, und neben gebratener Leber setzt sie den fruchtigen Gegenpunkt. Alpe Pragas hält den Zuckeranteil niedrig, weshalb schon eine kleine Menge auf dem Teller genügt.
Auch am Morgen, wenn es kräftig sein darf
Am Frühstückstisch ist sie die Wahl für alle, denen die roten Sorten zu brav geraten.
In Naturjoghurt mit Granola gerührt bleibt ihre Würze deutlich, über einem dunklen Schokoladenkuchen wird sie zum Dessert. Verschlossen hält das Glas an einem dunklen Platz weit über den Winter, geöffnet gehört es kühl gestellt. Weitere eingekochte Frucht steht bei den Konfitüren und Marmeladen, das ganze Haus im Sortiment von Alpe Pragas.