Tannenzapfen gebrannte Mandel von Sawade mit Krokant im Kern
Tannenzapfen gebrannte Mandel von Sawade sind zapfenförmige Pralinen aus Zartbitterschokolade, gefüllt mit gebrannten Mandeln und knusprigem Mandelkrokant. Jeder Tannenzapfen steckt in einer anderen Folienfarbe und trägt oben eine goldene Kordel, mit der er in den Zweig kommt.
Tannenzapfen gebrannte Mandel ist eine gefüllte Zapfenpraline von Sawade in Berlin-Reinickendorf, außen Zartbitterschokolade mit mindestens 60 Prozent Kakao, innen eine Trüffelmasse aus gebrannten Mandeln mit Krokantsplittern. Fünf Zapfen wandern bei uns in einen Cellobeutel, den eine Satinschleife zusammenhält.
Es knirscht, es schmilzt, es bleibt karamellig
Die Folie geht mit einem kurzen Knistern auf, und schon der erste Bissen macht klar, dass in dieser Praline zwei Dinge gleichzeitig geschehen, die sonst getrennt vorkommen. Die Trüffelmasse aus gebrannten Mandeln schmilzt, während die Krokantsplitter darin im Mund knirschen. Dieser Wechsel ist der Grund, warum das zweite Stück so verlockend bleibt wie das erste.
Karamellig, nussig, ein wenig rauchig – die Füllung schmeckt nach dem Tütchen vom Weihnachtsmarkt, nur ohne die klebrigen Finger. Dafür sorgt die dunkle Hülle, die den Zucker in Schach hält und die Süße bricht. Gebrannte Mandeln allein wären nach zwei Stück genug, unter Zartbitter reicht ein Tütchen dagegen weit.
Mit rund 20 g ist er das größte Stück im ganzen Baumbehang und will deshalb in zwei Bissen genommen werden. Gold, Türkis, Orange, Pink und Grün liegen im Beutel nebeneinander, sodass sich am Baum auf einen Blick erkennen lässt, welcher Zweig schon geplündert wurde.
Warum der Zucker zweimal schmelzen muss
Gebrannte Mandeln entstehen im Kessel, wo Zucker und Mandeln so lange gerührt werden, bis der Zucker weiß auskristallisiert.
Dann sehen die Nüsse trocken und stumpf aus, und ein Zuschauer würde denken, hier sei etwas misslungen. Erst beim zweiten Schmelzen wird aus dem weißen Sand die braune Kruste, die nach Karamell schmeckt und den Mandeln jenen dunklen Ton gibt, an dem man sie sofort erkennt.
Wer zu früh vom Feuer geht, bekommt Zucker ohne Farbe, wer zu lange bleibt, bekommt Bitterkeit statt Karamell. Dazwischen liegen wenige Minuten, in denen ein Mensch am Kessel stehen muss und kein Programm. Danach wandert ein Teil der Mandeln in die Trüffelmasse, der andere wird zu Krokant gebrochen und untergehoben. Ist der Hohlkörper gefüllt und verschlossen, wickelt Sawade jeden Tannenzapfen von Hand in Stanniol, Farbe für Farbe.
Pralinen, die am Christbaum hängen dürfen
Den Hohlkörper schleudert Sawade selbst, damit die Wand nirgends zu dünn gerät und die Kordel ihr Gewicht auch am zwölften Tag noch trägt.
Alkohol kommt in diese Zapfen keiner, sodass auch die Kinder vom Baum naschen dürfen. Für einen mittelgroßen Baum rechne mit drei Tütchen, verteilt auf die unteren zwei Drittel, denn direkt über einer Kerze hat Schokolade nichts verloren. Kühl, dunkel und trocken bleibt die Hülle glänzend, im Kühlschrank dagegen zieht sie Feuchtigkeit und läuft stumpf an. Häng die Tannenzapfen deshalb erst kurz vor dem Fest an den Baum und nicht schon beim Aufstellen.
Als Kugel gewickelt heißt dieselbe Füllung Schokokugeln Gebrannte Mandel, und wer es herber mag, greift zu den Goldnüssen mit dunklem Nougat. Mehr aus der Wittestraße zeigt Sawade Berlin, mehr Dunkles die Schokolade. An Silvester hängt selten noch einer.