Lamothe zum Essen und Wintercuvée für Winterabende
Wie unterscheiden sich Lamothe und Wintercuvée von Jörg Geiger? Die Edition Lamothe begleitet kräftige Speisen mit dunkler Frucht und weichen Tanninen. Die Cuvée d’Hiver wird warm serviert und führt die weinige Grundlage in eine winterliche, feinwürzige Richtung.
Lamothe & Wintercuvée versammelt stille alkoholfreie Kompositionen der Manufaktur Jörg Geiger. Edition Lamothe beruht auf Weinen vom eigenen Château im Bordeaux. Die Wintercuvée verbindet weinigen Charakter mit Birne und Gewürzen. Beide Getränke sind mit weniger als 0,5 % vol. Alkohol angegeben.
Jörgs Frankreichverbindung führt zum eigenen Château
Für die Edition Lamothe verwendet Jörg Geiger Weine seines eigenen Château Lamothe in Côtes de Bourg, einem Weinbaugebiet nördlich von Bordeaux. Er hat das Gut gekauft und damit seiner Verbindung zu Frankreich einen eigenen Ort gegeben. Als junger Koch verbrachte Jörg einen Teil seiner Ausbildung in Frankreich, lernte die Sprache und verliebte sich in das Land und seinen Lebensstil. Die Weine für diese Edition kommen heute also vom eigenen Gut, bevor sie in der Manufaktur weiterverarbeitet werden.
Merlot und Cabernet Sauvignon bilden die weinige Grundlage. In der Manufaktur erfolgt die Entalkoholisierung durch ein Vakuumverfahren, bei dem verminderter Druck die Arbeit mit niedrigen Temperaturen ermöglicht. Dabei werden auch Aromen aufgefangen und zum Teil wieder hinzugegeben. Erst nach diesem Schritt wird die Edition mit weiteren Zutaten abgestimmt. Weinbau im Bordeaux und Kompositionsarbeit in Schlat gehören bei Lamothe auf diese Weise zusammen.
Die Edition Lamothe bleibt dunkel, würzig und vollmundig
Ein verregneter Sonntag, aus dem Ofen kommt der Bratenduft. Die vollmundige Edition mit Merlot und Cabernet Sauvignon begleitet dieses Essen. Sie duftet nach Schwarzkirsche, Pflaume und Brombeere, mit rauchigen Anklängen. Trocken und würzig zeigt sie sich im Geschmack, ihre Tannine wirken weich. Diese Gerbstoffe geben dem Getränk einen Teil seiner herben Struktur.
Zur Frucht kommen bei der Edition Lamothe Kräuter, Blüten und Gewürze. Sie kommt unfiltriert in die Flasche. Zwischen fruchtigem Duft und trockenem Geschmack entsteht eine interessante Spannung: Eine reife Kirsche in der Nase kündigt nicht automatisch ein süßes Getränk an. Das Fruchtbild erinnert an reifes, dunkles Obst, der würzige Eindruck bleibt auch daneben bestehen. Vollmundig heißt hier deshalb, dass sie sich weich und kräftig zugleich zeigt.
Die Wintercuvée bringt warme Würze in den Becher
Draußen ist es dunkel geworden, im Flur stehen noch die Schuhe vom Spaziergang. Jetzt darf etwas Warmes auf den Tisch. Die Cuvée d’Hiver mit Birne und winterlicher Würze verbindet die entalkoholisierte Rotweinbasis mit Birne, Kräutern und Gewürzen. Ihre warme Servierweise führt in eine andere Richtung als die zum Essen eingeschenkte Edition Lamothe. Im Mittelpunkt stehen hier die Verbindung von Birnenfrucht und Gewürzen sowie der weinige Charakter.
Weiniger Charakter und winterliche Würze prägen diese Cuvée. Die Birne verbindet sie zugleich mit der Obstwelt, aus der Jörg viele seiner Getränke entwickelt. Für die Auswahl ist die warme Servierweise der entscheidende Hinweis: Die Cuvée ist bereits als Wintergetränk komponiert und braucht beim Zubereiten vor allem behutsame Wärme. Ein Becher zwischen den Händen, das Licht über dem Tisch, noch Zeit für ein Gespräch: Mehr Rahmen braucht dieser Winterabend nicht.
Lamothe zum Essen und die Wintercuvée behutsam erwärmen
Wenn du die Edition Lamothe zum Menü auswählst, kannst du von kräftigen Speisen ausgehen. Gegrilltes Lamm, Braten, gereifter Hartkäse und Pilzgerichte gehören zu den Kombinationen, welche die Manufaktur nennt. Für Lamothe ist ein Burgunderglas vorgesehen. So bekommt der dunkle, würzige Essensbegleiter denselben Platz im Ablauf wie die übrigen Getränke zum Essen, vom Einschenken bis zum Wechsel des Ganges.
Die Wintercuvée bereitest du auf andere Weise vor: Behutsam auf 55–60 °C erwärmen, nicht kochen und vor dem Servieren kurz umrühren oder leicht aufschwenken. Die Manufaktur nennt auch ein Wasserbad als Möglichkeit, die verschlossene Flasche sanft zu erwärmen. Für diese Zubereitung ist ungefähr eine halbe Stunde vorgesehen. Das Wasserbad kannst du also schon vorbereiten, während die Jacken noch an der Garderobe hängen. Anschließend wird das fertig komponierte Wintergetränk warm eingeschenkt.
Zwei stille Begleiter für verschiedene Abende
Mit der Pilzzeit und den ersten kräftigen Ofengerichten bekommt Lamothe viele Anknüpfungspunkte in der Herbstküche. Für den Vergleich mit anderen roten Begleitern führt die GRAD°WANDERUNG mit roter Frucht zu zwei anderen Richtungen: Grenache zeigt ausgeprägtere Gerbstoffe und mediterrane Kräuternoten, Pinot Noir feinere Tannine mit Himbeere und Kirsche. Lamothe steht daneben mit ihrer weichen, vollmundigen Art. Die gesamte stille Auswahl schließt auch helle Varianten ein, und der Überblick über Jörgs Getränke öffnet den Weg zu prickelnden Kompositionen. An der Garderobe trocknen die Mäntel. Drinnen ist noch Zeit.