Marille Hagebutte von Alpe Pragas, fruchtig und herb
Marille Hagebutte Fruchtaufstrich von Alpe Pragas legt unter die honigsüße Marille einen herben Grund aus Hagebuttenmark. Das Ergebnis steht goldrot im 335-Gramm-Glas, streichzart und deutlich weniger süß als die Sorten, die allein von der Frucht leben.
Marille Hagebutte ist der Fruchtaufstrich von Alpe Pragas aus dem Südtiroler Pragser Tal, auf dem Etikett Alba Canina. Knapp die Hälfte des Glases ist Marille, gut ein Viertel Hagebuttenmark, dazu kommen Zucker, etwas Zitronensaft und Apfelpektin als Bindung.
Goldrot, süß und mit herbem Grund
Beim Öffnen kommt die Marille zuerst, warm und honigsüß, dahinter steht ein waldiger, leicht herber Ton.
Auf dem Brot führt die Frucht die erste Hälfte des Bissens, dann übernimmt die Hagebutte und legt einen erdigen Grund darunter. Das macht den Aufstrich runder als eine reine Marille und hält ihn davon ab, ins Süße zu kippen. Ein Teelöffel reicht dabei auf der Scheibe, weil die Herbe länger im Mund bleibt als eine glatte Süße.
Goldrot steht er im Glas, streichzart und mit feinen Stücken darin. Das Mark der Hagebutte ist glatt, die Marille liefert die Struktur, und zusammen ergeben sie eine Konsistenz, die sich auch auf kaltem Brot verteilen lässt.
Alba Canina, die Frucht der Heckenrose
Der Name auf dem Etikett nennt beide Früchte, Alba steht für die Marille, Canina für die Rosa canina, die Hundsrose.
Die Hagebutte ist die Scheinfrucht dieser Rose und wird spät im Jahr geerntet, wenn die ersten kalten Nächte sie weich gemacht haben. Ins Glas kommt sie als Mark, denn erst das Passieren löst das Fruchtfleisch von Kernen und Härchen. Gesammelt wurde die Hagebutte früher in jedem Haushalt, weil sie an Wegrändern und Hecken wächst und niemandem gehört.
Bei Alpe Pragas trifft die Wildfrucht auf die Marille aus den warmen Lagen Südtirols. Die eine bringt die Süße mit, an der sich die andere abarbeiten kann, und genau daraus entsteht der Zug, der diese Sorte trägt.
Am Morgen aufs Brot, am Abend zum Wild
Auf Weißbrot und im Naturjoghurt steht die herbe Seite gut gegen die Milch, ohne dass die Frucht verloren geht.
Am Abend wechselt der Aufstrich die Seite. Zu Reh und Hirsch wird Hagebutte seit jeher gereicht, und ein Löffel neben dem Braten macht das Preiselbeerglas überflüssig. Zu reifem Bergkäse auf dunklem Bauernbrot passt er ebenso, und in eine dunkle Sauce gerührt gibt er ihr Tiefe. Auch neben Ente und Gans hat die Frucht ihren Platz, und wer Terrinen mag, stellt das Glas gleich dazu.
Nimm für herzhafte Teller nur einen kleinen Löffel, denn die Herbe trägt weiter als die Süße.
Das Glas für den herberen Morgen
Diese Sorte steht zwischen Frühstückstisch und Abendbrett und taugt an beiden Orten.
Weil die Hagebutte selten in ein Glas kommt, ist sie auch ein Mitbringsel für Leute, die im Vorratsschrank schon alles stehen haben. Und weil die Marille für sich allein süßer ausfällt, lohnt der Vergleich zwischen beiden Gläsern am selben Morgen.
Die Hagebutte ohne Kerne und ganz glatt steht bei der Hagebutte fein passiert. Die übrigen Sorten liegen bei den Fruchtaufstrichen von Alpe Pragas, und wer stöbern will, findet den Rest im Sortiment von Alpe Pragas.