Vinschger Marille von Alpe Pragas, sortenrein
Vinschger Marille Fruchtaufstrich von Alpe Pragas ist eine kleine Edition aus einer einzigen Marillensorte des Südtiroler Vinschgaus. Weil keine zweite Frucht dazwischenkommt, schmeckt man an ihr, was diese alte Landsorte von der Aprikose aus dem Handel unterscheidet.
Vinschger Marille Fruchtaufstrich ist die sortenreine Edition von Alpe Pragas aus dem Pragser Tal, auf dem Glas Alba. Mit 75 Prozent Frucht führt die Marille, gebunden wird allein mit Apfelpektin, und die Früchte stammen aus dem Vinschgau im Westen Südtirols.
Von Gelb über Orange bis ins Feuerrote
Beim Öffnen steigt ein warmer, dichter Duft auf, der deutlich mehr Frucht anzeigt als eine gewöhnliche Aprikose.
Im Glas reicht die Farbe von Gelb über Orange bis zu feuerroten Bahnen, je nachdem, wie reif die einzelne Frucht in den Kessel kam. Auf dem Brot stehen Süße und Säure so dicht beieinander, dass keine von beiden gewinnt. Weiche Stücke bleiben am Löffel sichtbar, und der Aufstrich zieht langsam nach.
Die Marillen von Robert Vent aus Schlanders
Die Früchte für diese Edition kommen von Robert Vent, einem Obstbauern aus Schlanders im Vinschgau.
Er baut die alte Landsorte an, die dort seit Generationen steht und über Südtirol hinaus einen Namen hat. Reif von Hand gepflückt, entkernt und geschnitten, gehen die Früchte an Alpe Pragas und werden dort kurz eingekocht. Dass ein einziger Betrieb die ganze Charge liefert, ist der Grund, warum diese Edition klein bleibt.
Der Vinschgau, ein Tal mit wenig Regen
Der Vinschgau ist das trockenste Tal Südtirols und bekommt kaum mehr Regen als mancher Landstrich im Süden.
Bewässert wird seit dem Mittelalter über die Waale, schmale Kanäle, die das Schmelzwasser am Hang entlang zu den Wiesen und Obstgärten führen. Viel Sonne, wenig Wasser und kühle Nächte machen kleine Früchte mit dichtem Aroma, und genau das ist der Unterschied, den man später auf dem Brot schmeckt.
Eine kleine Auflage im kleinen Glas
Diese Marille kommt in einem eigenen, kleineren Glas und nicht in den Größen der Standardsorten.
Die Menge richtet sich nach dem, was ein Obstgarten im Vinschgau in einem Sommer hergibt, und in einem kühlen Jahr fällt sie kleiner aus. Wer sie kennt, legt sich im Herbst ein Glas zurück, weil im Frühjahr meist keines mehr da ist.
Sortenrein zu arbeiten kostet Alpe Pragas Aufwand, denn die Frucht kann nicht mit einer anderen Charge gestreckt werden, wenn ein Hagelschlag im Juni die Ernte halbiert. Dafür steht am Ende ein Glas, das eine einzige Herkunft zeigt und nicht den Durchschnitt aus mehreren.
Zu Topfenknödel, Waffel und Weichkäse
In Südtirol und in Österreich hat die Marille ihren festen Platz in der süßen Küche.
In den Topfenknödel gefüllt wird sie zum Hauptgang, auf der warmen Waffel zur Sonntagsbeigabe und im Germknödel zum Kern. Zu einem milden Weichkäse steht sie am Abend, und im Naturjoghurt mit gerösteten Mandeln reicht ein Löffel für die ganze Schüssel.
Kühl und dunkel bis zum nächsten Sommer
Ungeöffnet hält das Glas an einem dunklen Platz mühelos bis zur nächsten Ernte.
Stell den Aufstrich nach dem Öffnen kalt und nimm ihn mit sauberem Löffel heraus. Die übrigen Sorten stehen bei den Fruchtaufstrichen von Alpe Pragas, das ganze Haus im Sortiment aus den Dolomiten.