Ried Loiserberg, ein Grüner Veltliner mit Schmelz und Salz
Der Loiserberg Grüner Veltliner 2022 von Fred Loimer ist ein trockener Bio-Weißwein aus der Ersten Lage Loiserberg im Kamptal. Ein Riedenwein mit cremigem Schmelz und mineralischem Gripp – kein einfacher Schoppen, sondern Herkunft, die man schmeckt.
Loiserberg Grüner Veltliner 2022 heißt der Lagenwein vom Weingut Fred Loimer, gewachsen in den Bergweingärten der Ried Loiserberg unweit von Langenlois. Erste Lage, biologisch-dynamisch bewirtschaftet, von Hand gelesen. Ein Grüner Veltliner mit Tiefgang, der zeigt, was die Rebsorte kann, wenn man ihr Zeit und einen besonderen Boden gibt.
Getrocknete Äpfel, Datteln, eine Spur Olive
In der Nase duftet der Grüne Veltliner nach getrockneten Äpfeln und Datteln, dazu grüne Olive und ein Hauch weißer Pfeffer. Ein Bukett, das eher an einen reifen Wein erinnert als an einen jungen.
Am Gaumen wird er mundfüllend und cremig, mit eleganter Extraktsüße, hoher Salzigkeit und mineralischem Gripp, der lange nachhallt. Mit 5,7 g/l Säure und nur 2 g/l Restzucker bleibt er trocken und zugleich saftig. Dichte, Länge, Spannung – ein Riedenwein, wie man ihn sich wünscht.
Zum Wiener Schnitzel wie geschaffen
Sein Schmelz und die salzige Mineralik machen den Loiserberg zum Hauptdarsteller am Tisch, nicht nur zum Begleiter.
Ganz klar empfiehlt Fred Loimer selbst das klassische Wiener Schnitzel dazu – die knusprige Panade und die salzige Frucht des Veltliners spielen sich die Bälle zu. Wir trinken ihn aber auch gern zu gebratenem Fisch, hellem Geflügel oder kräftigem Hartkäse. Bei 10 bis 12 Grad serviert, im großen Glas, damit der Schmelz Raum bekommt. Unter den trockenen Weißweinen spielt er in der oberen Liga.
55 Jahre alte Reben auf Glimmerschiefer
Die Trauben wachsen auf bis zu 55 Jahre alten Rebstöcken in den Bergweingärten der Ried Loiserberg, auf 350 bis 390 Meter Seehöhe, auf Glimmerschiefer mit toniger Braunerde. Je karger der Schiefer, desto mehr Mineralik und Zug bringt der Wein ins Glas.
Gelesen wird Anfang Oktober, von Hand in kleine 20-Kilo-Kisten. Nach kurzer Maischestandzeit und Ganztraubenpressung vergärt der Most spontan, zur Hälfte in gebrauchten Eichenfässern, zur Hälfte im Edelstahl. Sechs Monate reift er auf der vollen Hefe, vier weitere auf der Feinhefe – daher der cremige Schmelz.
Schon 2006 stellte Fred Loimer biodynamisch um; die Ried Loiserberg ist eine der Ersten Lagen, mit denen das Weingut zeigt, wie fein ein Kamptaler Veltliner sein kann. Wer den Vergleich sucht, probiert daneben den schlankeren Gebietswein aus dem Kamptal oder stöbert durch weitere Weine vom Weingut Fred Loimer.
Genusstipp
Gut belüftet bei 10 bis 12 Grad zeigt der Loiserberg seinen ganzen Schmelz – lieber etwas wärmer als zu kalt, sonst versteckt sich die Frucht. Mit 12,5 % vol hat er Kraft, ohne schwer zu werden. Ein, zwei Jahre Lagerung verträgt er gut, eilig hat er es nicht.
Grüner Veltliner Loiserberg – ein Wein und seine Werte
- Herkunft Wein aus Österreich
- Anbaugebiet Kamptal
- Lage / Ried Loiserberg, Erste Lage
- 12,5 % vol. Alkohol
- 5,7 g/l Säure
- 2,0 g/l Restzucker
- 55 mg/l Gesamt SO2
- vegan
Bio Kontrollnummer AT-BIO-402 – Österreichische Landwirtschaft