Kohl Bergapfelsaft, naturreine Säfte vom Ritten in Südtirol
Kohl Bergapfelsaft sind naturreine Säfte aus eigenen Äpfeln, gewachsen am Ritten in Südtirol auf gut 900 bis knapp 1.000 Metern Seehöhe. Vier Linien führt Thomas Kohl: sortenreine Gourmet-Säfte, Cuvées mit Frucht, Blüte und Kraut, prickelnden Sparkling und zwei Grand Crus in der Magnum.
Kohl Bergapfelsaft ist der Betrieb von Thomas Kohl am Ritten, jenem Hochplateau über Bozen, auf welchem eigentlich niemand Äpfel erwartet. Hier wachsen rund um den Troidner Hof – so heißt das Berggut der Familie – die Äpfel für Säfte, welche im ganzen Alpenraum Preise sammeln. Vier Linien führt Kohl heute: Gourmet, Cuvée, Sparkling und Grand Cru.
Vor zwanzig Jahren, mit Blick auf die Apfelbäume
„Vor zwanzig Jahren hatte ich das Gefühl, dass ich etwas Neues probieren wollte", erzählt Thomas Kohl, der in den Bergen aufgewachsen ist, mit Blick auf seine Apfelbäume.
Den Hof vom Vater wollte er zunächst nicht übernehmen, denn Rinder waren nicht so ganz sein. „So überredete ich meinen Vater dazu, Äpfel auf dem Berg anzupflanzen und daraus Saft zu machen", berichtet der charmante Apfelsaft-Affineur weiter. Karl Kohl, der Vater, war froh, dass sein Sohn den Hof nun doch übernehmen wollte – und vertraute seiner Idee, obwohl auf dieser Höhe kaum jemand Obstbau betrieb.
„Natürlich hatte ich nicht gedacht, dass aus meinen Äpfeln, die auf fast 1.000 m Berghöhe auf dem Ritten wachsen, einmal der beste Fruchtsaft Italiens gekeltert würde, aber gehofft habe ich es schon", lacht er verschmitzt. Aus dem Gefühl wurde ein Handwerk, und aus dem Handwerk ein Titel, welchen sonst niemand trägt: Italiens erster Apfelsaft-Affineur.
Der Troidner Hof, wie das Berggut der Familie seit jeher heißt, liegt in Unterinn am Ritten auf gut 900 Metern Seehöhe. Die höchsten Obstgärten reichen an die 1.000 Meter heran – eine Höhe, auf welcher der Obstbau andernorts längst endet.
Wer schon einmal am Ritten war, kennt das Bild: Wiesen, Wälder, alte Höfe, und dazwischen Apfelbäume, welche dort eigentlich zu hoch stehen. Genau dieses Zuviel an Höhe ist der Grund, warum die Säfte schmecken, wie sie schmecken.
Cool Climate auf tausend Metern
Was die Kohl Bergapfelsäfte so lebendig macht, ist die Höhe. Auf gut 900 bis knapp 1.000 Metern wachsen die Äpfel in kühlen Nächten und langen Sonnentagen heran – Cool Climate, wie man beim Wein sagen würde. Die Säfte, welche daraus entstehen, sind saftig, würzig, elegant.
Je größer der Unterschied zwischen warmem Tag und kühler Nacht, desto mehr Säure bleibt der Frucht erhalten, und desto klarer zeichnet sich später das Aroma im Glas ab. Genau diese Säure ist Kohls Kapital: Ohne sie stünden die sortenreinen Säfte flach da, und bei den Cuvées hielte niemand jene Partner in Schach, welche sonst alles zudecken würden.
„Geschmack und Qualität eines Apfelsaftes entstehen, solange die Frucht noch am Baum hängt", ist Thomas Kohl überzeugt. Daher wird jede Bergapfelsorte übers Jahr gepflegt, jeder Apfel per Hand gepflückt, wenn er wirklich reif ist, und am nächsten Morgen in der eigenen Presse schonend zu Saft verarbeitet – nur kurz erhitzt und in klare Flaschen gefüllt.
Vier Linien, vier Handschriften
Die Kohl Gourmet Bergapfelsäfte sind sortenrein und naturtrüb: Rouge, Gravensteiner, Rubinette, Pinova, Sonnenglanz und Jonagold, jede Sorte für sich gepresst. Lass dich überraschen, wie unterschiedlich sie schmecken – von kirschrot und säurebetont bis honigweich.
