Black Pepper Cracker mit Pfeffer und Meersalz aus Zeeland
Der Black Pepper Cracker ist ein hauchdünnes, herzhaft gebackenes Waffelgebäck aus Zeeland, gewürzt mit grob geschrotetem schwarzem Pfeffer und einer Spur Meersalz. Kein süßer Keks, sondern ein salziger Begleiter für Bier, Wein und die Käseplatte.
Black Pepper Cracker von Verduijn's sind dünn ausgebackene, herzhafte Cracker aus Eede in Zeeuws-Vlaanderen, dem niederländischen Zipfel an der belgischen Grenze. Sie brechen mit einem hellen, trockenen Knacken, schmecken zuerst nach Butter und geröstetem Getreide, und erst im Nachklang meldet sich der Pfeffer. Ein Gebäck, das weiß, wann es sich zurückhalten muss.
Erst das Knacken, dann der Pfeffer
Der Cracker bricht trocken und hell, schmeckt nach Butter und geröstetem Getreide und schiebt den schwarzen Pfeffer erst hinterher, wenn man ihn schon fast vergessen hat.
Am Gaumen bleibt er erstaunlich leicht. Das liegt an der Dünne, denn der Teig läuft so flach durchs Eisen, dass kaum Krume entsteht, nur Kruste. Salzig, nussig, mit feiner Schärfe im Abgang. Der Pfeffer wird nicht so lange mitgebacken, bis er bitter wird, sondern bleibt körnig und frisch. Eine Spur Meersalz hält beides zusammen.
Dass ein Cracker so dünn gerät, ist keine Kleinigkeit. Zu viel Hitze, und er bräunt am Rand, bevor die Mitte durch ist. Zu wenig, und er wird zäh statt knusprig. Der Grat dazwischen ist schmal, und er entscheidet darüber, ob das Gebäck splittert oder biegt. Die 75 g in der Tüte reichen für zwei Personen an einem langen Abend, wenn man sich zusammenreißt.
Probier ihn zu Bier und blauem Käse
Der Black Pepper Cracker mag kräftige Begleiter. Zu einem herben Pils, zu gereiftem Gouda oder zu einem Blauschimmel spielt er seine Schärfe voll aus.
Unser Tipp: nimm ihn als Unterlage für Canapés, dann brauchst du im Belag kaum noch Salz. Frischkäse mit Schnittlauch, ein Streifen Räucherlachs, ein Hobel Parmigiano Reggiano und fertig. Wer lieber Kräuter als Schärfe mag, greift zum Rosmarin Cracker aus derselben Serie, der milder ausfällt und mit Rosmarin statt Pfeffer arbeitet.
Zum Wein passt er ebenso gut. Ein trockener Riesling nimmt die Schärfe auf, ein gerbstoffreicher Roter findet im Pfeffer einen Partner auf Augenhöhe. Auf dem Apéro-Tisch verschwindet die Schale meist, bevor der zweite Gang kommt. Und weil der Cracker trocken und neutral genug ist, verträgt er auch süße Begleitung: Feigensenf oder ein Löffel Chutney sind eine Überlegung wert.
Zu Silvester hat der Cracker ohnehin Heimspiel. Das Haus ist mit Neujahrswaffeln groß geworden, und auch wenn der Pfeffer-Cracker die herzhafte Verwandtschaft vertritt, passt er zum Jahreswechsel besser als jede Chipstüte. Stell ihn zum Sekt, und die Wartezeit bis Mitternacht vergeht spürbar schneller.
Piet Verduijn und das Haus an der Havenstraat
Gebacken werden die Cracker von Verduijn's Fine Biscuits, einem Familienbetrieb in dritter Generation aus Zeeuws-Vlaanderen, den Piet Verduijn 1935 gegründet hat.
Piet handelte zunächst mit Süßwaren. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg, der Breskens schwer traf und ihn seine Frau kostete, begann er in seinem neuen Haus an der Havenstraat Neujahrswaffeln zu backen, der alten zeeländischen Tradition folgend. Sie liefen so gut, dass er sie bald das ganze Jahr über verkaufte und die ganze Familie beim Verpacken half.
1970 arbeiteten bereits 35 Menschen im Betrieb, und Piet übergab an seinen Sohn Adrie. Heute führen die Enkel Jean-Pierre und Henk das Haus. Seit 2004 steht die Produktion in Eede, direkt an der belgischen Grenze, mit Stahlbandöfen, an denen Temperatur und Backzeit weiterhin von Hand nachjustiert werden. Wie das ganze Sortiment von Verduijn's schmeckt, probierst du am besten der Reihe nach. Mehr Salzgebäck steht gleich daneben.