Full Proof Rye Whiskey von Stork Club in Fassstärke
Full Proof Rye Whiskey von Stork Club ist die kräftige Abfüllung des Spreewälder Roggenwhiskeys, mit annähernd Fassstärke gefüllt und im Sherry- und Weinfass nachgereift. Dunkle Frucht, Nuss, Karamell. Kein weichgespülter Whiskey, sondern einer mit vollen Schultern.
Full Proof Rye Whiskey ist ein Roggenwhiskey mit 55 Prozent Alkohol von Stork Club aus dem Spreewald, gereift in frisch getoasteter Eiche und anschließend im gebrauchten Sherry- und Weinfass verfeinert. Weder gefärbt noch kalt filtriert kommt er ins Glas, und das schmeckt man vom ersten Schluck an.
Dunkler als sein Bruder steht er im Glas, fast bernsteinfarben, und läuft zäh die Wand hinunter. Die 500-ml-Flasche macht ihn zum guten Geschenk für Menschen, welche schon alles haben.
Dörrobst, Nuss und ein Hauch Sherry
In der Nase führen Karamell und Walnuss, dahinter kommen getrocknete Feigen und Rosinen aus dem Sherryfass dazu.
Am Gaumen ist der Full Proof Rye Whiskey dicht und ölig, mit dunkler Schokolade, Trockenfrucht und der pfeffrigen Schärfe des Roggens, welche die Süße des Holzes ausbalanciert. Kräftig, würzig, lang – der Abgang zieht sich über Minuten und wird dabei immer trockener.
Das Sherryfass war zuvor gefüllt, das Holz also getränkt, und gibt genau davon etwas zurück. Ein leeres Fass könnte das nicht leisten. Deshalb steht am Ende auch keine Aromazugabe, sondern schlicht das Holz und die Zeit, welche man ihm gelassen hat.
Ein Tropfen Wasser öffnet ihn
Bei 55 Prozent Alkohol lohnt ein wenig Wasser, denn erst dann treten die Fruchtaromen aus dem Alkohol heraus.
Gib ein paar Tropfen dazu, warte einen Moment und probiere erneut, der Unterschied ist deutlich. Pur gehört er ans Ende eines langen Abends, zu dunkler Schokolade oder einer Handvoll gerösteter Walnüsse. Im Old Fashioned ersetzt er den milderen Straight Rye, wenn der Drink Kante vertragen soll.
Aus dem Spreewald, mit vollen Schultern
Gebrannt wird der Full Proof wie alle Whiskeys des Hauses aus deutschem Roggen, in Schlepzig mitten im UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald.
Die Fässer aus amerikanischer Weißeiche und deutscher Napoleon-Eiche werden einzeln getoastet, bevor der frische Brand hineinkommt, und erst zum Schluss geht ein Teil in gebrauchte Sherry- und Weinfässer. Diese zweite Reife ist der Unterschied zum Straight Rye: Sie bringt die dunkle Frucht, welche der reinen Eichenreife fehlt.
Hinter dem Ganzen stehen Steffen Lohr, Bastian Heuser und Sebastian Brack, drei Männer aus der Berliner Barszene, welche die alte Brennerei im Oktober 2016 übernommen haben. Seither hat ihr Rye in San Francisco, London und bei der ISW Gold geholt. Alle Achtung.
Genusstipp
Zwei Zentiliter ins bauchige Glas, drei Tropfen Wasser dazu, fünf Minuten warten. Zu dunkler Schokolade mit mindestens siebzig Prozent Kakao passt er besonders gut, ebenso zu gereiftem Hartkäse. Weitere kräftige Flaschen stehen unter Whisky, das ganze Stork-Club-Sortiment findest du auf der Herstellerseite. Kühl und stehend lagern, damit der hohe Alkohol den Korken nicht angreift. Angebrochen verändert sich der Full Proof über Monate kaum, so viel Kraft steckt in ihm.