GRAD°WANDERUNG verbindet Wein, Frucht und feine Würze
Was steckt hinter Jörg Geigers GRAD°WANDERUNG? Stille Essensbegleiter auf der Basis entalkoholisierter Weine, abgestimmt mit Säften, Kräutern, Blüten und Gewürzen. Riesling, Sauvignon Blanc, Pinot Meunier, Grenache und Pinot Noir führen von heller Frucht bis zu Beeren und herber Struktur.
GRAD°WANDERUNG ist eine alkoholfreie Getränkelinie der Manufaktur Jörg Geiger. Die Gradzahlen beziehen sich auf die Temperaturen beim Entalkoholisieren und geben den einzelnen Kompositionen ihren Namen. Es sind aromatisierte Getränke mit Wein als Grundlage; ihr angegebener Alkoholgehalt liegt unter 0,5 % vol.
Jörg gibt dem entalkoholisierten Wein eine neue Richtung
Bei der GRAD°WANDERUNG verwendet die Manufaktur Jörg Geiger entalkoholisierte Weine als Grundlage für stille, trockene Essensbegleiter, deren Frucht und Würze gezielt komponiert werden. Der Ausgangspunkt bleibt also ein vergorener Traubenwein mit seinen jeweiligen Aromen. In der Manufaktur löst ein Vakuumverfahren den Alkohol bei niedrigen Temperaturen heraus; ein Teil der aufgefangenen Aromen wird später wieder hinzugegeben. Für die namensgebenden Kompositionen liegen diese Temperaturen zwischen 32 und 37 Grad. Danach beginnt die Arbeit mit Säften und pflanzlichen Auszügen, welche Jörg auf die jeweilige Grundlage abstimmt. Apfel begleitet Riesling, Mirabelle den Sauvignon Blanc, Zwetschge den Grenache. Daraus entsteht eine nachvollziehbare Auswahl für den Esstisch: Die Rebsorte gibt einen ersten Hinweis, die ergänzende Frucht präzisiert ihn. Entscheidend bleibt das ganze Getränk, von hell und kräutrig bis dunkel und gerbstoffbetont. Zur Einordnung gehört deshalb der Blick auf die jeweilige Kombination, nicht allein auf den vertrauten Rebsortennamen vorne auf der Flasche.
Riesling und Sauvignon Blanc zeigen helle Frucht
Ein Salat wird noch gewendet, der Fisch wartet auf seinen Auftritt. Bei den hellen Begleitern lohnt der kleine Unterschied. Der feinfruchtige Riesling mit Apfel und Kräutern duftet nach heller Traube, Birne und Quitte, dazu kommen weiße Blüten. Im Geschmack bleibt er feinfruchtig und kräutrig. Die Verbindung von Wein und heimischem Kernobst steht hier gut erkennbar im Vordergrund.
Der trockene Sauvignon Blanc mit Mirabelle setzt einen anderen Akzent. Grüne Frucht und pfeffrige Noten begleiten das gelbfruchtige Bild; grüner Apfel und Stachelbeere bestimmen den Geschmack. Stachelbeersaft gehört auch zur Rezeptur, Mirabellensaft und Blütenauszug ergänzen die Komposition. Wer einen hellen Begleiter nach dem Fruchteindruck auswählt, hat damit eine klare Unterscheidung: beim Riesling eher Birne und Quitte, beim Sauvignon Blanc die grünere, herbere Richtung. Zwei Möglichkeiten für einen gedeckten Tisch, jede mit ihrer eigenen Handschrift.
Die roten Kompositionen unterscheiden sich in ihrer Herbe
Dunkle Farbe allein erzählt noch wenig. Der schlanke Pinot Meunier mit Mostbirne bleibt fruchtig und beerig, mit feinen Tanninen, also Gerbstoffen. Blaue Trauben, Waldbeeren und Gewürze prägen seinen Duft. Er bildet innerhalb der Auswahl einen leichteren Zugang zur roten Frucht, der ebenso zu einer Folge kleiner Vorspeisen gehört wie zu gewürzten Gerichten.
Kräftiger fällt der dunkle Grenache mit Zwetschge und Kräutern aus. Johannisbeere und Pflaume, mediterrane Kräuternoten und deutlichere Gerbstoffe geben ihm Gewicht. Die Zwetschge steht dabei als Saft neben der entalkoholisierten Weinbasis. Der filigrane Pinot Noir mit Himbeere und Kirsche setzt auf rote Beeren und feinere Tannine. Diese Unterscheidung hilft auch dann, wenn alle Gäste gern rotfruchtig trinken: Eine kräftige, kräuterwürzige Richtung und eine feinere, kirschbetonte Begleitung sind zwei verschiedene Entscheidungen. Die Gradzahl verrät dabei das Herstellungsverfahren, sie ist keine Rangfolge der Qualität oder Stärke.
Vom ersten Gang bis zum Käse findet sich ein Begleiter
Bei der Auswahl kannst du mit dem Gericht beginnen. Feine Salate, Frischkäse und leichte Fischgerichte führen zum Riesling; kalte Vorspeisen, Schalen- und Krustentiere sowie leichte Gemüsegerichte zum Sauvignon Blanc. Für beide hellen Kompositionen nennt die Manufaktur ein Weißweinglas, für den Riesling auch ein Rieslingglas. Diese hellen Varianten servierst du kühl und gibst damit dem frischen Charakter seinen Platz.
Bei Antipasti, orientalisch gewürzten Speisen und Käse kommt der Pinot Meunier ins Spiel. Für kräftige Gerichte mit dunkler Sauce oder gereiften Hartkäse kannst du den Grenache wählen. Feine Fleisch- und Pilzgerichte gehören zum Spektrum des Pinot Noir. Die roten Varianten werden etwas wärmer als die hellen eingeschenkt; für Grenache und Pinot Noir nennt Jörg ein Bordeauxglas, für Pinot Meunier ein Roséglas. So bekommt jeder Gang seinen eigenen Begleiter, wenn du ein Menü zusammenstellst. Auch ein einzelnes Gericht trägt den Abend. Es braucht dafür keine große Speisenfolge.
Eine stille Auswahl für lange Gespräche am Tisch
Nach dem Essen bleiben die Gläser stehen, jemand zieht den Stuhl noch ein Stück heran. Genau für solche Tischrunden lässt sich die Linie nach Geschmack zusammenstellen: hellfruchtig, beerig oder deutlich kräuterwürzig. Ein Frühlingssalat setzt einen anderen Anfang als ein herbstliches Pilzgericht; die Auswahl kann diesem Wechsel folgen, während die stille Art des Getränks gleich bleibt.
Weitere Spielarten zeigt die gesamte stille Auswahl. Dort stehen auch die vollmundige Edition Lamothe und die warme Wintercuvée. Über die Getränke aus Jörgs Manufaktur führt der Weg weiter zu prickelnden Kompositionen. Hier genügt zunächst der Blick auf das Essen und die Frage nach heller Frucht, roten Beeren oder dunkler Würze. Der Rest darf Gespräch bleiben.