Goldnüsse von Sawade mit dunklem Nussnougat unter Zartbitter
Goldnüsse von Sawade sind nussförmige Pralinen aus Edelbitterschokolade, gefüllt mit dunklem Nougat aus kräftig gerösteten Haselnüssen. Jede steckt einzeln in goldenem Stanniol und trägt eine eingeknotete Kordel, an der sie ohne Umweg in den Zweig gehängt werden kann.
Goldnüsse sind gefüllte Nusspralinen von Sawade in Berlin-Reinickendorf, je 16 Gramm schwer und außen von einer Hülle aus Edelbitterschokolade geschlossen. Fünf davon kommen bei uns in ein Cellotütchen, das oben eine cremefarbene Schleife zusammenhält und ohne weiteres Papier unter den Baum darf.
Erst raschelt das Gold, dann kommt die Nuss
Zwischen den Fingern raschelt das Stanniol, und wenn es aufgeht, liegt eine Nuss darin, die schwerer wirkt, als ihre Größe verspricht. Die dunkle Hülle bricht mit einem kurzen, trockenen Knacken, und dahinter wartet ein Nougat, das auf der Zunge zergeht.
Zuerst kommt die Röstnote der Haselnuss, dann legt sich die Bitterkeit des Kakaos darüber, und ganz am Schluss bleibt die Nuss allein zurück. Röstig, herb, ruhig – so schmeckt der dunkle Nougat des Hauses, der mit kräftig gerösteten Haselnüssen arbeitet und mit sonst wenig.
Milch und Sahne kommen in diese Füllung keine, weshalb die Goldnuss vegan ist, ohne dass dafür etwas ersetzt werden musste. Für einen Bissen ist so ein Stück reichlich, für zwei genau richtig, und im Beutel liegen fünf davon übereinander wie ein kleiner Schatz.
So lange gewalzt, bis nichts mehr körnt
Für die Füllung werden die Haselnüsse geröstet, gemahlen und danach so lange über die Walzen geschickt, bis die Masse sich vollkommen glatt anfühlt.
Je feiner der Nougat läuft, desto länger hält sich die Röstnote im Mund, und daran erkennst du die Masse, die genug Zeit bekommen hat. Die Haselnuss steht in der Zutatenfolge weit vorn, und diese Stellung ist im Bissen wiederzufinden.
Sawade röstet für diese Füllung dunkler als für die milden Sorten des Hauses, weshalb eine dunkle Hülle die richtige Antwort darauf ist. Eine helle Schokolade würde den Ton glätten, den diese Nuss gerade ausmacht.
Die Kordel knotet eine Hand
Die Hohlkörper schleudert das Haus selbst, indem flüssige Schokolade in der Nussform rotiert, bis die Wand rundum gleich dick steht. Nach dem Erkalten wird gefüllt, verschlossen und einzeln gewickelt, und auch die Kordel legt jemand von Hand an.
Bei einem Stück von 16 Gramm klingt das nach viel Aufwand, und genau das ist es. Fünf Zutaten stehen auf dem Etikett, und keine davon lässt sich hinter einer anderen verstecken.
Im Cellobeutel haken sich die Kordeln gern ineinander, was das Auspacken um ein paar Sekunden verlängert und den Beschenkten noch selten gestört hat. Wer das Tütchen überreicht, spart sich jede Erklärung, denn die Form verrät schon vor dem Aufwickeln, was in ihr steckt.
Zu kräftigem Espresso und an einem Zweig, an dem sonst wenig glänzt, ist die Goldnuss von Sawade am rechten Ort. Kühl, dunkel und trocken gelagert bleibt das Gold blank, denn neben der Heizung läuft die Hülle grau an und im Kühlschrank zieht sie Wasser.
Denselben dunklen Nougat findest du rund gerollt in den Schokokugeln Nussnougat, karamellig und bunt gewickelt in den Tannenzapfen. Mehr aus der Wittestraße steht bei Sawade Berlin, dazu die ganze Weihnachtsauswahl.