Erdbeere Fruchtaufstrich von Alpe Pragas, rot und saftig
Erdbeere Fruchtaufstrich von Alpe Pragas ist ein Südtiroler Aufstrich aus reifen Erdbeeren, in dem die Frucht stückig bleibt. Auf dem Löffel liegen ganze Stücke, und auf einer hellen Scheibe Brot färbt schon der erste Bissen tiefrot.
Erdbeere Fruchtaufstrich ist der Frühstücksklassiker von Alpe Pragas aus dem Pragser Tal in Südtirol, auf dem Glas Fragola genannt. Mit 75 Prozent Frucht führt die Beere klar, der Zucker tritt hinter sie zurück, und gebunden wird die Fragola allein mit Apfelpektin.
Voll, saftig und mit einer Säure dahinter
Der Duft beim Öffnen ist der von reifen Erdbeeren am Nachmittag, warm und rund statt spitz und süßlich.
Auf dem Brot schmeckt die Fragola voll und saftig, und erst nach der Süße meldet sich die feine Säure, die den Aufstrich vor der Schwere bewahrt. Der Spritzer Zitronensaft steht dabei im Hintergrund und hält die Farbe klar, so wie er es bei jeder eingekochten Frucht tut. Wer den Löffel hebt, sieht Stücke, die noch als Frucht zu erkennen sind, und keine gleichmäßig gerührte Masse.
Kurz im Kessel, damit die Farbe bleibt
Von allen Sommerfrüchten verliert die Erdbeere ihren Duft am schnellsten, wenn sie zu lange über dem Feuer steht.
Alpe Pragas kocht sie deshalb nur kurz und schonend ein, sodass ganze Stücke erhalten bleiben und das Rot nicht ins Bräunliche kippt. Ein Aufstrich, der so gemacht ist, steht weicher als eine fest durchgekochte Konfitüre und braucht das Apfelpektin, um überhaupt zu binden. Ein langer Kessel hätte am Ende ein glattes Gelee ergeben, und mit ihm wäre der Duft davongezogen, den man beim Aufschrauben sucht.
Botanisch eine Nuss, im Sprachgebrauch eine Beere
Die Erdbeere ist streng genommen eine Sammelnussfrucht und trägt den Beerennamen nur im Alltag.
Was wir essen, ist der aufgeschwollene Blütenboden, und die winzigen gelben Körnchen auf der roten Haut sind die eigentlichen Früchte der Pflanze. Sie bleiben im Aufstrich sitzen und geben ihm jenen leisen Widerhall von frischer Frucht, den ein durchgesiebtes Gelee verliert. Auch der Duft sitzt zum guten Teil in dieser Haut, weshalb sich das schonende Einkochen doppelt lohnt.
Vom Sonntagsfrühstück auf den Käsekuchen
Auf geröstetem Weißbrot mit kalter Butter ist die Erdbeere der Klassiker, mit dem ein langsamer Sonntag beginnt.
Im Naturjoghurt mit Haferflocken wird sie zum schnellen Frühstück, auf einem Stück Käsekuchen zum Nachtisch, und in einer Biskuitrolle füllt sie die Windung aus.
Ein Löffel in den Milchreis gerührt färbt die ganze Schüssel, und über einer Kugel Vanilleeis reicht die Süße für zwei. In einem Glas Sekt lösen sich zwei Löffel zu einem sommerlichen Aperitif auf, wie man ihn im Süden zum Anstoßen reicht. Auch zu jungem Frischkäse hält die Erdbeere von Alpe Pragas gut mit, solange das Brot kräftig genug ist.
Offen gehört sie in den Kühlschrank
Ungeöffnet und dunkel gelagert übersteht das Glas den Winter ohne Mühe, danach gehört es kalt gestellt.
Nimm den Aufstrich mit einem sauberen Löffel heraus, sonst zieht die Oberfläche Luft und verliert ihr Leuchten. Wer das Glas oft öffnet, greift besser zur kleinen Größe, weil die Frucht im Kühlschrank ihre Farbe schneller verliert als ihren Geschmack. Ohne Kristallzucker gibt es die Erdbeere in der Bio-Linie mit Agavendicksaft, und was Alpe Pragas sonst einkocht, steht in der Manufaktur aus den Dolomiten.