Portugal bringt portugiesische Spezialitäten von Matosinhos bis zur Algarve
Portugal heißt bei nur Gutes Sardinen aus Matosinhos und Lissabon, Olivenöl und Meersalz von der Algarve. Dazu kommen Keramik aus Olhão, Steinzeug in den Farben des Atlantiks sowie Seifen und Raumdüfte aus Porto. Portugiesische Spezialitäten für Küche, Tisch und Bad, aus Häusern, die seit 1912, seit 1920 oder erst seit wenigen Jahren von Hand arbeiten.
Portugiesische Spezialitäten beginnen bei nur Gutes mit der Sardine, in Olivenöl, mit Zitrone, in Tomate oder geräuchert, von Hand in die Dose gelegt in Matosinhos und Lissabon. Dazu kommen natives Olivenöl extra und Salz von der Algarve. Weil Portugal auch bei Tisch Handwerk lebt, führen wir portugiesisches Geschirr aus Keramik und Steinzeug sowie Seifen, Duftkerzen und Diffuser aus Porto, seit 2002 in Nordhorn zusammengetragen.
Von der Sardine in Lissabon bis zur Cataplana an der Algarve
Portugal isst vom Meer her, und das Meer ist auf dem Teller allgegenwärtig, als frisch gegrillte Sardine wie als getrockneter Bacalhau.
Für den Stockfisch gibt es, so sagt man, für jeden Tag des Jahres ein Rezept. Er kommt mit Kartoffeln und Ei als Bacalhau à Brás, gratiniert mit Sahne oder als Bällchen zum Bier. Im Juni, wenn Lissabon den Santo António feiert, liegen die Sardinen in jeder Gasse der Alfama auf der Holzkohle. Im Norden wärmt der Caldo verde aus Kartoffeln, Grünkohl und Chouriço.
Porto legt die Francesinha vor, ein Sandwich unter Käse und Biersauce, das Alentejo kocht Schwein mit Muscheln. Die Algarve schließt ihre Cataplana, die kupferne Muschelpfanne, über Fisch, Tomate und Koriander. Süß wird es in Belém, wo die Pastéis de Nata mit karamellisierter Haut aus dem Ofen kommen.
Ein Sprichwort fasst die Haltung dazu zusammen, quem não arrisca, não petisca, wer nicht wagt, der nascht nicht, und die Petiscos, Portugals kleine Teller, sind die Einladung dazu.
Douro, Vinho Verde und die Tasse Bica
Portugiesischer Wein wächst auf Terrassen, und die berühmtesten steigen am Douro in Stufen aus dem Fluss.
Dort entsteht der Portwein, mit Weinbrand gespritet, in den Kellern von Vila Nova de Gaia gereift und als Ruby, Tawny oder Vintage abgefüllt. Aus denselben Rebsorten, Touriga Nacional und Touriga Franca, keltern die Quintas heute auch trockene Rotweine. Der Minho im Norden schenkt den Vinho Verde ein, jung und leicht, mit feiner Kohlensäure, aus Alvarinho und Loureiro. Das Alentejo baut weiche Rote, Madeira seinen erhitzten Wein für die Ewigkeit.
Getrunken wird auch im Kleinen, die Ginjinha aus Sauerkirschen in Lissabon, der Medronho aus der Baumerdbeere an der Algarve. Und zu jeder Stunde die Bica, der kurze Espresso, den Lissabon so nennt. Bei uns landet aus dieser Trinkkultur vor allem die Tasse. Die Grespresso-Cups von Costa Nova in Blau, Gelb und Aqua sind für genau diesen kurzen Kaffee gedacht.
Sardinen aus Matosinhos, Öl und Salz von der Algarve
Portugiesische Sardinen sind das Kapitel, das bei uns am häufigsten geöffnet wird, und die ganze Reihe steht unter Sardinen aus Portugal beisammen.
In Matosinhos, der alten Konservenstadt vor den Toren Portos, legt die Manufaktur Pinhais seit 1920 jede Sardine einzeln von Hand in die gelbe Dose von Nuri. 37 Arbeitsschritte braucht das, dann kommt Olivenöl darüber, pur, mit Zitrone, scharf oder in Tomate. Briosa Gourmet arbeitet seit 1912 im selben Ort und druckt Azulejo-Muster auf die Dose, Porthos aus Porto setzt den Seefahrer aufs Blech.
