Rote Johannisbeere von Alpe Pragas, hell und frisch
Rote Johannisbeere Fruchtaufstrich von Alpe Pragas ist ein leichter, klarer Aufstrich aus dem Pragser Tal, eingekocht aus roten Johannisbeeren. Er leuchtet hell im Glas und bringt auf dem Frühstücksbrot die Frische mit, die den dunklen Beeren aus demselben Regal fehlt.
Rote Johannisbeere Fruchtaufstrich ist der hellste der roten Aufstriche von Alpe Pragas aus dem Pragser Tal in Südtirol, auf dem Glas Ribisla. Mit 75 Prozent Frucht führt die Beere, gebunden wird mit Apfelpektin, dazu kommt etwas Zitronensaft.
Leuchtend rot, klar und mit feiner Säure
Beim Öffnen kommt ein frischer, leicht herber Duft aus dem Glas, sommerlich und ohne alle Süßlichkeit.
Auf dem Brot setzt die Säure zuerst ein, und die Süße kommt hinterher, gerade so weit, wie es die Beere verträgt. Die Farbe ist ein durchscheinendes Rot, das auf heller Butter fast leuchtet, und die winzigen Kerne bleiben darin. Wer den Löffel im Quark verrührt, sieht die Farbe sofort durchziehen.
Von allen Sorten im Sortiment ist diese die leichteste, was nichts mit wenig Geschmack zu tun hat. Sie füllt den Mund nicht aus, sie stellt ihn frei, und deshalb verträgt sie sich mit fast jedem Brot und mit fast jedem Käse.
Der Johannistag gibt ihr den Namen
Sie heißt nach dem Johannistag am vierundzwanzigsten Juni, um den herum sie in Mitteleuropa reif wird.
In Österreich und in Südtirol trägt sie den Namen Ribisel, im übrigen deutschen Sprachraum den langen. Beide Bezeichnungen meinen dieselbe alte Gartenpflanze, die seit Jahrhunderten am Zaun steht und zuverlässig trägt, ohne dass sich jemand groß um sie kümmert. Im Bergklima der Dolomiten verschiebt sich ihre Reife um einige Tage nach hinten.
Gerebelt, bevor der Kessel angeht
Die Beeren hängen in kleinen Trauben an einem Stiel, und dieser Stiel muss vor dem Einkochen weg.
Rebeln heißt der Arbeitsgang, bei dem die Früchte mit einer Gabel vom Rispenstiel gestreift werden, eine Handarbeit, die viel Zeit kostet. Bliebe der Stiel darin, brächte er eine harte Bitterkeit mit, die nichts mit der feinen Säure der Ribisla zu tun hat. Alpe Pragas nimmt sich diese Zeit und kocht danach kurz und heiß ein.
Weil die Beere von Natur aus viel eigenes Pektin mitbringt, genügt wenig Apfelpektin, damit der Aufstrich steht. Der Zitronensaft schärft die Säure nach und hält die helle Farbe über Monate, die sonst rasch ins Braune ziehen würde.
Linzer Torte, Käse und ein Glas Quark
Ihren berühmtesten Auftritt hat sie als Füllung unter dem Gitter einer Linzer Torte.
Der mürbe, nussige Teig braucht dort genau diese Säure, sonst würde die Torte im Eigenen ertrinken. Zu mildem Frischkäse auf dunklem Brot arbeitet sie ähnlich, und zu einem gereiften Bergkäse stellt sie sich wie ein Glas Weißwein daneben. Im Naturjoghurt mit Haferflocken bleibt sie hell und deutlich, und über einer Kugel Vanilleeis genügt ein Löffel als Sauce. Alpe Pragas hat sie seit jeher im Sortiment, obwohl helle Beeren im Regal die schwierigeren sind.
Kühl gestellt hält sie ihre Farbe
Ungeöffnet und dunkel gelagert übersteht der Aufstrich ohne Weiteres den Winter.
Stell ihn nach dem Öffnen kalt, weil helle Farben schneller nachdunkeln als tiefe, und nimm ihn mit einem sauberen Löffel heraus. Die kräftigere Verwandte ist die Schwarze Johannisbeere, und das ganze Sortiment von Alpe Pragas steht im Haus aus den Dolomiten.