Vinschger Paarl, das Roggenbrot mit Klostergeschichte
Das Vinschger Paarl ist ein dunkles Roggenpaarl aus Südtirol, gebacken aus Roggenvollkorn und Natursauerteig, gewürzt mit Fenchel, Kümmel und Brotklee. Zwei flache Laibe aus dem Steinofen, deren Rezept über 700 Jahre zurückreicht.
Vinschger Paarl ist der Klassiker der Südtiroler Brotkultur, ein flaches Roggenbrot, das seinen Namen dem Vinschgau verdankt und dort schlicht Vinschgerl heißt. Ultner Brot backt das 300 g schwere Paarl aus Roggenvollkornmehl und Natursauerteig, gewürzt mit dem typischen Brotklee. So schmeckt ein Stück alpine Geschichte, wie es die Bergbauern seit Jahrhunderten kennen.
Vollkornroggen, dunkel und herzhaft
Das Vinschger Paarl ist dunkler und kerniger als ein helles Roggenbrot, denn im Teig stecken 42 % Roggenvollkornmehl, der Rest ist Roggenmehl Type 1150. Reiner Roggen also, ohne einen Halm Weizen. Das macht die Krume dunkel, dicht und nussig, mit jenem erdigen Grundton, den nur voll ausgemahlener Roggen mitbringt.
Fenchel, Kümmel und Brotklee geben ihm die warme, leicht süßliche Würze, welche den Vinschgauer kennzeichnet. Der Natursauerteig sorgt für die feuchte, kompakte Krume und eine feine Säure, die tagelang trägt. Herzhaft, würzig und bodenständig, so war Brot gedacht, als es noch Vorrat für die langen Bergwinter sein musste.
So teilst du ein echtes Paarl
Der Name Paarl kommt von den zwei Laiben, die aneinander gebacken werden, du brichst sie mittig auseinander, wie es die Bauern seit jeher taten. Früher hängten die Bäuerinnen die harten Paarln auf Holzstangen unter der Stubendecke, wo sie den ganzen Winter über haltbar blieben.
Auf der Marende trägt das Vinschger Paarl Südtiroler Speck, Bergkäse und Kaminwurzen, dazu ein Glas Vernatsch. Morgens trägt es genauso gern Butter und einen kräftigen Berghonig. Klassisch kommt es aufgeschnitten und dünn belegt auf den Tisch, gern auch kurz geröstet, wenn die Kruste wieder knuspern soll. Eine Nummer kleiner gibt es dasselbe Brot als Vinschger Minis, gerade richtig für den Brotkorb oder die Jause unterwegs.
Ein Rezept aus dem 13. Jahrhundert
Das Vinschgauer Brot wurde erstmals im 13. Jahrhundert von den Benediktinermönchen der Abtei Marienberg gebacken, hoch über dem Dorf Burgeis.
Roggen war das Getreide der Wahl, weil er dem rauen Bergklima trotzt und sich über Wochen hält, in den langen Südtiroler Wintern zählte jeder haltbare Laib. Die Mönche würzten ihr Paarl mit Fenchel, Kümmel und Brotklee von den Wiesen ringsum, und genau diese Mischung macht bis heute den Charakter des Brotes aus. Über 700 Jahre später ist aus dem Klosterbrot ein Wahrzeichen der ganzen Region geworden.
Ultner Brot backt das Paarl nach dieser alten Vinschgauer Art, im Ultental, wo die Bauern seit jeher fast nur Roggen ernten. Bäckermeister Hannes Schwienbacher mahlt das Korn in der eigenen Mühle, die seit 1982 läuft, und lässt den Natursauerteig langsam reifen, bevor das Paarl in den Steinofen wandert.
Tiefgekühlt reist es zu dir, 5 Minuten bei 180 Grad im Ofen, dann schmeckt es wie eben aus der Backstube. Was du nicht gleich brauchst, bleibt im Gefrierfach mühelos einige Wochen frisch, ganz wie das Brot der Bergbauern von früher. Das ganze Ultner-Sortiment und den größeren Bruder, das Original Ultner Brot, findest du gleich nebenan.