Aus Lissabon kommt A Banca da Sardinha, die seit 2007 bunt illustrierte Dosen füllt, geräuchert, mit Oregano oder in Escabeche. José Gourmet lässt seine Dosen von Künstlern gestalten und legt neben Sardinen auch Makrelen und Oktopus ein. Die Sardinen in Olivenöl von Nuri sind die Dose, mit der die meisten hier anfangen.
An der Algarve erntet Monterosa in Moncarapacho, sieben Kilometer vom Meer, Picual, Verdeal, Maçanilha und Cobrançosa von Hand und presst sie noch am selben Tag, sortenrein. In den Salzgärten der Ria Formosa zieht Marisol das Meersalz im Sommer mit dem Holzrechen zusammen, drei- bis fünfmal je Saison, getrocknet von Sonne und Wind.
Gestreifte Keramik, Steinzeug in Atlantikblau und die Sardine als Seife
Portugiesisches Geschirr trägt die Farben seiner Küste, und es wird bis heute in Werkstätten geformt, welche jedes Stück einzeln in die Hand nehmen.
Casa Cubista kommt aus Olhão, wo die flachen, würfeligen Häuser der Altstadt an Nordafrika erinnern. Dort entstehen Schalen, Krüge und Teller mit kräftigen Streifen und Strichen, in Teal, Terracotta und Schwarz, handgefertigt und jedes ein wenig anders. Costa Nova trägt den Namen des Strandorts bei Aveiro, dessen gestreifte Fischerhäuser vom Wasser aus zu erkennen sind. Das Steinzeug in Blau, Türkis und Grün ist ofenfest und für jeden Tag gemacht.
In Porto fertigt Castelbel seit 1999 Seifen, Duftkerzen und Diffuser, gewickelt in bedrucktes Papier. Weil die Sardine in Portugal zum Alltag gehört, gibt es sie dort als Seife in Fischform und als Raumduft. Eine Gästeseife mit Verbene, dazu ein Diffuser Gold & Blue, und das Bad riecht nach einem Sommer in Porto.
Ein Geschenk aus Portugal packt sich fast von selbst. Zwei Dosen Sardinen mit Künstleretikett, eine Flasche Öl aus Moncarapacho, das Salz im Baumwollsack, dazu die Espressotasse aus Steinzeug. Wer die Holzkiste von Porthos mit fünf Dosen nimmt, hat die Verpackung gleich mit.
Wer in Matosinhos und Olhão die Hände am Werk hat
Zwei Häuser zeigen, wie Portugal Handwerk versteht, eines mit hundert Jahren Vorsprung, eines aus dem Jahr 2000.
Pinhais wurde 1920 in Matosinhos gegründet und trägt seit 1935 den Namen Nuri auf der Dose. Seit 2016 führt Jakob Glatz das Haus, eine der letzten Konservenfabriken Portugals, in der fast alles von Hand geschieht. Erfahrene Hände köpfen, putzen und legen ein, Fisch für Fisch, und wer einmal zugesehen hat, öffnet die gelbe Dose danach langsamer.
Andrea Siebert und Hans-Nico Böer gründeten Marisol im Jahr 2000 in Tavira. Andrea führt das Haus heute, seit 2006 von Olhão aus, am Rand der Salzgärten von Ria Formosa und Castro Marim. Geerntet wird zwischen Juni und September, das Salz trocknet in Sonne und Wind, wird verlesen und von Hand abgefüllt.
In Lissabon begann A Banca da Sardinha 2007 damit, Portugals Küstenhandwerk in die Dose zu bringen, jede Dose bunt illustriert und mit der Sardine als Hauptfigur. Vorgekocht wird nach alter Art, eingelegt pur oder gewürzt.
Wann Portugal auf den Tisch gehört
Die Sardine hat in Portugal ihre Saison im Sommer, wenn sie fett ist. In der Dose ist sie das ganze Jahr da und reift in ihrem Öl sogar weiter.
Im Sommer gehört sie aufs geröstete Brot mit Tomate, im Herbst zum ersten Öl der neuen Ernte, im Winter als Paté auf den Tisch mit Freunden. Zu Weihnachten wandert die Seife in Fischform als kleiner Gruß in jedes Päckchen. Fertig gepackte portugiesische Spezialitäten findest du in unseren Geschenken, von der Sardinenkiste bis zur Genussbox.
Wer weiterreist, blättert in unseren Regionen ein Land weiter, und der nächste Nachbar teilt sich mit Portugal den Atlantik. Östlich liegt Spanien, das aus demselben Meer den Bonito und die Anchovis holt, während Portugal die Sardine behalten hat. Öffnen, Brot dazu, und der Abend liegt am Atlantik.