Die Kohl Cuvées stellen dem Bergapfel eine zweite Stimme zur Seite: eine Frucht wie Marille oder Birne, eine Beere wie Wildheidelbeere oder Johannisbeere, eine Blüte wie Holunderblüte, ein Kraut wie Apfelminze, sogar ein Gemüse wie die Karotte. Beide Partner sollen gewinnen – das ist die Kunst des Affinierens. Wer diese Säfte noch als Kohl Essence kennt, sucht übrigens richtig: So hieß die Linie früher.
Kohl Sparkling ist die jüngste Linie, ein prickelnder Aperitif ohne Alkohol. Und Kohl Grand Cru ist die kleinste: zwei alte Apfelsorten, Ananasrenette und Wintercalville, ausschließlich in der Magnumflasche. Thomas Kohls Lieblinge.
Warum sortenrein den Unterschied macht
Ein Apfel ist nicht gleich Apfel. Wer die sortenreinen Säfte nebeneinander verkostet, merkt das binnen zweier Schlucke.
Der Rouge ist kirschrot bis ins Fruchtfleisch, weil die Sorte Weirouge so viele Anthocyane trägt, dass selbst der aufgeschnittene Apfel farbecht bleibt. Der Gravensteiner, seit 1669 verbürgt, lagert so schlecht, dass er praktisch vom Baum in die Presse muss – dafür schmeckt sein Saft, wie Äpfel früher schmeckten.
Die Rubinette gilt manchen als bester Apfel der Welt und neigt zugleich zum Schorf, was sie für den großen Handel uninteressant macht. Und der Sonnenglanz, seit Mai 2024 in der Gourmet-Linie, ist ausgerechnet ein Nachkomme des Pinova – der Sohn des Nationensiegers sozusagen.
Solche Sorten pflegt, wer sie liebt. Genau darin liegt der Reiz von Kohl Bergapfelsaft: sortenrein, naturtrüb, langsam gewachsen – sechs Charaktere, von denen jeder eine eigene Flasche verdient.
Zweimal bester Fruchtsaft Italiens
Bei den Mostbarkeiten, der großen Alpen-Adria-Verkostung in Kärnten, holte Kohl zwei Jahre hintereinander den Nationensieg für Italien: 2019 mit dem sortenreinen Bergapfelsaft Pinova, 2020 mit dem Bergapfelsaft mit Heidelbeeren.
Beide Male steht dieselbe Adresse in der offiziellen Siegerliste: Thomas Kohl, 39054 Unterinn am Ritten – nachzulesen in den Ergebnissen von 2019 und 2020. Zwei Jahre hintereinander der beste Fruchtsaft eines ganzen Landes, einmal sortenrein, einmal als Cuvée – das muss man erst einmal schaffen.
Bei der Verkostung 2019 kamen gleich acht Kohl-Säfte aufs Treppchen: viermal Gold, zweimal Silber, zweimal Bronze. Für ein Berggut dieser Größe ist das eine Ansage. Knapp 1.600 Produkte von 300 Betrieben aus 5 Ländern stellten sich damals einer 25-köpfigen Fachjury. Die höchste Bewertung des gesamten Wettbewerbs ging an den Apfelsaft mit Holunderblüte: 20 von 20 Punkten. Alle Achtung.
Was am Ende in der Flasche ist
Alle Zutaten werden im Zustand höchster Reife verarbeitet. In der Flasche ist am Ende Apfel – und bei den Cuvées sein Partner, sonst nichts. Haltbar macht den Saft allein die schonende Pasteurisierung: Hitze für wenige Augenblicke, dann rasch wieder herunterkühlen.
Sämtliche Kohl Bergapfelsäfte tragen das Vegan-Siegel der Europäischen Vegetarier-Union und enthalten weder Bestandteile vom Tier noch aus gentechnisch veränderten Produkten. Serviere sie gut gekühlt bei 8 bis 10 Grad im Stielglas, damit die Aromen sich entfalten können wie bei einem Wein; den Sparkling etwas kühler, die Grand Crus bei 8 bis 12 Grad. Angebrochen gehören die Flaschen in den Kühlschrank und sind rund 6 Tage gut.
Und wo fängt man an? Wenn du Kohl Bergapfelsaft noch nicht kennst, fang beim Jonagold an – süß, weich, elegant, und er gefällt wirklich allen. Willst du wissen, wie weit ein Apfelsaft gehen kann, nimm den Apfelsaft mit Hopfen – würzig, süß-herb und bei der Verkostung mit Gold bedacht. Und wer gleich die ganze Bandbreite kennenlernen möchte, greift zum Bergapfelsaft 12er Paket. Seit 2002 haben wir viele Säfte im Regal stehen sehen – diese hier bleiben.