Grüne Stachelbeere von Alpe Pragas, frisch und säuerlich
Grüne Stachelbeere Fruchtaufstrich von Alpe Pragas ist ein hellgrüner Gartenaufstrich aus Südtirol, in dem die Säure der Stachelbeere den Ton angibt. Er bleibt grüngelb im Glas, und auf dem Brot behält er die Frische, die diese fast vergessene Gartenfrucht ausmacht.
Grüne Stachelbeere Fruchtaufstrich ist der säuerlichste Aufstrich von Alpe Pragas aus dem Pragser Tal in Südtirol, auf dem Glas Stacchus. Mit 75 Prozent Frucht führt die Stachelbeere, dazu kommen wenig Zucker, etwas Zitronensaft und Apfelpektin zum Binden.
Grüngelb, hell und mit klarer Säure
Beim Öffnen steigt ein frischer, leicht grasiger Duft auf, wie er im Juni über einem Beerenstrauch steht.
Auf dem Brot kommt die Säure zuerst, und erst danach zeigt sich die Süße, die diese Frucht durchaus mitbringt. Der Stacchus bleibt grüngelb statt rot, was ihn auf dem Frühstückstisch sofort von allen anderen Gläsern unterscheidet. Kleine Kerne und Stücke der dünnen Haut liegen sichtbar darin.
Geschwister der Johannisbeere
Stachelbeere und Johannisbeere gehören derselben Pflanzengattung an, auch wenn man ihnen das kaum ansieht.
Die eine hängt in Trauben, die andere einzeln an Dornen, doch beide bringen von Natur aus viel Säure und viel eigenes Pektin mit. Das erklärt, warum dieser Aufstrich schon mit wenig Apfelpektin steht und warum er lange hell bleibt.
Am Strauch sieht man die Verwandtschaft dann doch, denn die grüne Kugel trägt dieselben feinen Adern wie eine durchscheinende Johannisbeere. Alpe Pragas erntet sie im Pragser Tal von Hand, was bei einem Strauch voller Dornen kein kleiner Aufwand ist.
Die Frucht aus dem Bauerngarten
Vor hundert Jahren stand an fast jedem Gartenzaun ein Stachelbeerstrauch, heute muss man ihn suchen.
Die dünne, geaderte Haut macht die Ernte langsam und den Handel mit frischer Ware schwierig, weshalb die Frucht aus den Regalen verschwunden ist. Alpe Pragas hält sie im Sortiment, weil ihre Säure etwas kann, was keine der roten Beeren kann. Wer sie einmal aus Kindertagen kennt, erkennt sie beim ersten Löffel wieder.
Grün geerntet bleibt die Frucht fest und behält ihre klare, helle Art, während vollreife rote Stachelbeeren süßer und weicher werden. Für einen Aufstrich ist die grüne die interessantere Wahl, weil sie im Kessel nicht zusammenfällt und Farbe wie Biss mitbringt.
Zu Käse, in den Streuselkuchen, in den Quark
Ihre Säure bringt die Stachelbeere überall dorthin, wo etwas Fettes oder Mehliges Gegenwehr braucht.
Zu einem reifen Ziegenkäse oder einem kräftigen Bergkäse steht sie wie ein Glas Weißwein daneben, und im Streuselkuchen wird sie zur Füllung unter der Butterkrume. In Naturjoghurt und Quark gerührt bleibt sie hell und deutlich, statt in der Milch zu verschwinden.
Auf dem Frühstücksbrot genügt ihr eine dünne Schicht, weil sie mehr Wirkung hat als die roten Sorten daneben. In einem Blätterteigtörtchen mit Vanillecreme spielt sie gegen die Süße, und zu gebratenem Fisch tut ein kleiner Löffel dasselbe wie eine Zitronenspalte. Wer Salziges mag, streicht sie auf dunkles Brot unter den Frischkäse.
Ein Glas, das den Juni festhält
Verschlossen und dunkel gelagert hält der Aufstrich weit über den Winter.
Nach dem Öffnen stell ihn kühl und nimm ihn mit einem sauberen Löffel heraus. Eine ähnlich frische Säure trägt die Rote Johannisbeere, und das ganze Sortiment von Alpe Pragas steht im Haus aus den Dolomiten.