Pannobile vom Weingut Gernot Heinrich aus autochthonen Rebsorten
Pannobile von Gernot Heinrich ist eine Rotweincuvée aus Zweigelt und Blaufränkisch, die drei Wochen auf der Maische steht. Keine Lagenbezeichnung also, sondern der Wein eines Golser Winzerverbunds, der nur heimische Sorten zulässt und jeden Jahrgang gemeinsam freigibt.
Pannobile ist die Rotweincuvée vom Weingut Gernot Heinrich aus Gols im österreichischen Burgenland, gekeltert aus Zweigelt und Blaufränkisch. Ein Teil der Trauben wächst an den Südhängen rund um Gols, der andere auf den kalk- und schieferhaltigen Böden an den Osthängen des Leithagebirges. Damit stammt der Wein von beiden Seiten des Neusiedler Sees. Mit 12,5 Prozent Alkohol bleibt er ein Rotwein mittleren Gewichts.
Blaubeere, Schlehe und ein Zug Rauch
Der erste Eindruck ist dunkel und beerig, denn Blaubeere, Schlehe und Schwarzkirsche stellen sich zuerst vor, ehe ein süßer Blütenduft dazukommt. Dahinter liegt etwas, das an Mandeln erinnert, und darunter eine Würze, die bis in die Nähe von Rauch reicht.
Diese rauchige Ader stammt vom Schiefer an den Osthängen des Leithagebirges, wo die Reben in kühleren Böden stehen. Im Mund verbindet sich ein schlankes, greifbares Tannin mit einer samtigen Weichheit, und darunter bleibt der Wein spürbar kühl. Weder Marmelade noch schiere Wucht stehen bei diesem Wein auf dem Programm, sondern eine ruhige Klarheit.
Nach neun Jahren im Keller zeigt der Jahrgang erste Reifetöne, ohne seine Frucht dabei verloren zu haben. Serviert wird er bei sechzehn Grad, weil er darüber schnell breit wirkt.
Was hinter dem Namen Pannobile steht
Pannobile ist keine Lage und keine Rebsorte, sondern ein Verbund von Winzern rund um Gols, die sich auf ein gemeinsames Regelwerk verständigt haben.
In die Flasche darf nur, was aus autochthonen Sorten stammt, also aus Reben, die im pannonischen Raum zu Hause sind. Jedes beteiligte Weingut füllt genau einen Wein unter diesem Namen ab, und der Verbund entscheidet gemeinsam, ob ein Jahrgang überhaupt freigegeben wird. Der Name steht damit für eine Zusage, nicht für einen Weinberg.
Bei Heinrich sind das Zweigelt und Blaufränkisch, gelesen von Hand zwischen Anfang September und Anfang Oktober des Jahrgangs. Drei Wochen bleiben die Trauben danach im Holzgärständer auf der Maische, vergären spontan und werden in der Korbpresse schonend gepresst. 21 Monate Reife in gebrauchten Eichenfässern zu 500 Litern folgen, ehe der Wein Ende Juli 2019 gefüllt wurde.
Was zu diesem Golser Rotwein auf den Tisch kommt
Rindsgulasch verlangt nach einem Wein mit Würze und Kühle, und genau das bringt diese Cuvée mit, ohne die Paprikaschärfe noch zu verstärken.
Grammelknödel mit Kraut nehmen die rauchige Seite auf, und ein Stück geräucherter Speck findet im Tannin den Widerstand, den er braucht. Auch gebratene Blutwurst mit Apfel hat an diesem Wein einen ruhigen Partner. Eine Flasche mit 750 Millilitern ist bei einem Sonntagsbraten für zwei Personen knapp bemessen.
Bleibst du bei den großen Cuvées des Hauses, führt der nächste Schritt zum Gabarinza aus einer einzelnen Golser Lage. Wer den Blaufränkisch pur kennenlernen will, findet ihn im Blaufränkisch Leithaberg vom Kalk des Leithagebirges. Das gesamte Sortiment steht im Weingut Gernot Heinrich, weitere Flaschen in der Abteilung Rotwein.
Pannobile – ein Wein und seine Werte
- Herkunft Wein aus Österreich
- Anbaugebiet Burgenland
- Rebsorte 60% Zweigelt, 40% Blaufränkisch
- 12.5% Vol. Alkohol
- 6.2 g/l Säure
- 1.0 g/l Restzucker
Bio Kontrollstelle AT-BIO-402 – Österreich Landwirtschaft