Weihnachtsgebäck vom Dominostein bis zum Mandelkuchen
Weihnachtsgebäck reicht bei nur Gutes von Dominosteinen in Zartbitter, Vanillekipferln und Florentinern aus einer Confiserie im Münsterland bis zu Mandelkuchen, würzigen Zimtkeksen und weichen Cookies aus der Drôme provençale, wo eine Familie seit 1833 Mandelgebäck backt.
Weihnachtsgebäck ist der Sammelbegriff für die Feinen Backwaren der Advents- und Weihnachtszeit, von Stollen und Spekulatius über Dominosteine und Lebkuchen bis zu Vanillekipferln und anderen Weihnachtsplätzchen. Gemeinsam ist ihnen ein reicher Teig mit Butter, Mandeln, Nüssen, Trockenfrüchten oder warmen Gewürzen wie Zimt.
Dominostein und Florentiner tragen ihre Bauweise im Namen
Für zwei Klassiker unter dem Weihnachtsgebäck, Dominostein und Florentiner, legen die Leitsätze für Feine Backwaren im Deutschen Lebensmittelbuch fest, woraus sie bestehen. Sie beschreiben, was Handel und Kundschaft unter einem Gebäcknamen erwarten dürfen, und wurden zuletzt im Januar 2025 neu gefasst.
Der Dominostein ist ein bissengroßer Würfel aus Braunem Lebkuchen, zu dem nach den Leitsätzen auch die Printen gehören, mit Lagen aus Fruchtmark oder Marzipan, außen ganz von Schokolade umhüllt. Tragen die Würfel den Zusatz feinste, bestehen ihre Lagen ausschließlich aus Frucht und Marzipan.
Florentiner sind ein knuspriges, flaches Mandel- oder Nussgebäck mit meist braunem Rand und hellerem Innern. Ihre Masse enthält höchstens fünf Prozent Mehl, und der Boden wird üblicherweise schokoliert. Für die Kaffeetafel heißt das, dass beide Namen eine Zusage über das Innere sind, die sich beim ersten Biss nachprüfen lässt, beim Würfel Schicht für Schicht und beim Florentiner an der dünnen Scheibe, die leise splittert.
Eine Confiserie im Münsterland und eine Biscuiterie in der Provence backen für den Advent
Für den Kaffeetisch haben wir Gebäck aus zwei Häusern ausgesucht, die weit auseinanderliegen und sich auf dem Teller gut vertragen. Aus der Confiserie Imping kommen Dominosteine in Zartbitter, doppelt gefüllt, sodass unter der dunklen Schokolade zwei Lagen auf dem Lebkuchen ruhen. Daneben stehen Vanillekipferl in ihrer vertrauten Hörnchenform und Florentiner in Zartbitter.
In Saint-Maurice-sur-Eygues, in der Drôme provençale, hat Joseph Bédouin die Biscuiterie de Provence gegründet, und bis heute dreht sich dort alles um die Mandel. Inzwischen backt die sechste Generation, und unter den Spezialitäten des Hauses gilt der Mandelkuchen als Klassiker. Seine weihnachtliche Ausgabe ist ein Mandelkuchen ohne Mehl, ein saftiger Festkuchen für alle, denen der Sinn nach etwas anderem als Stollen steht.
Seine kleinen Schwestern aus derselben Backstube sind das Mürbegebäck mit Zimt, feine Kekse, die unter den Zähnen nachgeben, und die weichen Weihnachtscookies mit kandierten Früchten, krümelig und bunt gesprenkelt.
Knusprig, zart oder saftig entscheidet über das passende Weihnachtsgebäck
Was auf den Teller kommt, entscheidet zuerst der Biss. Florentiner brechen knusprig auseinander, die Zimtkekse zerfallen zart, und im Dominostein treffen Lebkuchen, Frucht und Schokolade in einem einzigen Bissen aufeinander. Der Mandelkuchen ist der saftige Gegenpol, ein Kuchen, der Gabel und Kuchenteller verlangt, wo die anderen mit zwei Fingern auskommen.
Weichprinten, Printen-Konfekt und Lebkuchen gehören ebenfalls zu dieser Auswahl. Wer zu ihnen greift, liegt nah am Dominostein, der ja ebenfalls aus Braunem Lebkuchen besteht. Die ganze Auswahl mit allem Wissen dazu versammelt die Seite Lebkuchen und Printen, und Nürnberger Lebkuchen wie Aachener Printen sind als geschützte geografische Angaben an ihre Herkunft gebunden.
Auch Italien backt zum Fest. Die Panettoni mit Grappa und mit Pistaziencreme gehören ebenfalls hierher. Mehr über die großen Hefekuchen steht unter Panettone und Pandoro.
Weihnachtsgebäck mag es kühl, trocken und gut verschlossen
Lange Freude macht dir Weihnachtsgebäck in einer gut schließenden Dose an einem kühlen, trockenen Ort. Gib jeder Sorte ihre eigene Dose, leg die Florentiner flach, damit ihr dünner Rand ganz bleibt, und wickle den angeschnittenen Kuchen wieder ein. Was nach dem Kaffee übrig ist, wandert zurück in sein Behältnis, statt offen auf dem Tisch zu warten.
Zum Adventskaffee schneidest du den Festkuchen erst am Tisch an, wenn alle sitzen. Für die Schale im Büro, die Nachbarn und den Besuch, der nur kurz bleiben wollte, greifst du eher zu Würfeln, Kipferln und Keksen. Dazu Tee, Kaffee oder ein Becher aus der Abteilung Glühwein und Punsch, wenn draußen schon früh die Lichter angehen.
Vom ersten Advent bis Dreikönig reicht die Zeit für Weihnachtsgebäck
Wenn am ersten Adventssonntag die erste Kerze brennt, beginnt die Zeit, in der die Dosen auf dem Küchenschrank nie ganz voll und nie ganz leer sind. Am Nikolausabend steckt der erste Dominostein im Stiefel, an Heiligabend steht eine Platte auf dem Tisch, an der sich die ganze Familie bedient, und zwischen den Jahren reicht der Rest noch für manchen ruhigen Nachmittag.
Alles Weitere für die Feiertage, vom Festtagsmenü bis zur Tischdeko, versammelt unsere Seite Weihnachten. Das Gebäck aber ist der Teil des Festes, der sich über Wochen hinzieht und in der Küche duftet, lange bevor der Baum steht. Und irgendwer findet am Dreikönigstag immer noch ein Kipferl, das sich hinter dem Mandelkuchen versteckt hat.