Straight Rye Whiskey von Stork Club aus dem Spreewald
Straight Rye Whiskey von Stork Club ist ein deutscher Roggenwhiskey aus Schlepzig im Spreewald, mindestens drei Jahre in frisch getoasteter Eiche gereift. Würzig, karamellig, mit der Pfefferschärfe des Roggens. Kein milder Blend, sondern reiner Rye ohne Färbung und Kältefilterung.
Straight Rye Whiskey ist ein Roggenwhiskey mit 45 Prozent Alkohol von Stork Club aus dem Spreewald, gebrannt aus deutschem Roggen und gereift in frischen Fässern aus amerikanischer Weißeiche und deutscher Napoleon-Eiche. 2019 kürten ihn die World Whiskies Awards zum weltbesten Rye Whisky.
Im Glas leuchtet er in hellem Karamellgelb, und schon beim Einschenken zieht der Roggen nach oben, würzig und ein wenig staubig wie frisch gemahlenes Brotmehl.
Karamell, dunkle Schokolade und Pfeffer
In der Nase liegen Karamell und dunkle Schokolade über einem Hauch Espresso, dahinter die trockene Würze des Getreides.
Am Gaumen wird der Straight Rye kräftiger, als die weiche Nase vermuten lässt: Erst kommt die Süße der frischen Eiche, dann die typische Pfeffernote des Roggens, welche sich lang und trocken über die Zunge legt. Würzig, warm, mit klarer Kante – ein Whiskey, welcher sich nicht anbiedert.
Im Abgang bleiben Gewürze und Kakao stehen. Weil er weder gefärbt noch kalt filtriert wird, trübt er sich mit Wasser leicht ein, und genau dann öffnen sich die Röstaromen.
Im Highball, im Old Fashioned, pur
Ein Highball mit Ginger Ale auf viel Eis ist der einfachste Weg, diesen Rye kennenzulernen, denn die Ingwerschärfe nimmt die Pfeffernote auf.
Der Whiskey mag klassische Drinks: Im Old Fashioned braucht er kaum Zucker, im Manhattan hält er gegen roten Wermut mühelos die Linie. Pur bei Zimmertemperatur, in einem bauchigen Glas, zeigt er sich am vollständigsten. Wer es kräftiger mag, greift zum Full Proof mit 55 Prozent Alkohol.
Zum Essen passt er zu Geräuchertem, zu kräftigem Käse und zu allem, was vom Grill kommt. Und wenn im Winter der Ofen an ist, braucht es dazu nur ein Stück dunkle Schokolade.
Vom Roggenfeld bis ins getoastete Fass
Der Roggen wächst auf den Feldern rund um Schlepzig, 60 Kilometer südlich von Berlin, und wird in der hauseigenen Hammermühle geschrotet.
Danach fermentiert die Maische ungefiltert in Tanks mit je 4.000 Litern, wobei zwei Hefestämme arbeiten und dem Getreide seine Würze lassen. Gebrannt wird in einer kleinen Hybrid-Brennblase, gereift wird anschließend mindestens drei Jahre in Fässern, welche einzeln über offener Flamme getoastet werden. Je stärker das Toasting, desto mehr Karamell und Vanille gibt das Holz ab.
Die Auszeichnungen kamen schnell: 2018 Double Gold in San Francisco, 2019 der Titel World's Best Rye Whisky, 2021 bester Whiskey Deutschlands bei der ISW. Für eine Brennerei, welche erst seit 2016 in dieser Besetzung arbeitet, ist das eine Ansage.
Genusstipp
Pur zwei Zentiliter ins Glas, fünf Minuten stehen lassen, dann erst probieren – der Alkohol legt sich, die Gewürze kommen nach vorn. Für den Highball 5 cl Whiskey auf 15 cl Ginger Ale, viel Eis, eine Zitronenzeste. Weitere Flaschen findest du unter Whisky und im Sortiment der Spreewood Distillers. Angebrochen hält die 700-ml-Flasche gut ein Jahr.