Cheese Crisps aus Blätterteig mit altem Gouda
Cheese Crisps sind mürbes, herzhaftes Blätterteiggebäck aus den Niederlanden, überbacken mit altem Gouda. Anders als die dünnen Cracker derselben Manufaktur haben sie Höhe und Blättrigkeit, brechen mürb statt glasig und schmecken kräftig nach gereiftem Käse.
Cheese Crisps von Verduijn's sind Blätterteig-Käsegebäck aus Eede in Zeeuws-Vlaanderen, bestreut mit altem Gouda und goldbraun ausgebacken. Sie fallen spürbar dicker aus als die Cracker aus demselben Haus, blättern beim Abbeißen und lassen den Käse ins Zentrum. Ein Gebäck, das man am besten stehend am Küchentisch isst, direkt aus der Tüte.
Mürb, blättrig und kräftig nach Gouda
Die Cheese Crisps brechen nicht glasig wie ein dünner Cracker, sondern mürb und schichtweise, wie Blätterteig es tun soll.
Der alte Gouda ist dabei kein Hauch, sondern eine Ansage. Er bringt die salzige, leicht kristalline Würze mit, die gereifter Käse entwickelt, und trifft auf den butterigen Teig darunter. Herzhaft, mürbe, lang nachhallend. Nach dem dritten Stück wird klar, warum eine Tüte mit 75 g selten bis zum Abend durchhält.
Blätterteig und Käse sind ein anspruchsvolles Paar. Der Käse zieht Fett, der Teig braucht Hitze zum Aufgehen, und beides muss im selben Moment fertig sein. Zu früh aus dem Ofen, und der Teig bleibt speckig. Zu spät, und der Gouda wird bitter. Von den drei Sorten des Hauses ist dies die einzige, die nicht durchs Waffeleisen läuft, und man schmeckt den Unterschied sofort.
Unser Tipp zum Apéro und zur Suppe
Die Cheese Crisps brauchen keine Begleitung, machen aber jede besser. Zum Bier, zum Wein, oder als knusprige Einlage auf einer cremigen Suppe.
Besonders gut sind sie zum Apéro, wenn Gäste kommen und noch nichts fertig ist. Eine Schale davon, ein paar Oliven, etwas Parmigiano Reggiano am Stück, und die erste halbe Stunde ist gerettet. Auf einer Tomatensuppe zerbröselt ersetzen sie jeden Crouton. Wer es dünner und schärfer mag, nimmt den Black Pepper Cracker.
Zum Salat sind sie ebenfalls eine gute Idee. Grob zerbrochen über Blattsalat mit Vinaigrette bringen sie Salz, Fett und Knusprigkeit auf einmal mit, und der Salat braucht dann keine Croûtons mehr. Passt auch neben herzhafte Chips in die Knabberecke, wobei die Crisps deutlich mehr Käse mitbringen als jede Chipstüte.
Zu Silvester schließt sich ein Kreis. Verduijn's ist mit Neujahrswaffeln groß geworden, und die Cheese Crisps sind heute die herzhafte Antwort darauf. Sie halten sich in der Schale, weichen nicht durch und vertragen jeden Sekt. Wer Gäste erwartet, rechnet besser großzügig, denn eine Tüte ist schneller leer, als die Vorspeise fertig wird.
Stahlbandöfen in Eede, seit 2004
Gebacken werden die Cheese Crisps von Verduijn's Fine Biscuits, einem Familienbetrieb, der seit 2004 in Eede an der belgischen Grenze produziert, keine zehn Kilometer von der Nordsee entfernt und einen Steinwurf von Flandern.
Angefangen hat alles 1935 in Breskens mit Piet Verduijn, damals 31 und Händler für Süßwaren, der nach dem Krieg Neujahrswaffeln in seinem Wohnhaus buk. 1970 zählte der Betrieb schon 35 Mitarbeiter. Über seinen Sohn Adrie kam er in den achtziger Jahren an die Brüder Jean-Pierre und Henk, die heute die dritte Generation stellen.
Die Anlage in Eede arbeitet mit Stahlbandöfen und nach dem Lebensmittelsicherheitsstandard BRC, doch die Feinheiten bleiben Handarbeit: Temperatur und Backzeit werden nachgeregelt, weil ein Grad und eine halbe Minute den Unterschied machen. Das ganze Sortiment von Verduijn's lohnt den Blick, und mehr Salzgebäck findest du hier.