Schokoeier Marzipan von Sawade mit viel Mandel im Kern
Schokoeier Marzipan von Sawade sind kleine Ostereier aus geformter Marzipan-Rohmasse, die rundum durch dunkle Edelbitterschokolade gezogen werden. In der Masse steht die Mandel vor dem Zucker, und jedes Ei liegt einzeln in korallenroter Folie, die beim Aufdrehen knistert.
Schokoeier Marzipan sind vegane Ostereier von Sawade aus Berlin-Reinickendorf, jedes rund 22 Gramm schwer und vollständig mit Edelbitterschokolade überzogen. Fünf Stück legen wir in einen Cellobeutel und binden ihn mit einer Satinschleife, damit die Handvoll ohne weiteres Papier ins Osternest wandert.
Unter der dunklen Schale wartet weiche Mandel
Dreht man die korallenrote Folie auf, liegt ein glattes Ei ohne jede Naht in der Hand, schwerer als es aussieht. Der erste Biss geht durch eine dünne dunkle Schale, die mit einem trockenen Knacken nachgibt und einen hellbeigen, feuchten Kern freigibt.
Dahinter kommt eine Masse, die im Mund weich bleibt und langsam auseinanderfällt, während der Kakao von außen dagegenhält. Mandelig, dunkel, saftig – so schmeckt ein Osterei, dessen Rohmasse mehr Mandel enthält als Zucker. Wer Marzipan sonst zu süß gerät, findet über diesen bitteren Gegenpol hinein.
Kalt bleibt die Rohmasse stumpf, weshalb das Ei zehn Minuten bei Zimmertemperatur braucht, bevor der Mandelduft zurückkommt. Nimm den Beutel deshalb rechtzeitig aus dem kühlen Flur und stell ihn auf den Frühstückstisch, wo die roten Eier zwischen den getupften Zipfeln schon von allein für sich werben.
Geformt statt geschleudert, dann durch die Kuvertüre
Die meisten Schokoladeneier aus der Wittestraße sind Hohlkörper, die in rotierenden Formen entstehen und nach dem Erkalten gefüllt werden. Dieses Ei bei Sawade geht den umgekehrten Weg, denn hier wird zuerst die Masse zum Eikörper geformt und erst danach durch flüssige Kuvertüre gezogen.
Der Überzug ist dabei mehr als Geschmack, denn er hält die Rohmasse saftig. Offen liegendes Marzipan trocknet an der Luft aus, hinter einer geschlossenen Hülle bleibt es dagegen wochenlang weich und geschmeidig. Weil die Masse dichter ist als jede Creme, liegt dieses Ei außerdem spürbar schwerer in der Hand als seine gefüllten Geschwister.
Bittere und süße Mandeln aus denselben Hainen
Die Mandeln für die Rohmasse holt Sawade aus dem Mittelmeerraum, wo bittere und süße Sorten nebeneinander wachsen. Erst diese Mischung gibt dem Marzipan sein Rückgrat, das eine reine Süßmandel allein nie hergäbe.
Vor dem Formen röstet die Masse langsam im offenen Kupferkessel ab, und dabei entscheidet sich alles: Zu viel Hitze verwandelt das Mandelaroma in Bitterkeit, zu wenig lässt die Masse blass und stumm. Am Kessel steht dafür ein Mensch mit dem Holzschieber und keine Maschine mit Zeitschaltuhr, denn allein die Farbe verrät den richtigen Moment zum Abziehen.
Milch und Butter kommen in diese Rezeptur keine, weshalb das Ei auch bei veganen Gästen in der Frühlingsrunde bleiben darf. Zu dunklem Assam und zu einem Espresso ohne Zucker hält die Edelbitterhülle von Sawade gut dagegen. Kühl und trocken gelagert bleibt der Überzug glänzend, im Kühlschrank dagegen wird die Rohmasse fest und verliert ihren Schmelz.
Einzeln gewickelt und eine Nummer größer liegt das Marzipan Ei mit 60 Gramm daneben, doppelt durch die Kuvertüre gezogen kommen die Edelmarzipan Knack Eier. Alles Weitere für das Nest steht bei Sawade Berlin Ostern.